Anfang April hatte ich meine 7. IUI. Bei der 7. muss ich ehrlich sagen, fängt man an, sich so langsam Gedanken zu machen. Warum klappt es nicht? Was kann ich ändern? Wie soll es weitergehen?
Leider musste ich gestern feststellen, dass ich mich nun wirklich ernsthaft damit auseinander setzen muss, wie es weitergehen soll. Denn der Test war negativ. Bei der 7. IUI habe ich eine neue Taktik angewendet. Ich möchte nicht mehr warten, bis meine Regel kommt, sondern ich möchte es vorher wissen, anhand eines Tests, um zu versuchen, den Schmerz zu lindern, in dem ich mich quasi auf die Mens vorbereite.
Der Schmerz, dass er negativ war, hat mich dieses Mal sehr umgehauen. Aber es geht weiter. Einen Tag habe ich mir gegeben, um zu trauern, aber nun muss es weiter gehen.
Ich wechsele ab Juli die Klinik. Eine letzte IUI im Mai mache ich noch bei der alten, im Juni muss ich aufgrund unseres Urlaubs Pause machen und im Juli starte ich dann in der neuen Klinik. Dort mache ich nochmals 2-4 IUI's, und wenn es dann nicht geklappt hat, heißt es: Sparen! Wir haben eine schöne Klinik in Polen, Stettin gefunden. Der behandelnde Arzt hat sogar in Deutschland studiert. Der Preis für eine IVF, die ich vorhabe, dort machen zu lassen, ist sehr hoch in Deutschland und außerdem sind die Chancen im Ausland besser, aufgrund anderer Gesetze.
Es kann doch nicht sein, dass es niemals klappt. Es muss einfach irgendwann klappen. Alle sagen, man darf gar nicht dran denken. Wie soll das denn gehen?
Vor 5 Tagen war ich beim Doc zur 6. IUI. Mein lieber Mann, schon das 6. Mal.
Momentan lese ich verschiedene Ratgeberbücher. Ich muss einfach auch mal darüber nachdenken, was ich mache, wenn es jetzt wieder nicht klappt. Wann soll ich zur IVF übergehen? Was kostet sie? Wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit? Lohnt sich das? Soll ich einfach mal Pause machen? So viele Fragen, die mir durch den Kopf gehen. So viele Fragen, auf die ich eine Antwort brauche.
Ich bin wirklich guter Dinge, dass es diesen Monat klappen könnte... Ich weiß, das klingt jetzt doof.. Aber 6 ist meine Glückszahl :-)
Ansonsten kann ich sagen, dass ich nicht mehr so richtig hibbele. Zumindest im Moment nicht. Und immer, wenn mein Kopf ans Baby denken will, ermahne ich mich sofort, an was anderes zu denken :-)
Bei der Arbeit läufts ganz stressig die letzten Monate. So langsam bin ich fest davon überzeugt, dass es daran liegt. Der Stress. In allen Ratgebern steht drin, dass man beruflichen und privaten Stress so gut es geht vermeiden soll. Toll. Wie soll das denn gehen?!?
Aber nun gut. Ich will wirklich versuchen, mich diesen Monat nicht so schnell aus der Ruhe bringen zu lassen.
Noch 12 Tage, dann weiß ich ob es geklappt hat. :-)
Heute ist der 14. ZT. Eigentlich müsste ich heute Eisprung haben. "MÜSSTE"....hab ich aber nicht.
Mein Clearblue-Fertidingsbums-Monitor zeigt mir einfach keinen Eisprung an. Stattdessen seit 3 Tagen 2 Balken (also hohe Fruchtbarkeit) Da ich bei meiner 2.IUI den Fehler gemacht habe, erst am 16. ZT zum Arzt zu fahren und zu fragen, ob ich jetzt einen ES hatte oder nicht, bin ich heute einfach zum Arzt gefahren, damit der mal schauen kann, ob was ist oder nicht.
Ich habe ihm erzählt, dass ich jetzt diese Homöopathischen Mittel zu mir nehme und ihn gefragt, was er davon hält. Er sagte, dass er grundsätzlich denkt: "Was einem nicht schadet, kann nur helfen!" Find ich gut, diese Einstellung. Ich denk genauso :-) Außerdem habe ich ihm gesagt, dass ich auch diesen widerlichen Tee trinke. ZT 1-14 Himbeerblättertee und jetzt den Frauenmantelkrauttee. Naja, ich nehme das ehrlich gesagt, auch nicht sooo genau. Eigentlich hasse ich nämlich Tee und statt ihn mir täglich einzuflößen, trinke ich ihn einfach dann, wenn ich es mir zumuten kann, ihn runter zu würgen. Aber was macht man nicht alles...... ;-)
Also wie gesagt, mein Arzt findet es klasse, dass ich mich entschlossen habe, den Kinderwunsch durch natürliche Mittel voran zu treiben und es kann mir auch nicht schaden.
