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Trigger Linien von Rasierklingen


Von: bremerin1971
bremerin1971

Beschreibung:
Seit Juli weiß ich, dass ich das Borderline-Syndrom habe. Von jetzt auf gleich kann sich meine Stimmung so verändern. Dann kann ich nicht anders, muss mich ritzen...

Kategorie: Tagebuch-Mein Leben

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Grand jeu-concours dans le blog de l’équipe  Fragen, Meinungen, Anregungen... Wir freuen uns auf Sie in unserem Team-Blog!
 Trigger Linien von Rasierklingen 
 
Ein ständiges Auf und Ab der Gefühle...Erstellt am 30. Juli um 11:00 
Ein ständiges Auf und Ab der Gefühle...
Bei mir herrscht eine berg- und Talfahrt von Gefühlen. Zum einen bin ich schlecht drauf, weil ich mich selbst ja so hasse, dann wieder gut drauf, weil ich meine Thera sehe, dann aggressiv, wenn ich mich ungerecht behandelt fühle, dann frustriert, weil ich keine Partnerin finde. Sobald die Frauen mein Bild sehen, erlischt das Interesse eh sofort wieder und gibt mir die Bestätigung, dass ich hässlich bin. Muss ich ja sein, wenn alle Frauen sich bei Konfrontation mit meinem Äußeren abwenden oder nicht mehr melden.
Habe hier schon öfters erlebt, dass mir welche sagten, dass es auf den CHARAKTER ankommt, und NICHT auf das AUSSEHEN! Mittlerweile - oder besser noch seit der Pubertät - halte ich das glatt für eine Lüge! Kriege das doch immer zu spüren, dass ich nicht den von den Frauen gewünschten Normwerten entspreche. Kommt von mir ein Bild ins Spiel ist alles aus, OVER AND OUT. Es ist auch kein Wunder, dass es Leute mit Essstörungen gibt, Leute, die sich auf dem OP-Tisch legen, um sich Fett absaugen zu lassen. Schönheit siegt, die anderen sind Looser, die da nicht mithalten können, sind wohl seeehr wahrscheinlich die LOOSER, auch wenn es allgemein gelugnet wird.
Muss mein Essen wohl noch drastischer reduzieren. Bin immer noch zu fett, ZU viel von mir noch vorhanden. Und jedes meiner plötzlich auftretenden Gefühle hat immer kleinste Auslöser, die mich impulsiv werden lassen. Vllt. schafft es meine Thera auf die letzten Meter noch, mich mal "emotional herunterzufahren" und meine für mich gefährliche Impulsivität zu bremsen.
Leider kann man sich sein Aussehen nur aussuchen, wenn man das nötige Kleingeld hat.
Kommentare ansehen (1)
ScheißlebenErstellt am 28. Juli um 20:45 
Scheißleben
Ich will es nicht mehr, hasse es. Werde wohl ewig alleine bleiben und keine Frau finden.
Im Gedanken trete ich mein Leben in die Tonne, es ist kein Leben, es ist ein Sondermüll, weiß nicht, wo ich entsorgen soll und wie ich es entsorgen soll.
Meine Impulsivität bricht mir das Genick, weil ich mein behindertes Scheißhirn nicht einschalte, bevor ich etwas sage. Aber das will ich mir wirklich richtig brechen.
Ich weiß nicht was los ist. Es war schön bei meiner Thera, und bei ihr ging es mir gut, auch wenn es um ein belastendes Thema ging.
Aber auf der Arbeit gehen manchmal die Pferde mit mir durch, wenn ich mit belastenden Dingen konfrontiert werde, gemeinerweise auch von meinem Chef.
Es ging lediglich darum, dass deine Gesprächsgruppe morgen und übermorgen Essen bestellt haben möchte. Ich soll es bestellen. Ich dachte, ich wäre da aus dem Thema Essen raus. Hätte sagen können, jo wird bestellt, da fange ich an zu diskutieren, wer dafür normalerweise echt zuständig ist.
