Ein sorgloser Druck kann auch auf einen designtechnisch eher mittelmäßigen Knopf katastrophale bis erheiternde Folgen haben. Während Knöpfen (heute eher bekannt als „Button“) lange Zeit eine eher zusammenhaltende Rolle zukam, ist der Knopf, wie wir ihn heute kennen, immer noch unterschätzt, vielleicht sogar eines der einflussreichsten Dinge seit der Erfindung des Hartschalenplastiks.
Der Button ist heute einfach nicht mehr wegzudenken: Er begegnet uns in Eierkochern, Atomkriegen, Internetforen oder Mittelklasselimousinen. Wer zu schnell klickt, verliert seinen Job, die Glaubwürdigkeit oder den Stammplatz in der Bowlinghalle, wer zu langsam ist vielleicht auch.
Der Druck auf den Duschknopf im Schwimmbad oder Fitnessstudio führt meist dazu, dass das Wasser nach genau 15 Sekunden wieder stoppt, wohingegen man in machen Hotels wegen nicht enden wollender Wasserströme und sinnflutartiger Duschergebnisse schon zum Notruf greifen möchte.
Im Internet werden epische Streitereien über die fachgerechte Behandlung von Fingernägeln durch einen unbedachten Klick auf einen Button ausgelöst der da heißt „veröffentlichen“. Zu schnell oder falsch verschickte Kurznachrichten füllen ganze Seiten und in der Folge Bücher, die man liest, wenn man irgendwo auf einem Flughafen gestrandet ist und dann im Hotel liegen lässt, ohne sich darüber zu ärgern.
Knöpfe, die nächtelang gebastelte Präsentationen auf Laufwerken oder Servern abspeichern, gehören zu den meist empfohlenen Zeiteinsparungswerkzeugen dieser Tage. Wer schon einmal stundenlang unter Zeitdruck an Kuchendiagrammen, Verlaufskurven und Formatierungsdetails getüftelt und nach dem Speichern bemerkt hat, dass die Präsentation aus dem E-Mail-Programm geöffnet wurde, der weiß, wie nervenschonend der richtige Einsatz dieses Buttons sein kann.
Die fachgerechte Verwendung des An-Aus-Buttons unseres Weckers kann darüber entscheiden, ob wir ausgeschlafen zur Arbeit kommen, den Unmut unseres Chefs auf uns ziehen oder rechtzeitig im Flieger in den Urlaub sitzen. Knöpfe an Mikrowellen und Öfen richten über das Wohl und Wehe unserer Pizza, Buttons ersetzen den guten alten Türknopf und in Facebook gründen sich Gruppen, die den Zonk-Button zurückfordern.
Wir sind für mehr Zurückhaltung in der derzeitigen Buttonmanie und finden, dass es auf dem Markt vielleicht nur einen Button gibt, den es lohnt ernsthaft zu drücken. Der Make-Everything-Ok-Button hilft, Stimmung innerhalb eines winzigen Mausklicks von „zum Tode betrübt“ in „Himmelhoch jauchzend“ zu verwandeln – wenn man nur will.
Der Sinn von Baggern erschließt sich uns meist erst, wenn wir vor den wahren Konsequenzen der Aushebung stehen. Bagger stehen ja in den meisten Fällen nutzlos rum, tun so als ob Sie gewaltige Tiere seien und funktionieren dann doch nur auf Knopfdruck.
Der Sprung vom Thema Baggern zum Thema Kinderfüttern ist gewagt, beim genauen Blick jedoch naheliegend. Denn auch beim Schnabulieren der Zwergis geht es um schaufeln, spachteln und technisches Geschick.
Wer sonntags den Filius von Spinat, Reis oder Bratensoße zu überzeugen sucht, der muss heute mehr mitbringen als nur kolossale Überredungskunst. Richtig gute Verführer des kulinarischen Kindergaumens setzen auf der Baustelle Fütterung immer mehr auf ausgetüftelte Überzeugungswerkzeuge.
Für alle, die diesen Trend nicht verpassen wollen und die Kleinen auch spielerisch vom guten Essen überzeugen wollen, gibt es jetzt gute Nachrichten: Die Firma Constructive Eating hat jetzt endlich Besteck, das aussieht wie ein Bagger und liefert die passenden Terrainteller dann auch gleich mit.
Wir wünschen fröhliches Schaufeln und guten Appetit!
Klingeltöne haben ihre besten Zeiten wohl hinter sich. Obwohl Handys ohne Klingeltöne auch heute trotz fortschrittlister Technik nur die Hälfte wert sind, gehören verrückte Frösche und ähnliche kleine Monster schon lange in die Liga „Trainingshosen mit seitlicher Öffnung“, „gummibärchenparfümierte Teenager“ und „Setzkästen aus Holz mit Miniatureifeltürmchen“ (mit Lichtspiel).
Auch wenn man sich allgemein einig ist, dass solche Hörverschmutzungen strenge Auflagen nach sich ziehen sollten, werden wir doch das Problem der zweifelhaften Akustik an Mobiltelefonen nur mühsam los.
