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Videoclips, Gedichte, Sprüche, Weisheiten, Fun


Von: unicorn45
unicorn45

Beschreibung:
Viele Videoclips, Gedichte und Sprüche, stammen aus meiner Küche. Sie machen mir viel Pläsier und sind mein Lebenselixier! Schöne Worte und Poesie, beschreiben meine Lebens-Philosophie.

Nun auch mit Kunstwerken meiner Tochter

Kategorie: Poesie-Schreiben

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Igel im WinterschlafErstellt am 22. November um 21:15 
Igel im Winterschlaf

Mein kleiner Freund hier oben, hat sich einen anderen Platz zum überwintern gesucht. Er ist nicht mehr da. Das schmatzen der Katzen ständig in den Ohren hat ihm wohl gereicht und wollte seine Ruhe. Freue mich, er wird aufgrund der Behandlung wenigstens ohne Geziefer seinen Winterschlaf genießen können.
Sie fahren ja die Körpertemperatur total herunter – mich wundert immer ob die Zecken dann auch noch auf dem Körper bleiben? Irgendwann werde ich sicherlich darauf auch eine Antwort bekommen.
Sehr gefreut habe ich mich über einen Beitrag von einer Leserin meines Blogs – Jasmin und hoffe sie berichtet demnächst hier auch mehr darüber.
Schön zu hören, dass es auch diesem Igel gut geht. Ich möchte nicht wissen wie viele Igel ausversehen begraben werden, weil sie im Winterschlaf sind und wie Tod aussehen.

“Oh, mein Gott! Deinen Beitrag schickt der Himmel! Ich habe letzte Woche einen Igel gefunden. Er war ziemlich groß 730g aber am hellichten Tag kauerte er am Weg bei den Nachbarn. und rollte ich auch nicht ein. Also, hab ich ihn zum TA gefahren. Der hat ihn entwurmt und entfloht und gemeint, ich soll ihn in ein paar tagen raussetzen, wenn der stuhlgang wieder einigermaßen fest ist. Derweil habe ich versucht ihn so professionell wie möglich zu versorgen, erst noch warm gestellt, weil es ihm schlecht ging und dann tageweise immer ein paar grad kühler gestellt. In der ersten Nacht ging es ihm sehr schlecht, da bin ich nochmal zu meinem Stamm-TA. Sie meinte, er schaut nicht gut aus, gab ihm ne Infusion und mir Medikamente (Vitamintropfen und etwas natürliches gegen Durchfall und zur Darmsanierung, wenn sich die Würmer gelöst haben). Das war letzten Samstag. Ich hab den Igel nach bestem Gewissen gefüttert, der Stuhl wurde dann auch bis Mitte der Woche fest. Donnerstag bis Samstag musste ich auf Fortbildung, meine Mama hat ihn deshalb gefüttert, getränkt und saubergemacht. Gestern wollten wir ihn aus der kalten aber geschützten Garage nun entgültig ins freie setzen. Und was muss ich sehen: Futter war noch da, der Igel lag einfach flach unterm Laub, also nicht im Häuschen und streckte alle Viere von sich. Und er war stocksteif. Dann ging es mir ähnlich wie dir und ich hab den Igel nun vorsichtshalber unter Laub und Reisig auf Holz, also von unten isoliert so begraben, dass er es, wenn er noch lebt, überleben könnte. Ich bin so froh, dass es dir genau so geht. Danke für diesen Beitrag! Nun hab ich doch noch etwas Hoffnung:)”
SchlaganfallErstellt am 19. November um 7:02 
Schlaganfall

