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Ein anderes ich


Von: wantfem
wantfem

Beschreibung:
Es gibt im Leben so viel mehr als nur das was wir glauben haben zu wollen. Vieles von dem was wir begehren, erreichen wir nicht, weil wir zu viel Angst haben aus unserem gewohnten Leben auszubrechen und unsere Träume zu leben.

Das kennt jeder Mensch. Wir leben um auf ein Ziel zuzusteuern. Doch vergessen wir dabei sehr schnell uns selbst und wer wir eigentlich sind. Auch ich habe einen Wunsch den ich mir seit meiner Kindheit sehnlichst erfüllen möchte.

Nur eine Minderheit weiß wie es sich anfühlt, wenn man allmählich seine Identität zu verlieren glaubt und mit ihr den Willen so zu leben, wie es einst geplant war. Damit meine ich, stellt euch vor, ihr seid nicht wie die anderen, ihr habt Gefühle, Charakteristika und Eigenarten entwickelt, die euch fremd aber doch wunderschön erscheinen. Ein schleichender Prozess der sich in euer eigentlich gut verlaufendes Leben einschleicht. Ihr könnt nur zusehen aber nichts daran ändern.

Nun geht weiter mit diesem Gedanken und stellt euch vor ihr würdet Gefallen daran haben und es lieben lernen, bis ihr merkt nicht in die Rolle, die euch die Gesellschaft vorgibt zu leben, zu passen und erschrocken auf das bisher gelebte zurückblickt. Ihr erkennt, dass etwas falsch lief und, dass man etwas falsches getan hat. Sein eigenes Spiegelbild zerfällt allmählich. Man fühlt sich hin und hergerissen.

Will man das Schöne oder das Gewohnte sichere? Will man endlich die Person sein, die man im Herzen schon immer sein wollte? Bleibt ein Teil zurück? Es wäre unumkehrbar. Ein Wunsch den man zum Greifen nahe hat, den man dennoch vor Angst nicht zu fassen wagt. Was hat das dann für eine Bedeutung frage ich euch?

Ich weiß es nicht. Ich habe jedoch diese besagte Angst es nicht allein zu schaffen.
In diesem Blogs erfahrt ihr mehr über das WAS, WARUM und vor allem das WANN.


Kategorie: Tagebuch-Mein Leben

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 Ein anderes ich 
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Idikation - HormontherapieErstellt am 18. März um 21:30 
Idikation - Hormontherapie
Es ist viel Zeit vergangen seit meinem letzten Eintrag. Das hat auch seine Gründe. Lange Zeit brauchte ich um mich mit meinem Leben auseinander zu setzen und die schweren Phasen meiner Depression etwas in den Griff zu bekommen. Jetzt bin ich an einem Punkt angekommen, bei dem es gilt nur noch auf sich selbst zu achten und sich mehr in den Vordergrund zu stellen. Wer in solch einer Situation steckt und sich täglich mit seiner Transidentität und den Alltagsproblemen auseinandersetzt wird verstehen, dass es irgendwann einfach nicht mehr voran geht.

Das habe ich auch erlebt. Seit 2009 mache ich nun eine Therapie und versuche mein Leben aufzuarbeiten. Ich sage mit Absicht "versuchen", da es nicht einfach ist Teile seines Lebens hinter sich zu lanssen und mit gewissen Themen abzuschließen, die einen bis jetzt geprägt haben. Denn es gilt nun das hier und jetzt zu verändern, es zu verbessern.

Dabei drängt sich mir täglich die Frage in den Kopf, wie willst du dein Leben leben? Darauf habe ich noch immer keine Antwort gefunden. Viel eher ist es noch schwerer geworden. Nebenbei muss man sich dem Leben stellen und hat nicht immer die Kraft nach Antworten zu suchen. Doch es ist wichtig diesen Teil seines Lebens nicht wegzuschrieben, weil es so einfacher ist. Vielmehr sollte man offener zu sich selbst sein und gewisse Tatsachen akzeptieren. Wie z.B. die eigene Weiblichkeit. Man spührt sie und man weiß, dass sie egal wo es einen hinzieht immer präsent ist. Ich hatte es auch mehrfach versucht diese Tatsache zu verdängen, doch musste ich schnell erkennen, dass mich mein Inneres irgendwann wieder einbgeholt hat.

Jetzt nach über einem Jahr der Therapie und der Auseinandersetzung mit meiner eigenen anderen Seite bin ich zu dem Entschluss gekommen einen Schritt auf dem Weg der Selbsterkenntnis zu gehen und habe mich an einen Facharzt für Hormontherapieen gewandt. Nur so kann ich in der nächsten Zeit erleben wie ich mir meine Zukunft vorzustellen habe. Dabei ist es wichtig, dass neben den ganzen körperlichen Veränderungen auch der Geist sich verändert. Ich kann nun sagen mich auf einem guten Weg zu befinden und mich nicht mehr im Kreis zu drehen. Das ist ein wichtiger Schritt über den ich lange Zeit nachgedacht habe. Es kann nur etwas Gutes dabei herauskommen, da ich stehts fühle meinem Ziel einen großen Schritt voranzukommen

In den nächsten zwei Wochen werde ich mich also einigen Tests stellen müssen. Dabei wird vom Arzt untersucht wie es um den eigenen Hormonspiegel und den Organen steht. Zudem ist es nun an der Zeit den Therapeuten um eine Indikation für die Hormonbehandlung zu bitten. Das war in meinem Falle kein Problem. Ich kann anderen hier auch nur raten sich ebenfalls viel Zeit zu nehmen und alles ausgiebig in der Therapie zu besprechen. Wenn man schon Jahre lang wartet und leidet will man verständlicherweise schnell ans Ziel kommen, doch ist es zu empfehlen auf die innere Stimme zu hören. Was von Herzen kommt und einem ein gutes Gefühl verschafft, kann nur gut für die Seele und das Leben sein.

Da nun alles bereit steht werde ich mich nun auf die kommende Behandlung einstellen und versuchen alle Veränderungen auf mich wirken zu lassen, bis ich erkenne ob der begonnene Pfad auch der richtige für mich darstellt. Zudem werde ich alle optischen Veränderungen in einem Fototagebuch festhalten.

An dieser Stelle wünsche ich allen Gleichgesinnten weiterhin stark zu bleiben und sich die Zeit zu nehmen, die sie brauchen. Niemand drängt euch zu etwas.

Hier noch die Adresse des Arztes:

Dr. med. Christoph Georg Schuler
Allgemeinarzt, Hausarzt
Turmstr. 76a
10551 Berlin

Tel: 030 391 20 21/22


Ende von Eintrag - 6 -
TherapiebeginnErstellt am 11. Februar um 18:41 
Therapiebeginn

Nach der Beratung bei ABqueer ging es mir schon deutlich besser, ich habe mich sehr erleichtert gefühlt und bin voller Zuversicht und einer menge Glücksgefühlen im Bauch durch die Dunkelheit zurück zur UBahn und ab nach Hause. Auf dem Weg machte ich mir viele Gedanken, wie ich mich am Besten unbemerkt von meinen Kollegen und meiner Familie in eine Therapie begeben kann. Meine Entscheidung hierfür habe ich schnell getroffen.
Ich wollte unbedingt zu einem Fachmann/frau für Menschen mit Identitätsproblemen und Depressionen. Jemand der mich nicht doof anschaut, wenn ich ihm von meinen Wünschen und Problemen auf meinem Leben erzähle.

Meine Wahl viel auf den dipl. Sexualtherapeuten G. Schon vom Centrum für Sexualwissenschaften (CSW) in Berlin. Schon das erste Gespräch schien aus meiner Sicht sehr vielversprechend zu sein. Ich hatte sofort ein positives Gefühl ihm gegenüber und konnte mich trotz meiner Anspannung sofort öffnen und meine Gedanken quer durch den Raum schießen. Soviel ich auch sagen hätte wollen, die Zeit verging wie im Fluge. So kam es dann nach einem ausgiebigen Erstgespräch, dass es hieß, Zeit um, ab nach Hause. Doch hatte ich mich innerlich schon sehr gefreut so jemanden gefunden zu haben und meine Therapie zu beginnen.