Ein Geräusch, das sich regelmäßig in unseren Hörgang einschleicht, kann bemerkenswerte Reaktionen bei uns nachsichziehen. Das Ganze lässt sich ungefähr so erklären: Hält man einem Hund das Würstchen vor, läuft diesem das Wasser im Munde zusammen. Spielt man uns in einem unschuldigen Moment den Weckton unseres Handys vor, wird das spontane Heulkrämpfe oder mutwillige Zerstörungswut zur Folge haben.
Das Handy, das sonst so friedlich auf dem Nachttisch schlummert, kann nämlich nicht nur vor Mitternacht Absender des letzten Status-Updates sein, sondern auch um kurz nach sieben die Mücke vom Siegertreppchen im Wettbewerb um den nervigsten Schlafkiller schubsen.
Haben wir kurz nach dem Ausknipsen der Bettlampe das Handy noch ein letztes Mal einem Weckstresstest unterzogen (Weckfunktion auf an/aus/an, Ton laut/ lautlos/laut) und hat sich das Gerät dabei klar als ernstfalltauglich erwiesen, verfluchen wir viel zu kurze Zeit später, wenn sich das Wecksignal in unsere Hörmuschel geschlichen und uns aus den schönsten Träumen gerissen hat, die unerbittliche Zuverlässigkeit der modernen Technik.
Spätestens wenn uns klar wird, was dieses lächerliche Piepen, Pfeifen, Quaken oder Jaulen jetzt für uns zu bedeuten hat, simulieren wir zuweilen ernsthafte Gegenmaßnahmen in unseren noch halb verschlafenen Köpfen. Die Option „Wecker ausschalten“ entpuppt sich dabei immer wieder als noch zu radikaler Ansatz, so dass Lösungen in den Vordergrund treten, die sich grob gesagt rund um den Grundgedanken „schonend aufwachen“ drehen.
„Schonend aufwachen“ beschreibt ein Sammelsurium von Konzepten, die sich damit beschäftigen, wie sich Menschen besonders gesundheitsschonend zu nicht freiwillig gewählten Zeiten aufwecken lassen können. Von besonderer Bedeutung sind hier vor allem akustische Weckreize. Da sich alternative Wecktechniken bislang noch nicht durchgesetzt haben, wird die Wahl des richtigen Wecktons heute immer wichtiger. Schlafphasenwecker und Weck-Apps für Handys können zwar die Aufwachsymptome lindern, ändern aber nichts an dem Aufwachen an sich.
Aufwachen ohne Reibungsverluste muss also über den Tellerrand des herkömmlichen Klingeltons hinausschauen und neue Wege in der akustisch unterstützen Wecktechnologie beschreiten. Denkbar wären hier die Wahl neuer, nicht-redundanter Töne und Melodien oder von akustischen Reizen, die allgemein als angenehm wahrgenommen werden (und zugleich nicht das Weiterschlafen fördern). Bleibt abzuwarten, ob es gelingt, die sich verbreitende Hörverschmutzungen einzudämmen oder sogar irgendwann den Aufstehzwang ganz zu bezwingen.
gofeminin wird in diesen Tagen 10 Jahre!!!Wir lassen es krachen & laden euch dazu ein mitzufeiern, denn gofeminin – das sind zu allererst unser Nutzer! Herzlichen Dank an alle! Zur Feier gibt gibt es ein paar nette Überraschungen und lustige Artikel. Hier findet ihr die wichtigsten Links im Überblick:
gofeminin entspannt: Gewinnt mit gofeminin und Jacobs Krönung ein Relax-Wochenende für zwei in Berlin:
Heute ist zwar Sommer-Anfang, trotzdem (oder vielleicht gerade deswegen) können wir uns um das Thema Schlafen so schnell dann auch wieder nicht rumschummeln.
Und da Schlafen ja ohnehin als eines der kommenden Zukunftsthemen gehandelt wird, fangen wir ohne Umschweife bei den Japanern an. Alles, was wir bislang über Japaner wissen, ist, dass sie ausgesprochene Zukunftsliebhaber sind, sie auf Pressekonferenzen komische blaue Overalls tragen und als die Erfinder von epochenprägendem Spielzeug gelten.
Die Japaner haben sich zum Beispiel kleine Plastikanhänger ausgedacht, die man füttern oder denen man gut zureden muss. Außerdem sind Japaner äußerst fleißig und scheinen beinah überall schlafen zu können. Bewundernswerte Eigenschaften, die wir unbedingt auch bei uns öfters sehen möchten.
Damit das auch richtig klappt, bescheren uns die umtriebigen Japaner dann auch gleich die notwendigen Schlafutensilien für immer und überall: Frei nach dem Motto: Wenn wir schon mehr Zeit am Arbeitsplatz als auf der heimischen Couch verbringen, lassen es wir uns da mit dem Ostrich jetzt auch so richtig gut gehen. Wir testen das dann auch gleich mal aus. Gähn!
Und wenn Sie jetzt noch wach sind, dann lesen Sie hier, wie sie jetzt noch besser schlafen: