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Das Schweigen brechen...


Von: babyschatzi
babyschatzi

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Kategorie: Tagebuch-Mein Leben

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 Das Schweigen brechen... 
Das Schweigen brechen. Vom Schicksal erzählen...Erstellt am 2. November um 22:00 

Ich möchte es endlich loswerden. Ich mache eine Selbsttherapie und ich muss es mitteile, deswegen schreib ich es hier.

Ich weiss nicht genau wo ich anfangen soll, es kann auch sein, dass es zwischendurch irgendwie durcheinander klingt. Das tut mir Leid. Aber es ist schon 5 Jahre her und ich habe seitdem permanent versucht es zu vergessen.

Es begann irgendwann im Herbst. Ich glaub es war 2003. Damals war ich 13. Mama zeigte mir ein Foto. Ein Foto von einem Mann. Ich sah auf dem Bild einen großen, muskulösen Mann mit einem sehr bösen Blick. Das war also Mama´s neuer Kumpel. Der mit dem sie Party macht. Er. Frank.

Ein paar Wochen oder Monate (ich weiss es nicht mehr genau) später kam ich aus der Dusche. Nichtsahnend. Im Bademantel und mit einem Handtuch auf dem Kopf. Ich hörte eine Männerstimme, die ich nicht kannte. Ich ging ins Wohnzimmer, wie ich es immer tat wenn meine Mom Besuch hatte. Ich begrüßte den Mann und setzte mich dazu. Er war freundlich aber dennoch hatte ich ein komisches Gefühl. Er war ein Rocker, dass war unschwer zu erkennen. Er hatte eine Lederjacke von seinem Motorradclub an. Mama hatte mir erzählt, dass er Mitglied bei den Hells Angels war. Naja so einer Untergruppe davon. Ich kann mich aber an nichts anstößiges an diesem Abend erinnern. Eigentlich an nichts mehr.

Weitere Wochen später. An einem Samstagabend oder eher Nacht bekam ich das erste mal eine Sms von ihm. Von wegen, dass er sich meine Nummer aus dem Handy meiner Mutter geklaut hatte, während sie auf Toilette war. Und, dass ich ihm auch ja nicht fremd gehen sollte. Ich habe dieser Sms nicht viel Bedeutung geschenkt, habe aber geantwortet. Hab mich ja doch irgendwie geschmeichelt Gefühl, immerhin schenkt der Kumpel meiner Mutter mir Aufmerksamkeit. Dieser Sms folgten noch viele weitere. Meine Mutter wusste von dem Kontakt aber dachte sich wohl nichts dabei.

Im Mai, einen Monat nach meinem 14. Geburtstag, genauer gesagt a 15. Mai 2004: Meine damalige „beste Freundin“ S. hatte an diesem Tag Konfirmation. Wir feierten diese nach dem Kirchlichen Teil in einer Gaststätte oder so was nähe der Lutterothstraße. Später kam auch meine Mom dazu und wir hatten einen wirklich tollen Abend. Ich denke wir waren so bis 23 oder 24 Uhr dort. Dann haben wir (meine Mom und ich) gemeinsam mit M. (dem Bruder von S. und gleichzeitig der beste Freund meiner Mutter) und seiner damaligen Freundin L. die Feier verlassen. Mama schlug vor wir könnte ja noch zu Frank fahren. Ein bisschen weiter feiern. M. und L. stimmten zu. Sie waren schon öfter mit Mama dort gewesen. Klar war ich dabei. Wann hätte ich denn sonst schon mal die Gelegenheit gehabt mit denen zusammen richtig feiern zu können?!

Auf dem Weg besorgten wir noch ein Paar Biere und fuhren dann vom Hauptbahnhof mit dem Taxi zu ihm. Er freute sich darüber, dass wir noch kamen. Ganz besonders, dass Mama mich mitgebracht hatte. Es schmeichelte mir. Er war den ganzen Abend über sehr nett zu mir. Er ließ mich rauchen und ich durfte auch ein Bier trinken. Auch wenn dies meiner Mutter gar nicht Recht war. Aber an diesem Abend war eben alles anders.