Für mich stand jedoch im Vordergrund herauszubekommen, was meine Gefühle auslöst. Warum ich so empfinde und ob ich ggf. doch nur Neigungen zum weiblichen habe. Viele Fragen, die mir immer so viel Kraft genommen haben. Die mir schlaflose Nächte und unruhigen Schlaf verschafft haben.

Von meinem Hausarzt habe ich kurze Zeit nach dem Erstgespräch im CSW eine Überweisung zur Psychotherapie bekommen. Es war einfach super, die Möglichkeit zu haben endlich eine Fachperson zu haben, die einem Hoffnung in so harten einsamen Tagen verschafft. So hatte ich nach jeden Gespräch ein gutes Gefühl und sammelte wieder neue Kraft. Leider ist ein 50 minütiges Gespräch nicht genug um soviel Zeit und soviele Fragen aufzuarbeiten. So hatte ich viele Wochen sehr zu kämpfen. Arbeiten konnte ich so nicht mehr, und mein Tagesrythmuss ist alles andere als normal geworden. Schlaf und ständiges Grübeln und viele viele depressive Phasen waren an der Tagesordnung.

In den Sitzungen jedoch konnte ich vieles was mir am Tage durch den Kopf ging loswerden:

# Wieso fühle und denke ich so anders?
#Was mache ich anders?
#Wie habe ich mich seither gefühlt?
#Was für Wünsche habe ich an die Zukunft?
#Wird mein Leben so besser werden?
#Kann ich es schaffen?
#Mache ich hier einen Fehler und verbaue mir mein Leben?

Ich denke viele Menschen, denen es wie mir geht fragen sich solche Dinge und noch viele hunderte Fragen mehr. Das führt einen in tiefe Lebenslöcher aus denen man oft nur zu Verzweiflungstaten kommt.

Ich rede hier von Überlastungen. Jeder hat Ängste und kann diese manchmal nicht abbauen und so steigen diese immer weiter an.
Auch ich habe mich hatte so eine Grenze überschritten und hatte im Rausch des Alkohols und nach einer durchzechten (Partynacht) keinen Ausweg mehr gesehen. Das Grübeln begann aufs neue und voller Verzweiflung griff ich zur Klinge. Ich war nur knapp davor mir das Leben zu nehmen um endlich Ruhe und Frieden im Leben zu haben. Ballast abzulegen, den sich ein "normal-denkender" Mensch nicht vorzustellen mag. Aber in diesen Sekunden hatte ich den entscheidenen Schnitt nicht gewagt, vielmehr endete mein Tiefpunkt in einem Rot aus Blut und Schnittwunden entlnang meines Armes. Es sah so aus, wie ich mich innerlich seit Jahren fühle.

Ich bereuhe diesen Abend nicht, da er doch ein Teil meines Lebens darstellt. Es zu beschönigen, hieße sich seiner selbst nicht wahrzunehmen. Das machen auch nur Menschen, die eben nicht auf Ihre inneren Gefühle hören können. Drum ist es umso mehr unsere Aufgabe es Ihnen verständlich zu machen.

Heute sind die Wunden alle rückstandslos verheilt und ich habe viele Dinge über mich erfahren können. Ich kenne meine Granzen und habe erkannt, dass der Zeitpunkt gekommen war mein Leben von grundauf zu ändern. Kein Versteckspiel mehr, keine Lügen und kein Leid mehr.

Somit beschloss ich die Therapie als Neuanfang zu nehmen und suchte zudem das Gespräch mit der ganzen Familie. Ich möchte euch anhand dieser Lebenssituation nur klar machen, dass es nichts schlimmes ist, verzweifelt nach Dingen zu greifen, die einem als letzten Ausweg erscheinen und als die richtige Wahl. So hat man doch einen klaren Verstand und hört endlich auf die innere Stimme. Also habt keine Angst vor euch selbst. Niemand kann dies zu einem Vorwurf auslegen.

Auch jetzt befinde ich mich noch in der Therapie. Eine Entscheidung die ich nie hätte besser treffen können!