- created with Gimp -

Schlaganfall " !!!
Während gegrillt wurde, stolperte Ingrid und fiel hin. Man bot ihr an, einen Krankenwagen zu rufen, doch sie versicherte allen, dass sie OK war und sie nur wegen ihrer neuen Schuhe über einen Stein gestolpert sei. Weil sie ein wenig blass und zittrig wirkte, half man ihr, sich zu säubern und brachte ihr einen neuen Teller mit Essen. Ingrid verbrachte den Rest des Abends heiter und fröhlich. Ingrids Ehemann rief später an und ließ alle wissen, dass seine Frau ins Krankenhaus gebracht worden war. Um 23.00 Uhr verstarb Ingrid. Sie hatte beim Grillen einen Schlaganfall erlitten. Hätten ihre Freunde gewusst, wie man die Zeichen eines Schlaganfalls deuten kann, könnte Ingrid heute noch leben. Manche Menschen sterben nicht sofort. Sie bleiben oft lange in einer auf Hilfe angewiesen, hoffnungslosen Situation. Es dauert nur 1 Minute, das Folgende zu lesen...

Ein Neurologe sagte, dass wenn er innerhalb von 3 Stunden zu einem Schlaganfallopfer kommen kann, er die Auswirkung eines Schlaganfalls aufheben könne. Er sagte, der Trick wäre, einen Schlaganfall zu erkennen, zu diagnostizieren und den Patienten innerhalb von 3 Stunden zu behandeln, was allerdings nicht leicht ist. Erkenne einen Schlaganfall: Es gibt 4 Schritte, an die man sich halten sollte, um einen Schlaganfall zu erkennen. -Bitte die Person, zu lächeln (sie wird es nicht schaffen). -Bitte die Person, einen ganz einfachen Satz zu sprechen (zum Beispiel: "Es ist heute sehr schön."). -Bitte die Person, beide Arme zu erheben (sie wird es nicht oder nur teilweise können). -Bitte die Person, ihre Zunge heraus zu strecken (Wenn die Zunge gekrümmt ist, sich von einer Seite zur anderen windet, ist das ebenfalls ein Zeichen eines Schlaganfalls.) Falls er oder sie Probleme mit einem dieser Schritte hat, rufe sofort den Notarzt und beschreibe die Symptome der Person am Telefon. Ein Kardiologe hat gesagt, wenn man dieses Wissen sovielen Personen wie möglich nahe bringt, kann man sicher sein, dass irgendein Leben ?- evtl. auch unseres ?- dadurch gerettet werden kann. Wir senden täglich so viel "Schrott" durch die Gegend, da können wir doch auch die Leitungen mal mit etwas Sinnvollem verstopfen, findet Ihr nicht !??! Falls Ihr es ebenso für Wichtig empfindet,- ...

kopiert es einfach, damit es so viele evtl. betroffene Personen hoffentlich noch vor Eintreffen jenes Schicksal`s erreichen kann.

Little hedgehog / Kleiner IgelErstellt am 13. November um 15:39 
Little hedgehog / Kleiner Igel

I’m feeding around 5 cats in this area. Most of them are stray cats and therefore I always fill up a bowl with cat food for all of them. This afternoon I couldn’t believe my eyes – I once again discovered a little hedgehog almost in the bowl. He was terribly hungry. I quickly filled up the bowl with some more cat food and then got my camera.
OMG they are coming again. Don’t know if it’s the same one I saved last winter and set free in March. He found his way on his own and I pray this little hedgehog is going to survive this winter. The poor fellow is full of ticks and luckily I still had some tick and flea medicine from last year and treated him. He was so scared – poor thing. I tried to remove the ticks but stopped, he didn’t like it – don’t want to scare him. It’s very uncommon for them to walk along and look for food in broad daylight. I’m so scared he’s going to die – one hedgehog died last year and it nearly broke my heart. Not again!!
Still had a little hedgehog house made out of straw. Put it over the little hedgehog in a place near the house where it will be quite warm during winter. He stayed in there. The first cat arrived and now I was quite anxious to see how they would react.
Nature is so wonderful – thank God! The cats still come for their food. They sniff at the little hedgehog’s house and then start eating. Then I was wondering what’s going to happen once the hedgehog is in the bowl and one of the cats arrives for dinner *smile* I did not have to wait too long. It’s so nice to see – they treat each other with utmost respect. At first the hedgehog ate some of the food and then went aside. The cat sat down a few meters away and watched the hedgehog. After the hedgehog finished, he went back into his house – thank God, he seems to like the little shelter. The cat then went to the bowl and started eating. Nature is sooo wonderful!!
Schwabinger G'schichtenErstellt am 12. November um 0:26 
Schwabinger G'schichten