Bevor ich weiter erzähle muss ich erstmal die drei wichtigsten Räume seiner Wohnung erklären.

Sein Wohnzimmer: In seinem Wohnzimmer hat er eine richtige Bar. Mit einem Tresen. Der ist Bogenförmig. An dem Tresen stehen glaub ich 4 oder 5 Barhocker.

Seine Küche: Eine Art Wohnküche mit einem Schlafsofa drin.

Sein Schlafzimmer: Man muss dazu eine Holztreppe hoch steigen und gelang dann in ein ganz kleines Zimmer. Da steht nur ein Doppelbett drin.

So jetzt kann ich weiter erzählen. Die Beschreibungen dienen dazu, dass man die Lage besser versteht. Wir saßen also an dem Tresen. In der Reihenfolge: L., M., Ich, Mama. Frank stand auf der anderen Seite des Tresens. Er schenkte mir den ganzen Abend über die meiste Aufmerksamkeit. Das war ja auch nicht schlimm. Aber dann passierte es. Er stand neben mir und Mama. Also halb zwischen uns. Auf einmal spürte ich seine Hand an meinem Arsch. Versehen oder Absicht??? Ich wusste es nicht. Aber als es mehrmals passierte wurde mir klar, dass es kein Versehen war. Er wusste was er tat. Irgendwann waren die Zigaretten leer. L. erklärte sich bereit neue zu holen und ich wollte raus da. Meine Chance!!! Ich sagte ich würde sie begleiten. Plötzlich sagte Frank er würde dann auch mitkommen. Er könne zwei Frauen ja nicht alleine lassen. Scheiße...

ER kam also mit uns. Als wir draußen waren legte er jeder von uns einen Arm um die Schultern. Er kam sich sicher wir der größte vor, mit zwei jungen Weibern im Arm. L. war ja auch erst 17.

Plötzlich wanderte sein Arm tiefer. Auf meinen Arsch.

Als wir wieder zurück waren bin ich auf Klo gegangen. Ich hab in den Spiegel geschaut und hab mich gefragt, ob das wirklich grade passiert. Aber ja, es war die Realität.Ich setzte mich wieder dazu. Irgendwann ist Mama schlafen gegangen. Früher als wir. Ich wollte einfach nicht schlafen. M. und L. legten sich auf das Sofa zum schlafen. Da war also kein Platz mehr für mich. Ich musste folglich also mit ihm nach oben ins Schlafzimmer. Mir war das unangenehm aber Mama lag da ja auch. Ich ließ trotzdem meine Hose an. Instinkt denke ich. Doch das nützte mir leider nichts...

Kaum lagen wir nebeneinander waren seine Finger einfach überall. Ich muss dazu sagen, dass ich so was nicht kannte. Ich hatte noch gar keine Sexuellen Erfahrungen, geschweige denn meinen ersten Kuss. Ja genau. Ich war mit 14 noch ungeküsst und hatte noch keinen Sex. Unschuldig. Und dann kam da plötzlich dieser Mann, ca. 45 Jahre alt und nahm mit das. Das und noch viel mehr. Er steckte seine Finger in meine Hose. Was sie dort getan haben kann sich ja wohl jeder denken. Ich möchte nicht zu sehr drauf eingehen. Nur, dass ich furchtbare Schmerzen hatte. Aber ich konnte nicht schreien. Ich konnte gar nichts. Konnte mich nicht mal bewegen. Er hörte nicht auf. Er fasste mich überall an. Ich konnte mich nicht währen. Selbst wenn ich es getan hätte. Er war viel stärker.

