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Unser Weg zum Wunschkind mit ICSI


Von: tinib77
tinib77

Beschreibung:
Dieses Tagebuch schreibe ich, weil es mir gut tut alles von der Seele zu reden, aber auch, um anderen Betroffenen zu zeigen, dass man nicht alleine ist. Irgendwann einmal werde ich hoffentlich meinem Kind damit zeigen können, wie sehr es gewollt war und dass wir alles tun für ein eigenes Kind.

(Die höchste Seitenzahl (z. B. 12) ist der Beginn des Blogs, sprich das Aktuellste steht immer oben auf Seite 1!)

Kategorie: Schwangerschaft

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Unser Weg zum Wunschkind mit ICSI : Auflistung der Einträge nur mit ihren Titeln
Unser Weg zum Wunschkind mit ICSI : Vollständige Liste der Einträge ohne Kommentare
Unser Weg zum Wunschkind mit ICSI : Detail eines vollständigen Eintrags mit Kommentaren
Neuste Posts:
28. Juli 2011 / sinnlose Warteschleife
6. April 2011 / Lange KiWu-Pause
13. Oktober 2010 / Ein weiteres Negativ reiht sich ein
30. August 2010 / Zurück aus dem Urlaub
22. Juli 2010 / Gebärmutteruntersuchung
18. Juli 2010 / Gedanken und Gefühle
18. Juli 2010 / Vom Los der Kinderlosen
12. Juli 2010 / Der langsame Abschied vom Kinderwunsch
29. Juni 2010 / Kryotransfer
25. Juni 2010 / 2. Kryoversuch und wenig Hoffnung
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Grand jeu-concours dans le blog de l’équipe  Fragen, Meinungen, Anregungen... Wir freuen uns auf Sie in unserem Team-Blog!
 Unser Weg zum Wunschkind mit ICSI 
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28. Juli 2011 / sinnlose WarteschleifeErstellt am 28. Juli um 10:46 
28. Juli 2011 / sinnlose Warteschleife
Eigentlich wollten wir nur noch mal ein Gespräch bei unserem Doc, um abzuklopfen, wie er einer Auslandsbehandlung gegenüber steht. Ich hatte die Hoffnung, dass er mich hier in Deutschland mit den nötigen Untersuchungen unterstützt und ich trotz Ausland eine optimale Betreuung habe. Auch habe ich das Thema Zellspende angesprochen.

Zu meiner Überraschung ist das kein unbekanntes Thema für den Doc. Er schickt viele seiner "hoffnungslosen" Fälle nach Spanien. Aber auch hat er uns in aller Deutlichkeit gesagt, dass wir dafür noch nicht "weit genug" sind. Er empfielt uns noch ein paar Mini-Versuche, die die Geldbörse schonen und meinen Körper. Also habe ich ihm vertraut und wir haben einen weiteren Versuch in Angriff genommen.

Ich habe mit Clomifen-Tabletten stimuliert, 2 Stück ab dem 3. Zyklustag. Naja und dann stehen die üblichen Untersuchungen an. Beim ersten Ultraschall hat er auf jeder Seite 4 bis 5 Eizellen gesehen, die wachsen könnten. Ich persönlich fand das recht viel unter Clomifen. Beim 2. Ultraschall waren aber plötzlich links gar keine Zellen mehr, die wachsen und rechts nur noch 2 Stück. Hoppla, wie kann das sein? Der Doc (übrigens "nur" Vertretung, da mein Doc im Urlaub war) riet uns zum Abbruch, da sich eine Punktion mit 2 Stück nicht lohnt. Die Kosten übersteigen den Nutzen. Da mein Mann aber nicht mit war zur Routine-Untersuchung, wollte ich das erst mit ihm besprechen. Immerhin hat er ja ein Recht das mitzuentscheiden. Und wir fanden 2 Eizellen unter Tabletten eigentlich normal. Der Doc hätte gerne 4 bis 6 Zellen gehabt.

Wir entschieden uns den nächsten Termin, den uns der Doc vorschlug, noch abzuwarten und dann zu entscheiden. Ich wunderte mich etwas, dass der nächste Termin erst am 15 Zyklustag war. Denn ich bin ja nicht downreguliert und befinde mich im natürlichen Zyklus. Aber ich dachte, der Doc ist ein Profi, der weiß, was er tut. Also sind wir zum 3. Ultraschall zusammen hingegangen. Auf dem Monitor waren nun 2 Follikel zu erkennen, die bereits 20 mm groß waren und einer mit 16 mm Größe. Der Doc sagte, dass die noch mal einen ordentlichen Satz gemacht haben. Allerdings war es für eine Punktion bereits zu spät, da der Eisprung kurz bevor stand. Kurz gesagt, der Doc hat uns falsch terminiert. Das brachte ein bisschen Frust.