Ich habe lange her so herzhaft gelacht - die Lebensgeschichten des Ramses III sind sehr humorvoll geschrieben und bestimmt nicht Langweilig. Unten gibt es ein Link zum weiter lesen auf der Website des Schreibers.

Schwabinger G'schichten von Ramses III

Der harte Kern von uns Freunden war ein vierblättriges Kleeblatt, der Willi, der Wolf, sein Bruder Klaus und ich. Wir wuchsen in der Nachbarschaft auf und waren viele Jahre Freunde, bis sich unsere Wege trennten und wir waren schon extreme "Früchterl"! Heutzutage würde man uns wahrscheinlich in ein Heim für "Schwererziehbare" verfrachten. Aber damals gingen wir noch als "Lausbuben" durch.
Die Langeweile in der dörflichen Umgebung verlangte natürlich nach Kreativität, was zur Folge hatte, dass wir in "Hadern" berüchtigt waren, aufgrund unserer Streiche. Wir hatten nur Blödsinn im Kopf und wenn irgendwo in der Gegend etwas außergewöhnliches passierte, konnten nur wir es gewesen sein. Es gab noch einen richtigen "Dorfschandi" in Hadern, den Herrn Schenk und der rief in solchen Fällen sofort bei unseren Eltern an um nachzufragen, ob wir zu der Zeit zu Hause waren, also ein Alibi hatten.
Die Autorität so eines Dorfschandi's war damals noch sehr groß. So war es ganz normal, dass er uns beispielsweise bei einer Fahrrad Kontrolle, an den Ohren vom Radl zog und uns auch "Watschn" gab, wenn etwas nicht in Ordnung war.
Unsere Streiche waren teilweise schon sehr deftig. Heutzutage würden sie als "Jugendkriminalität" eingestuft.
Wenn Müllabfuhrtag war, standen die Mülltonnen auf dem Gehweg um geleert zu werden. Eines Tages hatten wir die grandiose Idee, sie anzuzünden. Und zwar auf der halben Länge der Würmtalstrasse. Das ist die Hauptstrasse, die an der Kreuzung Fürstenrieder Strasse, am Waldfriedhof anfängt und sich etwa 2 km bis Großhadern zieht. Die Qualmentwicklung war so stark, dass man die Strasse kurzfristig sperren musste. Aber wir wurden nicht erwischt! Natürlich hat der "Dorfschandi" uns, wie üblich nach solchen Vorfällen, verhört, aber wir waren schlau! Wir hatten uns von Nadelbäumen die Nadeln ins Haar gebröselt und so schüttelten wir unsere Köpfe, sodass sie heraus fielen und behaupteten, wir wären im Wald gewesen.
Na ja, so in dieser Art waren unsere Streiche halt – wir mussten uns etwas einfallen lassen, um die Langeweile zu vertreiben.

Der Gipfel unserer Streiche sollte das "Ausräuchern" der Zeugen Jehovas werden.

