Beschreibung: Die Hawaiianische Massage, Lomi Lomi Nui, ist eine intensive und kraftvolle Form der Massage. Sie wurde von den alten Kahunas von Hawaii, den Meistern und Hütern der traditionellen kulturellen und spirituellen Geheimnisse, innerhalb der Familien weitergegeben. Die Lomi ist ein seit Jahrhunderten praktiziertes Ritual und wurde in Situationen vorgenommen, in denen große Veränderungen bevorstanden, wenn neue Verantwortungen übernommen werden sollten oder Herausforderungen anstanden. Heute nutzen wir die Lomi als sehr wohltuende Begegnung mit dem eigenen Körper – aber sie kann auch als Initiationsritual verstanden werden. Als Beispiel sei die entscheidende Phase des Übergangs von der Jugend ins Erwachsenenalter genannt. Sie ist etwas Besonderes vor einer Eheschließung oder für Schwangere, die sich auf den neuen Lebensabschnitt vorbereiten wollen. Ebenso für Manager, die vor neuen Herausforderungen stehen und für jeden Menschen, der sich in anstrengenden Lebenssituationen stärken möchte. Die Lomi fördert das persönliche Wachstum, bringt Körper, Geist und Seele in Einklang. Eine Lomi-Massage behandelt gleichzeitig Körper und Seele. Der Körper wird gedehnt, gezogen, geschaukelt, gestreichelt. Das alles gleicht eher einer Zeremonie als einer Therapie. Sie ist eine bewegende Massage. Sie bewegt nicht nur den Körper des Menschen, es „tut sich was“. Ohne es selbst erlebt zu haben ist die Lomi schwer zu beschreiben. Man hat das Gefühl, „nach Hause zu kommen“ oder, wie ein Gast sagte. „Ich fühle mich wie auseinandergenommen und neu zusammengesetzt. Und das ist sehr gut so“.
Da erzählt man uns seit mehr als einem Jahr von der „konjunkturellen Talfahrt der Weltwirtschaft“, die sich immer mehr beschleunigt. Von stark rückläufigem Welthandel, von globaler Krise (nicht nur wirtschaftlich, auch auf dem Umweltsektor). Politiker jeder Couleur rechnen uns vor, wie schlecht es der Wirtschaft geht. Minus 3,5 % , diese Zahl schwebt mir noch im Hirn, aber ich höre sowieso nicht mehr so richtig zu.
Aber ich denke immer noch, dass ich doch recht gut rechnen kann. Wenn ich das auch „nur“ in meinem kleinen Leben tun muß, um zurecht zu kommen.
Seit einigen Wochen nun erzählt man uns von einem „Aufschwung“! 0,3 % sollen es sein! AUFSCHWUNG? Man rechnet uns vor, wie doch die Wirtschaft boomt, wie die Krise beseitigt sei, wie gut es der Wirtschaft geht! AUFSCHWUNG!
Ich rechne da irgendwie, vielleicht bin ich doof, anders:
Minus 3,5 plus 0,3 ergibt doch, oder habe ich da nicht aufgepasst? Minus 3,2 – oder????
Wo ist da ein Plus? Wo ist da ein eklatanter Wandel? Wo Aufschwung?
Ich denke zwischenzeitlich eines, und das denke ich nicht nur, davon bin ich überzeugt:
Man („man“ = Politiker und Wirtschaftsbosse) will uns („uns“ ist der sogenannte mündige Bürger….!) schlicht für dumm verkaufen. Man traut uns wohl nicht mehr zu, selber denken zu können?
Obwohl, manchmal kann ich das sogar verstehen. Am Samstag war bei uns im Stadtteil ein Kinderfest, und auf der Straße dorthin baute ein Zeitungsverlag einen kleinen Stand auf.
Mitten auf dem Gehweg. Auf der einen Seite das Schaufenster eines Geschäftes (wieso wehrt sich der Inhaber nicht?), auf der anderen Seite parkende Autos, und die Fußgänge quetschen sich dazwischen aneinander vorbei. Der Clou aber war: die Mädels hatten einen Sonnenschirm aufgespannt. So niedrig, dass kein normal großer Bürger „normal“ weiter gehen konnte. ALLE (ich habe das beobachtet!) bückten sich unter dem Schirm durch! ALLE!!!!