Er schlug uns vor eine Insemination zu machen, um den Versuch irgendwie noch optimal zu nutzen. Ich habe mich dann Freitag abend gepritzt, um den Eisprung zu unterstützen. So sind wir dann letzten Samstag früh aufgestanden und ins Zentrum gefahren. Schatzi hatte seinen Spaß und wir hatten eine Stunde Zeit, bis ich dran war mit meinem Part. Wir sind gemüdlich frühstücken gegangen.

Wieder im Zentrum, durften wir einen Blick durch das Mikroskop werfen und die Zappelmänner begutachten. Sie hat uns das Sperma kurz nach Abgabe gezeigt und nach der Aufbereitung. Und es waren deutliche Unterschiede zu sehen. Nach der Aufbereitung war das Sperma "sauberer". Die unbeweglichen wurden weggewaschen und die Nährlösung - so eine Art Doping für die Schwimmer - zugegeben. Wir hatten nach Aufbereitung ungefähr 8 Millionen Spermien. Die Bedingungen für die IUI seien sehr gut, sagte uns die Frau Doktor.

Ich bekam die Spermien in die Gebärmutter und wir sind wieder nach Hause gefahren.

Sicher ist es vorstellbar, dass ich nicht viel, besser gesagt, gar keine Hoffnung in diese IUI lege. Wie auch, nach allem, was wir probiert haben... Warum sollte das jetzt mit IUI kappen. Das ist ja nichts anderes, als spontan schwanger zu werden. Nur, dass ein oder zwei Eizellen mehr da sind und das Sperma sich nicht noch durch den Zervixschleim kämpfen muss. Sie haben eine Abkürzung bekommen. Aber da hört es auch schon auf.

Das nächste Mal werde ich dann mit Tabletten und ein bisschen Menogon (Spritzen) stimuliert, damit wir auf 4 bis 6 Eizellen kommen. Der Doc hat mir außerdem erklärt, dass Eizellen, die unter Clomifen wachsen eine gute Qualität haben. Clomifen unterstützt das Wachstum, aber die Hauptarbeit übernehmen meine natürlichen Hormone. Die eigenen Hormone sind auch am sanftesten zu den Eizellen. Die Hormone, die man sich spritzt, lassen alles wachsen, auch die Eizellen mit geringer Qualität. Clomifen sollte man nicht länger als 6 Monate nehmen, da es die Gebärmutterschleimhaut beeinträchtigt. Diese baut sich nicht genügend auf, damit sich ein Embryo einnisten kann.

Die Tabletten lassen mich regelmäßig Hitzewallungen haben, das ist wirklich unangenehm. Ich schlafe schlecht und bin müde. Auch habe ich wieder einen Kugelbauch, mit dem mir fast keine Hosen mehr passen. Tja, so schnell steckt man wieder im Kinderwunschstress.

Aber: Ich sehe die Versuche jetzt als kleinen Bonus vor einer eventuellen Spende. Auch habe ich mich die letzten Monate recht gut mit unserer Kinderlosigkeit angefreundet. Daher kann ich dem ganzen recht gelassen entgegensehen. Darüber bin ich sehr froh. Wir werden einfach sehen, was die Zukunft bringt. Der Kinderwunsch ist nicht mehr zentraler Mittelpunkt unseres Lebens. Er ist für mich ein bisschen zur Nebensache geworden.



FOTO: aus Sand gebaut / Dänemark

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6. April 2011 / Lange KiWu-PauseErstellt am 6. April um 10:43 
6. April 2011 / Lange KiWu-Pause
Seit über einem halben Jahr machen wir keine Versuche mehr in Richtung Kinderwunsch. Und ich bin ehrlich froh, dass es uns damit gut geht. Lange war ich nicht im Forum oder im Blog aktiv, da ich merke, dass mir der Abstand gut tut. Außerdem merke ich, dass mein Mann hin und her gerissen ist, ob er sich eine Zellspende vorstellen kann. Ich denke, dass ich warte, bis er dahin gehend auf mich zu kommt. Immerhin betrifft ihn das genauso wie mich und es sollte daher eine gemeinsame und wohl durchdachte Entscheidung sein. Nie habe ich geglaubt, dass ich mit der Vorstellung kinderlos zu sein leben kann. Aber es geht. Irgendwann passiert das im Kopf ganz automatisch. Wichtig ist dabei nur, dass man sich andere Ziele definiert und Hobbys hat, die einen irgendwie erfüllen. Nach und nach bekommt man dann auch die Vorteile der Kinderlosigkeit zu spüren. Immer mehr drängen sich die Vorteile in den Vordergrund und die Nachteile verblassen ein wenig.