Ende von Eintrag - 5 -


Beratung bei ABqueerErstellt am 26. Oktober um 20:07 
Beratung bei ABqueer
Letzten Donnerstag war ich zu einem Beratungsgespräch bei ABqueer in Berlin. Ich muss sagen ich hatte ganz schön Angst, weil ich nicht genau wusste, wie ich mein Aliegen rüberbringen soll. Doch erstmal angekommen, fühlte ich schon keine Angst mehr.

In dem Gespräch habe ich sämtliche Themen angesprochen, von dem Zustand in dem ich mich momentan befinde und dem Zwiespalt der mein Leben prägt, über die Hormonbehandlung und Erfahrungungen von Betroffenen. Es war einfach unbeschereiblich jemanden gegenübersitzen zu haben, der einen versteht und genau weiß, wie man sich fühlt. Ich habe vieles erfahren und verstehe auch, dass ich nicht alles kontrollieren muss und auch mal versuchen muss nicht alles negativ zu sehen und mich auf mein Ziel zu konzentrieren... Ist leicht gesagt!

Vielleicht werde ich mich einer Jugend-Trans-Gruppe anschließen um mal andere Leute wie mich kennen zu lernen und noch mehr Mut zu schöpfen. Allgemein gesehen geht es mir ja nicht besonders gut.

Am kommenden Donnerstag jedoch, habe ich meinen ersten psychologischen Termin im Centrum für Sexualwissenschaft. Von dort aus wird sich alles weitere Regeln und in eine richtige Bahn verlaufen.

Alle unter euch, die noch nicht soweit sind, rate ich wirklich sich mal an eine Beratungsstelle zu wenden und dort offen über alles zu reden. Die Leute helfen und das nicht zu wenig!

Meine Freunde und Familie (teils) stehen vollkommen hinter mit und zu jeder meiner lebensverändernden Entscheidungen. Und immer mehr Menschen aus meinem Umfeld wissen um mich Bescheid. Jeden Tag bekommt man mehr Zuversicht, aber auch noch eine Menge Ungewissheit. Wie auch immer, ich hoffe auf den Donnerstag!

Ende von Eintrag - 4 -
Frauenarzt?... !Erstellt am 28. August um 16:07 
Frauenarzt?... !
Gestern war der sowie heißersehnte und sehr gefürchtete Tag. Mein Arzbesuch bei der Frauenärztin stand bevor. Um ehrlich zu sein verging die Zeit sehr langsam und ich machte mir kaum Sorgen darüber, wie ich an die Sache heran gehen soll.

Als es dann soweit war, hatte ich nur noch Angst. Vor allem. Schon die kleinen banalen Dinge wie:

"Wie würde es sein, wenn ich mich anmelden soll?"
"Wie soll ich mich vorstellen?"
"Wie gehe ich damit um, dass mich alle im Wartebereich ansehen?"

Ich stand also vor vielen Fragen und einer Mauer die sich in meinem Kopf gebildet hatte. Ziehe ich das durch oder bleibe ich mit allem was bis her geschafft wurde auf der Strecke? Ich war kurz bevor ich ankam so nervös, dass ich meinen ganzen Mut verlor und es nicht viel fehlte, die Heimfahrt anzutreten.

Doch zum Glück habe ich das nicht getan und machte mich auf den Weg. Dort angekommen stand ich vor Starre im Eingangsbereich. Frauenärztin stand überall groß auf den Schildern. Ein Revier, dass mir nicht behagte. Ich nahm allen mir verbliebenen Mut zusammen und ging hinein mit einer gespielten Lockerheit und Leichtigkeit beschritt ich die Praxis.

Doch zu meiner Erleichterung war sie leer. Keine Frauch weit und breit, mit Ausnahme der Empfangsdame. Ich meldete mich also schnell an und setzte mich in den Wartebereich. Ich entspannte mich zusehends... Bis die ersten Partientinnen hereinkamen und sich zu mir setzten. Aber auch diese Hürde habe ich genommen und wurde nun endlich gerufen.