Große, Kleine, Alte, Junge, Dicke, Dünne……………..
Der Mensch scheint tatsächlich nicht mehr zu denken, geschweige denn, sich zu wehren!
Ich hatte kürzlich die Gelegenheit, vier alte Damen zu massieren. Alle sind seid Jahren verwitwet, die älteste von ihnen ist 79 Jahre alt und seit 30 Jahren ohne Mann und Parnter. Ich mag sie sehr gerne, sie ist eine liebevolle, herzensgute, gläubige Frau. Durch körperliche Beschwerden und viele Operationen bedingt hat sie gesundheitliche Probleme und viele Narben auf dem Körper. Die Massage ist von meiner Seite aus also eher vorsichtig, weniger kraftvoll in den Griffen, als wenn ich einen jungen Menschen vor mir habe.
Was MIR an dieser Massage besonders gefallen hat war, wie sie sich trotz ihrer Schmerzen hingeben konnte, wie sie genießen konnte. In solchen Sessions merke ich, wie ein Fluß von Gefühl entsteht, wie alles rund und schön und liebevoll ist.
Nach der Massage nahm sie mich in den Arm, bedankte sich, und sagte "Das war so schön. Weißt du, ich bekomme sonst ja keine Streicheleinheiten mehr".
Mir standen die Tränen in den Augen, ihr auch, und genau das ist es, was in solchen Begegnungen fließen kann. LIEBE!
Liebe, die ich als so etwas wie "reine Liebe" bezeichnen würde. Keine Erotik, kein Sex, kein angefasst werden, wenn man es nicht möchte, keine Übergriffe... einfach nur Gefühl, Zärtlichkeit, Liebe.
Heute habe ich meinen neuen Quilt fertig genäht. Er heißt "Sommersprossen" - dabei regnet es ständig, er sollte demnach eher Regentropfen heißen. Aber egal. Ich habe ihn auf meiner Seite www.quilts4sale.de beschrieben, und ich finde, er ist wirklich gut gelungen. Meine Idee war er leider nicht, Idee und Stoffe stammen von Simone Streicher. Bei ihr stimmt alles: Idee, Stoffauswahl, Service...
Wenn ich keine Massagen gebe, wenn ich nicht im Garten puzzle oder sonstwie beschäftigt bin, dann beschäftige ich mich gerne mit Stoffen und vor allem damit, schöne Stoffe zu zerschneiden.... das ist ein Virus, und man ist unheilbar. Aber was solls? Es gibt schlimmere Krankheiten als dies............
·Immer wieder merke ich, wie ausgehungert besonders alte, alleinstehende Menschen nach Berührungen sind. Es ist etwas völlig anderes, ob ich junge Menschen oder Männer "im besten Alter" massiere oder ob es wirklich alte Menschen sind. Ich merke dann auch, daß sich während der Massage etwas entwickelt. Bei mir, bei den Klienten. Bei Massagen an Männern ist es manchmal so, daß diese selbst die Massierende anfassen wollen. Das ist so noch am zurückhaltendsten formuliert. Alte, alleinstehende Menschen können oft erst nicht loslassen, wollen die Kontrolle auf jeden Fall behalten, wollen das, was sie im "richtigen Leben" bringen müssen, nämlich stark sein, auch hier beibehalten. Manchmal fangen sie schon während der Massage an zu schlucken, manchmal erst bei einem ersten Satz, wenn die Massage beendet ist. Ich massiere diese Menschen nicht aus Mitleid, und nicht mitleidig. Ich liebe und genieße solche Massagen, ich kann dabei viel mehr geben und selbst loslassen,als wenn ich denke, ich müsste mich der ungewünschten Berührungen erwehren.
Am Pfingstmontag hatte ich eine solche, sehr schöne, Massage. Die Dame lebt seit 20 Jahren allein, war immer für andere da, arbeitete ihr ganzes Leben hindurch. Versucht immer, alles selbst zu regeln, ist auch gesundheitlich obenauf, und ist wirklich ein Paradebeispiel für "KOntrolle behalten". Sie weiß das aber auch. Nach Beendigung der Massage sagte sie, noch auf der Liege beim Ausruhen, "so gut hat es noch nie jemand mit mir gemeint" und fing an zu weinen. Und dann kam viel: aus ihrer Kindheit, aus ihrer Jugend, aus ihrer gescheiterten Ehe... immer für andere da, immer sich selbst zurückgestellt, bis zu einem Zusammenbruch vor 25 Jahren. Immer wieder gekämpft und sich aufgerappelt.