Das heißt nicht, dass ich keinen Kinderwunsch mehr habe, aber ich kann viel besser damit umgehen. Der Druck fällt Stück für Stück von den Schultern. Natürlich verhüten wir nicht. Wir legen es weiterhin darauf an, aber ohne hibbeln und große Hoffnungen. Alle Anzeichen sind meistens nur Mensanzeichen, auch wenn sie denen einer Schwangerschaft sehr ähneln. Es sind keine. Hibbeln ist sinnlos und anstrengend. Jetzt kommt der Frühling und wir werden die warmen schönen Tage und auch die verregneten genießen, in trauter Zweisamkeit.



FOTO: höchst gelegener Leuchtturm in Dänemark

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13. Oktober 2010 / Ein weiteres Negativ reiht sich einErstellt am 13. Oktober um 12:12 
13. Oktober 2010 / Ein weiteres Negativ reiht sich ein
Unsere letzten Eisbärchen wurden am 2. Oktober transferiert. Es waren ein 2-Zeller und ein 3-Zeller in A-Qualität. Heute durfte ich dann zum Testen kommen. Naja, es war wie erwartet: Mal wieder nicht schwanger.

Wir werden jetzt noch das Gespräch mit dem Doc suchen und dann überlegen wie es weiter geht. Ich würde mich gerne ins Ausland begeben, da unsere Möglichkeiten in Deutschland schlicht ausgeschöpft sind. Ich erhoffe mir endliche eine Diagnose. Eine Zellspende wird mit diesem Negativ noch attraktiver. Ich habe mich damit auseinander gesetzt und kann mir das durchaus vorstellen.



FOTO: Sonnenuntergang nach einem Regenschauer

30. August 2010 / Zurück aus dem UrlaubErstellt am 30. August um 16:46 
30. August 2010 / Zurück aus dem Urlaub
Sieben Tage waren wir nun in Ägypten und haben die Zeit dort sehr genossen. Gestern sind wir wieder geladet und dürfen jetzt noch eine weitere Woche Urlaub genießen.

Mittlerweile mache ich mir immer öfter die Vorteile der Kinderlosigkeit bewusst. Besonders ist mir das jetzt in Ägypten aufgefallen. Viele Familien mit Kindern haben wir gesehen. Und die meisten davon waren quasi an das Hotel gebunden. Wir hingegen waren in Kairo bei und in den Pyramieden, wir sind zwei Stunden mit den Quads durch die Wüste geheizt und sind stundenlang schnorcheln gewesen. Es war ein Abendteuer reicher Urlaub, der uns auch die nötige Erholung bot.

Nach diesem Urlaub werde ich aber die Zügel in die Hand nehmen und den letzten Kryo-Versuch starten. Danach beginne ich mit der Jobsuche und werde uns wahrscheinlich in Tchechen anmelden, um eventuell dort noch einen eigenen Versuch zu starten oder auch direkt mit einer Eizellspende zu beginnen. Mal sehen, auf jeden Fall geht es mir zur Zeit recht gut. Auch meine vier Wellensittiche helfen mir schöne Momente zu erleben. Die vier sind so goldig.
22. Juli 2010 / GebärmutteruntersuchungErstellt am 22. Juli um 14:04 
22. Juli 2010 / Gebärmutteruntersuchung
Heute hat der Doc einen Blick in meine Gebärmutter geworfen. Es dauerte keine 10 Minuten und ging ohne Narkose.

Er geht mit einem "Schlauch" - ein bisschen dicker als der vom Embryonentransfer - in die Gebärmutter. Vorne ist eine kleine Optik (Kamera) dran, es wird ein bisschen Luft in die Gebärmutter gepustet. Das merkt man nicht. Allerdings zieht es manchmal ein kleines bisschen, ist aber nicht schlimm. Fünf Fotos hat er gemacht. Der Befund ist unauffällig. Die Eileiter sind frei und auch sind keine Polypen zu sehen. Die Schleimhaut ist ein bisschen fleckig, weil ich zeitlich im Zyklus noch recht früh bin. Dem nächsten - und vielleicht letzten - Kryo-Versuch steht damit nichts im Weg.

Aber jetzt ist dann erst mal Urlaub angesagt und wir machen im September weiter.



FOTO: Unser neuer Welli aus dem Tierheim (kommt aus Einzelhaltung, hat bei mir aber Artgenossengesellschaft)
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