Essen - waaah, mein Feind, mein Fettmacher über die Jahre. Aber da können die Chefs nix für. Die tun das, was der Mensch braucht, sich ernähren, um zu leben.
Esse ich aber, habe ich das Gefühl, wieder fett zu werden.
Okay, nächstes Mal mache ich halt nicht so ein Aufhebens um die Sache, bestell es einfach - und fertig!
Innere Leere und noch mehrErstellt am 28. Juli um 7:46 
Innere Leere und noch mehr
Kennt das jemand: Man fühlt nichts, weiß nicht, wie es einen geht, weiß nicht, wohin mit sich und was er tun soll? So geht es mir gerade. Es gibt 1000 Dinge für mich zu tun, aber ich langweile mich dennoch. Und innerlich fühle ich mich wie leer, alle Gefühle wie weggefegt. Dementsprechend weiß ich kaum etwas zu berichten. O doch!
Gestern rief meine beste Freundin an und fragte ob ich Lust hätte, ab August oder September in einem Line-Dance-Kurs in Bremen mit zu tanzen. Klar habe ich. Sie selbst ist Line-Dance-Trainerin und leitet den Kurs.
Heute sehe ich meine Therapeutin wieder, und wie immer freue ich mich auf sie. Ich mach Psychoanalyse. Leider ist das alles bald vorbei. Und wie immer haben Borderliner besonders starke Trennungsängste, sodass es für eine Therapeutin zur Überforderung geworden ist. Dies spürte ich, und ich legte so einige Gänge zurück, um sie nicht unter Druck zu setzen. Innerlich bin ich zwar der Meinung, dass ich noch Therapie bräuchte. Vllt, liegt es auch an ihr, weil ich sie nicht loslassen möchte. Aber ich MUSS es doch! Klammere ich, wird sie mit Sicherheit irgendwann die Nase von mir voll haben. Dabei hat sie halt die Möglichkeit offen gelassen, dass wir uns schreiben, uns gegenseitig erzählen, was aus uns geworden ist. Und ich mach jetzt nicht die ganzen 300 Std, sondern behalte mir vier Std. für den Notfall zurück. Ansonsten, was Therapieangebot betrifft, müsste ich mich nicht beklagen. Denn ich kann an einer DBT-Gruppe teilnehmen, die auch ambulant ist. Na ja, mal sehen, was wird...!
Selbsthass und SuizidErstellt am 26. Juli um 18:14 
Ich hasse mein Leben wie die Pest, habe todessehnsucht. Nun habe ich ja auch Psychoanalyse, bald sind 300 Std. voll, 4 Std. hebe ich mir für Krisenintervention auf.
Ich habe eine total süße Therapeutin, die ich total lieb habe. Dementsprechend wird mir das Therapieende sehr schwer fallen.
Na ja, da muss ich echt durch. Zudem hat meine Thera mir auch gesagt, dass der Kontakt ja nicht unbedingt abreißen muss, sie will schließlich auch wissen, was mit mir wird. Na, das gibt mir schon ein wenig Mut. Schreibe ich ihr, meldet sie sich auch. Na, IHR glaube ich das, auch wenn mir andere was versprochen und nicht gehalten haben. Ihr vertraue ich...
Aber trotzdem...
Dass es mir schlecht geht hat mir ihr nichts zu tun.
Hatte schon Suizidgedanken, das kommt immer wieder vor.
Ein Depp brachte den satz den ich so hasse. Zuerst sagte er, dass es für keine Methode eine Garantie gibt, dass man auch echt stirbt. Er sagte:

DEN HASS-SATZ FÜR MICH ÜBERHAUPT, ERST RECHT IN MOMENTEN VON DEPRESSIONEN UND TODESSEHNSUCHT:

"Es gibt keine Garantien, ob die >Methode auch zum Ziel führt. Und das ist auch gut so.

DENN DAS LEBEN IST SOOO SCHÖN!"

"Ja, nee, is' klaa!" hatte ich nur spöttisch gedacht. Warum aber hatte ich nichts gesagt? Und warum habe ich meinem Impuls nicht nachgegeben und habe den Integrationsdienst verlassen? Dabei widert der Typ mich doch total an.