Die Massage war ein Geschenk von mir an sie. Aber sie war - MINDESTENS - auch ein Geschenk an mich selbst. Denn das genieße ich selbst genau so oder noch mehr als derjenige, der die Massage bekommen hat.
Von diesem Buch bin ich sehr fasziniert, deshalb hier und heute dieser Eintrag:
Es ist immer wieder gut, wenn ich in einem Buch auch nur einen Satz finde, wo ich beim Lesen das Gefühl habe: Nur für diesen einen Satz hat es sich gelohnt, dieses Buch zu lesen.
Wir unterhalten uns mehr oder weniger oft über den Sinn und Unsinn des Lebens. Darüber, ob der Mensch so etwas wie Bestimmung hat, ob er einen freien Willen hat usw.
Im Buch „Die Eleganz des Igels“ von Muriel Barbery finde ich nun einen eben solchen Absatz. Abgesehen davon, dass meine Schwester mir dieses Buch empfohlen hatte, haben mich zwei Aussagen auf der Rückseite des Buches fasziniert:
„Ich heiße Renée. Ich bin vierundfünfzig Jahre alt. Seit siebenundzwanzig Jahren bin ich Concierge in der Rue de Grenelle 7, einem schönen, herrschaftlichen Stadthaus mit Innenhof. Ich bin Witwe, klein, hässlich, mollig, ich habe Hühneraugen und in gewissen Morgenstunden einen Mundgeruch wie ein Mammut. Doch vor allem entspreche ich so genau dem Bild, das man sich von den Conciergen macht, dass niemand auf die Idee käme, ich könnte gebildeter sein als all diese selbstgefälligen Reichen.“
„Ich heiße Paloma, bin zwölf Jahre als, ich wohne in der Rue de Grenelle 7 in einer Wohnung für Reiche. Meine Eltern sind reich, meine Familie ist reich, und meine Schwester und ich sind folglich potentiell reich. Doch ich weiß schon lange, dass die Endstation das Goldfischglas ist, die Leere und der Unsinn des Erwachsenenlebens. Warum ich das weiß? Der Zufall will, dass ich sehr intelligent bin. Daher habe ich meinen Entschluß gefasst: Am Ende dieses Schuljahres, an meinem dreizehnten Geburtstag, werde ich Selbstmord begehen.“
Der Absatz auf den Seiten 264 und 265, den ich meine, behandelt ein Gespräch über den Begattungsflug des Bienenvolkes.
"... Leben, sich ernähren, sich fortpflanzen, die Aufgabe erfüllen, für die man geboren wurde: darin steckt keinerlei Sinn, das stimmt, aber so stehen die Dinge nun einmal. Diese Arroganz der Menschen, zu glauben, sie können die Natur bezwingen oder dem Schicksal entfliehen, das allein kleinen biologischen Dingen bestimmt ist.....und diese Verblendung in bezug auf die Grausamkeit und Gewalttätigkeit ihrer eigenen Art und Weise zu leben, zu lieben, sich fortzupflanzen und mit ihren Mitmenschen Krieg zu führen…. Ich für meinen Teil glaube, daß wir nur eines tun können: die Aufgabe finden, für die wir geboren worden sind, und sie so gut wie möglich erfüllen, mit aller Kraft, ohne die Dinge unnötig zu komplizieren und ohne zu meinen, in unserer animalischen Natur liege etwas Göttliches. Nur so werden wir das Gefühl haben, etwas Konstruktives zu tun, wenn der Tod uns holt. Die Freiheit, die Entscheidung, der Wille: das sind alles Hirngespinste. Wir meinen, wir können Honig machen, ohne das Schicksal der Bienen zu teilen, doch auch wir sind nur arme Bienen, dazu bestimmt, unsere Aufgabe zu erfüllen und dann zu sterben.