Dann hab ich ihm von meinen 2 von 3 Balken auf dem Monitor erzählt und dass ich aber lieber zu früh als zu spät komme. Deshalb hat er diesen Ultraschall mit dem Stab gemacht. Meine Schleimhaut sei gut aufgebaut und der Follikel ist 23mm groß. Und wir müssen heute direkt anfangen mit der Insemination. Also muss ich jetzt morgen und übermorgen nochmal hin.
Im Moment bin ich positiv gestimmt. Ich habe mir übrigens heute, morgen und übermorgen frei genommen. Ich bin nämlich fest davon überzeugt, dass der ganze Stress auf der Arbeit schuld daran hat, dass ich immernoch nicht schwanger bin.
So, jetzt google ich mal, ob die Follikelgröße in Ordnung ist.
Heute geht es mir richtig gut. Ich glaube, dass es mir gut tut, mal einen Monat auszusetzen. Wie soll ich sagen....Ich komme ein bisschen mehr zur Ruhe. Nehme mir wieder mehr Zeit für meinen Partner. Er leidet ja auch unter meinen Launen, wenn wir nach den IUI's in der Warteschleife sind und ich mich den ganzen Tag damit beschäftige, ob meine Periode nun kommt oder nicht. Es tut mir furchtbar leid, dass ich manchmal so böse und zickig bin, aber wenn man sich als sturer Widder etwas in den Kopf gesetzt hat und es einfach nicht bekommt, ist es auch nicht so einfach. Wenn er wüsste, wie sehr mir das alles ans Herz geht und wenn er wüsste, wie oft ich nachts still und leise weine, weil ich mir Vorwürfemache, das mein Körper schon wieder nicht in der Lage war, schwanger zu werden...Und jedes Mal, wenn ich meine Regel bekommen habe, ist der Schmerz am allergrößten.
Heute habe ich mich entschieden, eine meiner Ansichten zu ändern. Die alte Ansicht war: "Homöopathie ist der reinste Schwachsinn und Geldmacherei" Die neue Ansicht ist: "Homöopathie kann mir vielleicht helfen, schwanger zu werden und Hormondefizite auszugleichen, ohne dabei Nebenwirkungen zu bekommen oder Schaden davon zu tragen"
Ich habe den ganzen Abend im Internet gesurft und habe mich letztendlich für folgende Mittel entschieden:
Für Zyklustag 1-14 - also für einen super Eisprung ;-): Ovaria comp. und zusätzlich Himbeerblättertee
Für Zyklustag 15-30 - also zur Unterstützung der Einnistung: Bryophyllum comp. und zusätzlich Frauenmanteltee
Ich habe auch hier auf der Seite schon von einigen gelesen, die darauf schwören, also was soll's.... ich mach mit. Wie gesagt, kann ja nur helfen :-)
Ich versuche seit knapp 1 Jahr schwanger zu werden. Ich wusste nicht, dass es so schwer sein wird und hätte nie gedacht, dass es so lange dauert. Aber das ist nun mal so. Damit muss ich leben.
Vor ein paar Monaten bin ich auf diese Seite gestoßen und habe herausgefunden, dass es einige mit dem gleichen Problem gibt und dass man hier in den Foren ganz offen mit netten Leuten darüber schreiben kann. Es hat mir sehr geholfen, mich mit anderen über mein Kinderwunschproblem auszutauschen.
Mein Partner war vor einigen Jahren mal krank und ist seit dem nicht mehr ganz fruchtbar.
Ich habe seit meinem Kinderwunsch immer fest daran geglaubt, dass es mit Sicherheit auch "so" klappen würde. Ich bin schließlich jung und gesund, das gleicht doch sicher alles aus. Und es muss ja nur 1 einziger "Guter" dabei sein. Aber es hat nie geklappt. Jeden Monat ist für mich eine Welt zusammengebrochen, wenn ich mal wieder meine Regel bekommen habe.
Also sind wir zum Arzt. Er war nur zu gerne bereit, uns zu helfen.