Einer meiner Freunde, der Wolf, war unser "Giftmischer". Wir nannten in so, weil er, im Verlauf seiner Pubertät, eine "chemische" Phase hatte. In dieser Zeit experimentierte er in der Dachkammer seines Elternhauses mit Chemikalien herum, wobei er unter anderem drauf kam, wie Schwarzpulver herzustellen war und ähnliches.
Eines Tages, als ich bei ihm klingelte, schaute er aus dem winzigen Dreiecksfenster im Dachgeschoss und er sah aus wie ein Alien. Ich war relativ weit weg, am Gartentor und konnte so nicht genau sehen, was mit im passiert war. Er kam herunter, um mich zu begrüßen und da sah ich es: Er hatte im ganzen Gesicht kleine Wunden, die genäht waren und mit einer Art Desinfektionsmittel bestrichen waren. Die Fäden standen hervor und diese Tinktur sah aus wie silberne Farbe. Wie ein Alien eben! Es war ihm bei seinen Versuchen etwas explodiert!
Die Schwarzpulverphase war sehr lustig – für uns zumindest!
Beispielsweise füllten wir das Pulver in leere Siphonpatronen ein. Die hatten wir von Sodawasserbereitern. Wolf bastelte aus Löschpapierstreifen einen Zündschnurersatz. Er tauchte sie in eine mir unbekannte Tinktur und wenn sie trocken waren brannten sie so glimmend ab, wie eine Zündschnur.
Alsdann sprengten wir mit unseren Minibomben vorzugsweise Briefkästen. Einmal versuchten wir uns sogar an einem Telegrafenmasten, der aber standhielt. Allerdings rief die Aktion Sprengstoffexperten und Kripo auf den Plan, die uns zwar nicht erwischten, aber langsam wurden unsere Streiche brenzlig.
Wolf hatte auch die Zusammensetzung von Buttersäure entdeckt!
Wir hatten schon immer gerne die Zeugen Jehovas geärgert, wenn sie mit ihrem "Wachturm" herum standen.
Eines Abends hatte Wolf die Idee, eine Versammlung der Zeugen Jehovas zu besuchen. Es war klar, dass er etwas vor hatte, aber keiner wusste was!?
Die Versammlung fand im Nebensaal einer uns bekannten Wirtschaft statt, dem "Ehrwalder Hof", welcher an der Rückseite eine Trenntür hatte.
Wir waren sechs Jungs und Wolf meinte, wir sollten uns in die letzte Reihe setzen, gleich bei der Tür.
Der "Geistliche", oder wie man die bei den Zeugen Jehovas nennt, begrüßte die Anwesenden und ganz besonders uns – er freute sich, so viele neue Gesichter zu sehen. Aber nicht lange!
Kurz darauf, ich saß neben Wolf, konnte ich beobachten, dass er ein kleines Glas mit einer Flüssigkeit auf den Boden stellte und eine andere Substanz dazu schüttete.
Jetzt bedeutete uns Wolf, wäre es an der Zeit zu verschwinden und so schlichen wir uns schnell zu jener Hintertür hinaus und suchten das Weite.
Zu jener Zeit hatte ich keine Ahnung was Buttersäure war und wie es wirkte. Heute weiß ich es – es stinkt unglaublich, wie faule Eier oder Stinkbomben, nur um ein tausendfaches schlimmer! Und vor allem ist der Gestank kaum weg zu bringen.
Als wir etwa eine halbe Stunde später an der Wirtschaft mit dem Fahrrad vorbei fuhren, um zu sehen was los war, standen alle Leute auf der Straße, vor dem Lokal und es stank sogar auf der Straße noch!
Und schon wieder wurde die Kripo auf den Plan gerufen. Diesmal gab es dann schon Befragungen, da wir unter Verdacht standen, denn wir wurden erkannt. Jedoch verliefen die Interviews ergebnislos, weil wir dicht hielten. Allerdings wurde uns danach der Boden zu heiß und wir hielten uns mit solch drastischen "Streichen" zukünftig zurück.
So, Leute, das war eine kleine Einführung. Noch war Schwabing etwas fern - aber es kommt - heftig ;-)!