PsychiaterInnen und Ärzte müssen unser Leben erhalten, retten und sichern. Auch das Leben von suizidalen Menschen. Warum eigentlich? Es gibt doch Menschen, dessen Leben so kaputt ist, weil sie vergewaltigt, geschlagen oder gemobbt wurden, die psychisch fertig gemacht worden sind und die immer wieder auf Ablehnung stoßen, ohne dass sie einen schlechten Charakter haben, sondern hässlich, entstellt oder psychisch krank sind. Müssen sie mit den Erinnerungen leben? Damit immer wieder gequält oder konfrontiert werden? Das Leben ist doch für die gelaufen, vorbei.

Die Leser werden hier denken, dass ich mein Leben verdammt noch einmal endlich in die Hand nehmen soll. Das habe ich immer wieder und immer wieder, gar mit Hilfe versucht - ohne Erfolg. So geht es mit Sicherheit auch den anderen Suizidalen.



Selbsthass und Suizid
Selbstverletzungen...Erstellt am 25. Juli um 21:33 
Selbstverletzungen...

Ich trage die Klingen mittlerweile immer bei mir,
auch zur Arbeit nehme ich sie mit, denn wenn es Stress gibt oder sich meine Stimmung aus anderen Gründen verändert, gehe ich dem Druck nach, verletze mich, schneide mich.
Was mir das bringt? Es ist ein innerer Druck, der sich bei Menschen einstellt, die ein verzerrtes selbstbild von sich haben, die sich z. B. nicht mögen.
Fließt mir das Blut über den Arm, geht es mir irgendwie besser. Der druck ist weg, ich bin ruhiger. Ich brauche das genauso wie Raucher ihre Zigaretten. Es ist für mich eine Sucht wie Alkoholismus. Doch die Sucht ist schädlich.
Wie fing es alles an?
Zu Selbstverletzungen in anderer Form neigte ich bereits als Teenie. Ichj kratzte mir die Arme blutig, missbrauchte meine Theophyllin-Tabletten, indem ich zuviele davon schluckte. Als das begann, war ich 13.
Ich hatte Streit mit meiner Oma. Dann kratzte ich, bis alles nässte und klebte.
Ein anderes Mal schluckte ich ca. 8 Theophyllin-Tabletten, weil mein Opa seine miese Laune an mich ausließ und mir während eines Telefonats das Telefon wegnahm.
Dies machte ich öfters.
Nachdem meine Mutter gestorben war, hatte ich niemanden mehr in der familie, an dem ich mich halten konnte. Ich war der familie im Weg, konnte denen nichts recht machen. Doch meine versuche, einen Job zu finden, sabotierten sie. Sie brauchten doch ihre Putze, die ich war. Ja, ich war nicht Tochter, Schwester, usw. man nutzte mich nur aus, ich hatte mit 22 Jahren keine Rechte, nur Pflichten.
Also schluckte ich wieder Tabletten. Doch es besserte sich nichts.
Als ich dann nach bremerhaven zog, hörte das mit den tablettenschlucken auf.
Doch letztes Jahr begann ich zu Ritzen, weil ich im Job sehr viele Fehler machte und dies durch andere bemerkt wurde.
Zuerst machte ich es mit den Spitzen einer Nagelschere.
Irgendwann genügte mir das nicht mehr, ich wechselte zu einem Cutter über. Es dauerte nicht lange, bis ich mir Rasierklingen kaufte...
Manchmal geht es mir so schlecht, dass ich ritze, die Wunden trockne. Wenn es nicht mehr blutet, bearbeite ich den Arm weiter.
Manchmal trage ich gar Verbände, manchmal verzichte ich darauf. Je nachdem, wie schlimm ich sie zugerichtet habe und ob ich kurz darauf irgendwo hin muss.
Soll es jemand nicht sehen, versorge ich die Wunden mit Verbänden. Fragt dann jemand, sage ich, dass ich mich verbrannt hatte oder denke mir sonst etwas aus.

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