September 2008 - 1. IUI
Unser erster Arztbesuch. Ich war ganz aufgeregt. Hatte ein seltsames Gefühl in der Magengegend. Hatte vor 2 Tagen geglaubt, meinen Eisprung gespürt zu haben und bin dann kurzfristig mit meinem Freund zum Kinderwunscharzt gefahren. Der hat mir dann genau erklärt, was er macht. Mein Partner muss Sperma abgeben. Dieses wird dann "sortiert und aufbereitet". Das Sperma wird dann mittels Katheter in die Gebärmutter gespritzt. Dann muss ich 3 Minuten liegen bleiben, kann dann aufstehen und heimgehen. Zack, so einfach ist das. Er sagt mir auch, dass die Chancen nicht unbedingt super sind, aber schon mal auf alle Fälle höher als bei der "natürlichen Methode", da er ja 1. nur gutes Sperma in die Gebärmutter spritzt und 2. das Sperma schon mal näher am Ziel dran ist. Alles klar. Hab ich gleich verstanden. Er hat mich gefragt, an welchem Zyklustag ich mich befinde (16. ZT) und einen Ultraschall gemacht. Ich hatte ein großes Follikel, also super Zeitpunkt zum "Spritzen".
Es ging alles sehr schnell. Zack, auf den Stuhl und das war's. Mein Partner hat mir den Kopf gestreichelt und mir gesagt, wie dankbar er mir ist und dass er mich liebt. Er war echt lieb. :-) Ich dachte einfach nur: Und das war's jetzt? Jetzt wirst du vielleicht schwanger? Seltsame Art und Weise, aber ok. Nun gut. Muss das ja nur einmal machen, wird sicher gleich geklappt haben. Ich fühle mich prima. Ha, da war ich echt naiv! ;-)
Ich war wirklich soooo überzeugt davon, dass es geklappt hat. Ich habe im Internet schon mal nach einen Babybett gesucht und mir ein Buch für Vornamen gekauft. Ich habe mich im Spiegel angeschaut und war fest davon überzeugt, dass ich irgendwie anders aussah. Es war irgendwas an meinen Augen. Sie strahlten vor Freude. Mein Freund, der schon die Jahre zuvor viele Enttäuschungen erlitten hat, hat mich hin und wieder sanft darauf hingewiesen, dass ich mich nicht zu früh freuen soll. Er weiß, dass es schwer für mich ist, aber es ist sehr gut möglich, dass es beim ersten Mal eben nicht gleich klappt.
Er hatte definitiv Recht. Nach 30 Zyklustagen hatte ich morgens nach dem Aufstehen einen roten Fleck in der Unterhose. Ich habe seeehr viel geweint und mich gefragt, was ich falsch gemacht habe. War ich zu aufgeregt? Habe ich "zu" positiv gedacht? Hatte ich mich zu sehr unter Druck gesetzt?? So nach dem Motto, vor lauter "Es hat sicher geklappt!" hat es eben nicht geklappt? Nach ein paar Tagen habe ich mich wieder gefangen und habe positiv, aber "vorsichtig" in den nächsten Übungszyklus geschaut.
Oktober 2008 - 2. IUI
Diesen Monat habe ich mit den Clearblue Fertilitätsmonitor begonnen. Es ist ein Gerät, dass 10 Urintests anfordert und mir genau sagen soll, an welchen Tagen ich fruchtbar bin und wann nicht. Das ist für mich wichtig, damit ich weiß, wann ich zum Arzt gehen soll. Zum Spritzen. Der Arzt sagte mir nämlich, dass ich am allerbesten 1 Tag vor dem Eisprung, am Tag des Eisprungs und 1 Tag nach dem Eisprung kommen soll. Also wird an 3 Tagen gespritzt. Mit dem Monitor komme ich anfangs nicht so zurecht. Ich muss die Anleitung 3 mal lesen, um dieses Gerät zu verstehen ;-) Und dann passiert etwas Seltsames: Er zeigt mir keinen Eisprung an! An meinem 18. Zyklustag fahre ich dann sicherheitshalber zum Arzt. Er meint, dass ich meinen Eisprung mit Sicherheit schon hatte und dass wir aber trotzdem spritzen können. Er sagte, dass es sein kann, dass ich meinen Eisprung etwas später hatte. Vor allem, wenn man darauf wartet, kommt er nicht. Also spritzen wir. Ich hatte aber gleich ein schlechtes Gefühl. Ich war einfach fest davon überzeugt, dass es zu spät war. Nach dem Eisprung ist die Eizelle nur noch max. 24 Stunden befruchtbar, und ich war mir sicher, dass ich nicht erst am 17. oder 18. ZT meinen Eisprung hatte. Von daher war ich nicht sonderlich überrascht, pünktlich zum 30. ZT meine Periode einsetzte. Enttäuscht und traurig war ich trotzdem. Und vor allem habe ich mir Vorwürfe gemacht, warum ich nicht früher zum Arzt bin. Im Nachhinein habe ich herausgefunden, dass es oft vorkommt, dass einem der Monitor im ersten Zyklus nur "Schwachsinn" anzeigt, da er einen erst mal kennenlernen muss. Vom Hormonhaushalt eben.