... Und weiter geht's!
Was mich aber ganz extrem faszinierte war Autofahren! Ich hatte meinen Vater immer sehr genau beobachtet, was er machte und wie das ging mit dem Schalten und Kuppeln. Und so kam ich eines schönen Sonntagnachmittag im Winter, auf die glorreiche Idee, Vaters Zweitwagen aus der Garage zu holen und eine Spritztour zu machen, natürlich mit meinen Spezln, die auch sofort begeistert zu stimmten.
Meine Eltern waren mit dem "SL" auf einem Ausflug ins Oberland, also gab es kein Hindernis und so holte ich den Mercedes aus der Garage.
Ich war gerade mal vierzehn Jahre alt!
Wenn ich heute daran zurück denke, wird mir fast noch schlecht! Solchen Leichtsinn kann man nur als Teenager machen! Wir spielten effektiv mit unserem Leben. Keiner von uns hatte jemals zuvor ein Auto bewegt, aber ich, zumindest, war mir sicher, ich könnte durch simples Zusehen beim Vater, autofahren!
Also los ging's! Wie gesagt, es war Winter, auf den Strassen Schneeglätte und zudem war heftiges Schneetreiben zugange.
Ich fuhr los und die Strasse, in der wir wohnten, war eine schmale Allee, die mir nunmehr noch schmaler erschien.
Weit kam ich nicht, da lagen wir erst mal im Graben. Gut, der Graben war gottlob nicht sehr tief und wir kamen auch wieder heraus. Und weiter ging's.
Nach einigen hundert Metern wurde ich bereits übermütig, weil alles so glatt lief und ich beschloss auf die Olympiastrasse, Richtung Starnberg raus zu fahren.
Es war der glatte Wahnsinn – ich fuhr etwa 120 kmh – alle anderen Autos vielleicht gerade mal 50 kmh und ich überholte dabei auch noch! Einer dieser Überholvorgänge war ziemlich knapp und ich konnte gerade noch einscheren – im entgegenkommenden Auto saß wer? – Meine Eltern!!! Sie hatten wohl wegen des schlechten Wetters ihren Ausflug früher als erwartet abgebrochen und waren bereits auf dem Heimweg.
Mein Vater zeigte mir den "Vogel" und vorbei waren sie!
Jetzt, aber – Panik!!! Sofort wollte ich umkehren, wobei ich wieder im "freien Gelände" landete. Alles raus aus der Karre und Schieben! Wir hatten Glück und kamen frei! Also im Eiltempo zurück nach Hause.
Vor unserem Haus angekommen, konnte ich an den Spuren im Schnee schon erkennen, dass meine Eltern bereits da gewesen waren und nachgesehen hatten, ob das Auto in der Garage stand oder ob sie sich getäuscht hatten.
Wie sich später herausstellte, hatte mein Vater seinen Zweitwagen zwar nicht erkannt, er musste sich ja aufs Fahren konzentrieren, aber meine Mutter hatte uns gesehen!
Wir machten den kläglichen Versuch, den Schnee mit unseren Taschentüchern vom Auto zu wischen, aber es war wohl eine Verzweiflungstat, natürlich völlig nutzlos.
Also fuhr ich das Auto in die Garage und wir verdünnisierten uns erst mal um Kriegsrat abzuhalten.
Das war äußerst unproduktiv, weil uns logischerweise keine, in irgendeiner Weise plausible Ausrede einfallen konnte!
Es half ja nichts – irgendwann musste ich eben wieder nach Hause und dem ins Auge schauen, was da auf mich zu kam!
Es wurde natürlich ein ungeheuerliches Donnerwetter, aber weit weniger schlimm als befürchtet, weil die Sorge der "Alten" überwogen hatte und sie froh waren, dass nichts passiert war und das Auto auch noch heil!