Die Doktorin war sehr aufgeschlossen und freundlich. Ich als Frau würde mich ihr jederzeit in die Hände geben. Sie stahlte so viel Freundlichkeit und Kompetenz aus, dass es mir nicht schwer fiel offen auch über mein Problem zu sprechen. Von der Beratung bis zum 1. Hormontest fühlte ich mich nicht unwohl. Im Gegenteil, ich bekam immer mehr Bestätigung und Freude daran. Im Anschluss bekam ich noch eineKontaktadresse von ihr und wir verabschiedeten uns ... Bis zum nächsten Termin!

(Nachtrag für Interessierte)

Kontakt zur Praxis

Dr. med. Simone Borchardt

Turmstr. 46, 10551 Berlin-Tiergarten

Tel. 030 / 392 10 78

Fax. 030 / 3990 8640

E-Mail: Praxis@DrBorchardt.de



Ende von Eintrag - 3 -


Comming OutErstellt am 1. August um 14:37 

So schlimm die Tage und Nächte auch sein können, zeigt der Tag doch oftmals, dass nicht immer alles schlecht ist, was auf dem ersten Blick so wirkt. Nicht jede Einschätzung trifft auf einen wahren Kern. So habe ich das gestern erlebt...

Ich hatte das große Bedürfnis mal wieder mit meiner Mum zu sprechen und sie auf den neusten Stand zu bringen. Etwas Smalltalk und nicht mehr, so dachte ich mir das. Doch schon nach einer Stunde entwickelte sich unser Gespräch vom allseits Gewohnten zu Themen wie Familie, Probleme und natürlich, wie sollte es auch anders sein, Politik. :)

Wir sprachen viel und die Zeit verging ziemlich schnell. Irgendwann stießen wir wieder auf die Frage: Wie es mir denn erginge und ob es mir schon besser geht? Dazu muss ich noch folgendes erwähnen. Zu dem Zeitpunkt wusste niemand aus der ganzen Familie etwas von dem Grund meines Leidens. So versicherte ich ihr, dass ich mich darum kümmere und es mir nicht besser ginge, ich jedoch niemanden damit belasten will. Nach einer weiteren Stunde und vielen Hin und Hers war in mir eine Blockade eingerissen. Die Angst mich zu Outen wurde immer kleiner. Ich wusste ja schließlich sehr genau, dass meine eigene Mutter mich niemals verstoßen würde.

So sprudelten immer mehr Informationen aus mir heraus und ich gab ihr die Möglichkeit die einzelnen Puzzleteile zusammen zu setzen und sich ein Bild davon zu machen, ohne dass ich mich selbst ins "gefürchtete" offene Messer stürzen musste.

Dann kam der Moment in dem die erkannte was Sache ist. Jetzt wusste sie es und sprach ihre Vermutung aus. Ich hatte dann auch nicht mehr viel zu sagen. Ich habe dann meinen ganzen Mut zusammengenommen und habe versucht so offen es geht über das Thema zu sprechen. Irgendwie fühlte ich mich sehr befreit. Der erste Schritt war also getan und nun warteten noch viele weitere dieser für mich zuerst unüberwindbaren Situationen auf mich.

Ich habe aber neuen Mut gefasst und möchte an dieser Stelle auch allen die dasselbe Problem haben. Die diese Angst haben sich vor Familie und Freunden zu outen nur sagen, dass ihr nie allein seid. Versucht es auf diesem Wege. So erspart ihr euch viele Peinliche Situationen. Am Telefon hat man diese schützende Distanz.

Als nächstes muss ich mir Gedanken machen, wem ich als nächstes gestehe und vor allem wann...

Ich habe jedenfalls das Gefühl, dass meine Mutter als Mittelpunkt der Familie mich niemals an den Rest der Familie ausliefern würde.

Meinen Termin am 27.08.09 bei Fr. Dr. Borchardt (Frauenärztin) erwarte ich auch schon sehnlichst. Ich habe Tausend Fragen an sie. So viele Dinge die mir im Kopf herum spuken. Vielleicht schaffe ich es nicht allein, aber mit Freunden und Familie werde ich mein Ziel aus der Ferne in greifbare Nähe rücken lassen.

Ende von Eintrag – 2 -


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