Fest davon überzeugt, dass es dann endlich mal klappen muss, bin ich in den 3. ÜZ.
November 2008 - 3. IUI
Das mit dem Monitor hat echt super funktioniert. Der Eisprungwurde mir für den 13. ZT angezeigt, also bin ich schön zum Arzt gefahren, super motiviert und sehr locker. Es wurden Scherze gemacht und es sind Sätze wie "alle guten Dinge sind 3" in meinem Kopf rumgegangen. Ich habe einige Tage nach der IUI eine kleine Schmierblutung gehabt und mich schon im Internet über Einnistungsblutungen informiert. Mir ging es prima und ich dachte: "Juhu, endlich hat's geklappt". Die Freude hielt aber nicht lange an, denn 1 Tag früher als sonst, nach 29 Zyklustagen bekam ich meine Periode. Scheiße.
Dezember 2008 - 4. IUI
Ich gehe am 12. ZT, 13. ZT und 14. ZT zum Arzt. Wobei der 14. ZT direkt an Nikolaus war. Mein Arzt macht Scherze und es fallen diesmal Sätze wie "na jetzt kann nur noch der Nikolaus helfen" usw... Ich fühle mich locker, entspannt. Ich schwöre mir, mich nicht unter Druck zu setzen und einfach ganz locker an die Sache ranzugehen. Und was ist? Am 19. ZT bekomme ich eine seeehr helle, leichte Blutung. Ein oder zwei Tage später ist mir grottenschlecht und schwindelig ohne Ende. An dem Zeitpunkt war die Entspannung dann vorbei. Ich bin nicht mehr locker. Ich bin aufgeregt! Das sind doch alles prima Anzeichen. Ich sage zu meinem Freund: "Schatz, ich glaube diesmal wirklich, dass es geklappt hat! Ich bin so aufgeregt. Und nach 28 Zyklustagen bekomme ich meine Regel. Ich kann nicht mehr. Ich bin gereizt, zickig, depressiv. Einfach fertig. Mein Körper verarscht mich. (Entschuldigung für den Ausdruck, aber es IST so). Jedesmal wenn ich auf Toilette gehe, sehe ich, dass es wieder nicht geklappt hat. So kurz vor Weihnachten. Ich bin so traurig und so enttäuscht. Ich frage mich, was ich noch machen soll? Ich rauche nicht, trinke wenig. Ich war wirklich entspannt und locker bei der IUI und die Tage danach. Was soll ich tun?
Habe ich eine Krankheit? Wieso bekomme ich denn diese hellrosa Blutungen, wenn ich noch nicht mal schwanger bin? Ich rede mit den Forummädels über Zysten, aber da blutet man nicht. Ich lese über Gelbkörperhormonschwäche. Aber wenn man eine Gelbkörperhormonschwäche hat, hat man lauter Internet eine viel kürzere 2. Zyklushälfte als die Normalfälle.
Also was hab ich? Falls einer übrigens schon mal in einer ähnlichen Situation war (Zwischenblutungen usw.) bitte melden ;-) Danke :-)
Januar 2009 - keine IUI
Diesen Monat kann ich nicht zum Arzt.
Zum Zeitpunkt meines Eisprungs (Silvester) hat mein Arzt Urlaub. Davon abgesehen hätte ich diesen Monat eh ausgesetzt. Ich bin noch zu traurig vom letzten Ergebnis. Es tut mir weh ohne Ende. Mein Partner ist auch nicht mehr der Jüngste. Und er wartet schon sooo lange darauf, endlich Vater werden zu können. Ich wünsche mir nichts mehr, als ihm diesen Wunsch endlich zu erfüllen. Seine Ex-Frau konnte es nicht. Aber ich werde es. Hoffe ich.
Viele Leute in den Foren, sind ja sehr optimistisch, was 2009 betrifft. Leider hat mich der Optimismus noch nicht wirklich erreicht. Bin nach wie vor in Weltuntergangsstimmung und hab mir jetzt ein Psycho-Buch bestellt. "Gelassen durch die Kinderwunschzeit". Schauen wir mal, ob es mir was bringt.