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Später stieß da noch einer zu uns, der fester Bestandteil der Clique wurde. Das war der Mike Hagenbusch, seines Zeichens Zahnarztsohn und am Studieren. Nebenbei fuhr er "Call Car", so wie auch ich zu dieser Zeit, wobei ich ihn kennen lernte. Das Studium gab er bald auf, er konnte nämlich kein Blut sehen und somit auch nicht Vaters Praxis übernehmen. Das war wirklich komisch – wenn der Mike Blut sah, wurde ihm nicht schlecht oder so was, sondern er fiel schlicht und ergreifend in Ohnmacht – ohne Vorwarnung! Ich habe einmal erlebt, dass, während er Auto fuhr (ich als Beifahrer), ein fettes Insekt an die Windschutzscheibe klatschte, sodass sich ein Blutfleck bildete. Da ich von seiner Eigenart wusste, schaltete ich sofort den Scheibenwischer ein, denn er war bereits am Wegknicken. Das war nicht lustig – das hätte böse enden können! Er hat aber bis dato überlebtJ!
Wir befreundeten uns ziemlich eng und unternahmen oft etwas zusammen. Da Mike recht klein und zierlich war, wurde oft gemutmaßt, wir wären schwul, aber das war uns egal.
Am heftigsten wurden unsere Ausritte im Fasching. Mike rief mich fast täglich an und fragte, ob ich auf eine Party mit kommen würde. Ich konnte nicht nein sagen! Also waren wir fast jede Nacht unterwegs. Das war ungeheuer anstrengend, da ich zu dieser Zeit bereits in meines Vaters Firma arbeitete, wo ich um 7 Uhr früh Arbeitsbeginn hatte. Deshalb erwischte ich teilweise, in einer ganzen Woche, nicht mehr Schlaf, als etwa 8 Stunden. In der Firma wusste man schon – wenn ich überpünktlich zur Arbeit erschien, hatte ich durchgemacht. Normalerweise schaffte ich es nämlich nie, pünktlich zu sein.
Aber wir hatten ungeheuer viel Spaß und lernten unzählige Mädels kennen. Adressen fürs ganze Jahr!
Nebenbei – Mike war ein Waffennarr. Zunächst galt sein Interesse alten Schusswaffen, vornehmlich Westernwaffen, aber später wechselte er zu Samuraischwertern. Und obwohl er kein Zahnarzt wurde, hat er sich trotzdem etabliert und wurde erstaunlicherweise einer der anerkanntesten Gutachter, weltweit, für diese Waffen.
Aber das alles war eben auch nicht befriedigend, auf die Dauer – Schwabing rief uns!
Unsere ersten Ausflüge nach Schwabing unternahmen meine Spezln und ich bereits mit etwa vierzehn Jahren, allerdings Sonntagnachmittags, mit dem Fahrrad. Es war ein echter Abenteuertrip, denn wir Landeier mussten ans andere Ende der Stadt.
Sonntagnachmittag – auch das hatte schon was! Der Trubel auf dem "Boulevard Leopold", die Eiscafés, jede Menge "steile Zähne", wie die Mädels damals im Teenagerjargon genannt wurden, Straßenmusiker, "anders" gekleidete Menschen, einfach verrückt, wie wir es empfanden. Die ganze Schwabinger Lebensart war höchst faszinierend!
Da war das "Cadore" auf der "Leo". Das war das angesagteste von den italienischen Eis Cafés (heute "Gino's") und dort traf sich im Sommer, tagsüber alles, was in Schwabing Rang und Namen hatte – oder glaubte es zu haben. Die Leute kannten sich, scherzten, lachten, flirteten und ich wünschte mir sehnlichst, ich würde dazu gehören – was ja später auch eintraf – aber erst viel später!

Eintrag genehmigt vom Urheber.

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Schwabinger G'schichten von Ramses III
FreudeErstellt am 27. Oktober um 12:58 
Freude

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Mit Kummer kann man allein fertig werden,
aber um sich aus vollem Herzen freuen zu können,
muss man die Freude teilen.
– Mark Twain –

Daher teile ich dieses Bild,
daß ich kürzlich gemacht habe,
gerne mit Euch.
Diese Spielereien machen mir sehr viel Freude und Spaß!

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