Ich schaute in dieser Nacht immer wieder auf die Uhr. Die Zeit ging nicht rum. Und er hörte einfach nicht auf. Dann ging die Sonne auf. Und langsam erkannte ich die Umrisse die bisher in der Dunkelheit lagen. Ich erkannte sein Gesicht. Er lächelte mich an. Sein widerliches Lächeln. Dann hab ich überlegt ob ich runter gehen sollte, mit dem Risiko, dass er mir hinterher gehen könnte. Oder ob ich liegen bleiben sollte und das einfach weiter über mich ergehen lassen soll. Ich entschied mich für die erste Variante. Ich stand einfach auf und ließ ihn liegen. Ich ging runter ins Wohnzimmer, nahm mir eine Zigarette und ging auf den Balkon. Mir war das irgendwie egal, was sein würde wenn Mama kommen würde und mich rauchen sehen würde. Denn das gestern war ja nur eine Ausnahme mit dem rauchen. Dann bin ich rein gegangen und schaute auf mein Handy. S. hatte mir schon ganz viele Sms geschickt, wann ich denn endlich kommen würde. Ich schrieb ihr nur: „Hoffentlich bald“. Etwa eine halbe Stunde später sind alle aufgestanden. Dann saßen wir noch ein bisschen beisammen. Dann sind wir endlich gegangen.

Er schrieb mir immer wieder Sms. Doch nie erwähnte er was in der Nacht geschehen war. Er versuchte immer wieder mich zu ihm zu locken. Er würde mir angeblich ein Fahrrad schenken, ich müsse es mir nur abholen kommen. Oder ich sollte ihn doch mal in seinem Garten besuchen kommen. Ich tat es nie.

Im Oktober, an einem Samstagabend hatten meine Mutter und mein Stiefvater einen großen Streit. Ich saß mit ihr bei meiner Tante als sie entschloss mal wieder zu Frank zu gehen. Sie fragte mich ob ich sie nicht begleiten wollte. Dumm wie ich war sagte ich ja. Ich hatte ein schlechtes Gefühl sie gehen zu lassen. Wenig später gingen wir los. Wir trafen uns wieder mit L. und M.. An der Elbgaustraße. Dann fuhren wir zu ihm. Er freute sich. Ganz besonders über die „Überraschung“, mich...

Es war genauso wie an dem anderen Abend. Er fasste mir an den Arsch. Immer wieder. Dann wollte ich Zigaretten holen gehen. Ich fragte L. ob sie mich begleitet. Doch sie wollte nicht. Natürlich war Frank da, der mich begleitet. Der Held. Was hätte ich sagen sollen?! -Nein mit ihm gehe ich nicht!? Wohl eher nicht...

Also sind wir los gegangen. Der hinweg war nicht ganz so schlimm. Er begrabschte mich nur wieder am Hintern. Aber das war mittlerweile nicht mal mehr schlimm. Nicht angenehm aber auch nicht mehr furchtbar. Es gab wirklich schlimmeres. Das wusste ich. Dann als wir die Zigaretten hatten packte er mich plötzlich am Arm und zog mich an sich. Er wollte mich küssen und versuchte mir seine Zunge in den Hals zu pressen. Ich drückte ihn von mit weg. Drehte mich um. Ich bin weiter gegangen. Er versuchte die ganze zeit mir zu erklären, dass er nicht wüsste warum er sich in mich verliebt hätte und dass er wüsste, dass es unrecht war. Denn er war ja so viel älter als ich. Schön, dass er das einsah.

Auf unserem Weg zurück mussten wir durch einen dunklen Park gehen. Ich hatte solche Angst, dass er mich in einen Busch zieht und das mit mir machen würde, was er schon beim letzten mal mit mir machen wollte. Was aber letztendlich nicht ging, weil meine Mutter ja daneben lag. Er tat es nicht.

Als wir zurück waren, lagen alle schon im Bett. Ich stand allein mit ihm im Wohnzimmer. Ich zündete mir noch eine Zigarette an und setzte mich. Er tat nichts. Was mich wunderte. Vielleicht war er ja zur Vernunft gekommen? Aber falsch gedacht. Kaum hatte ich auf geraucht machte er das Licht aus und meinte ich solle mich schon mal ausziehen, erst ich dann er. Doch ich weigerte mich. Doch was dann kam warf mich total aus der Bahn: Er sagte, dass ich heute alleine mit ihm in seinem Schlafzimmer schlafen müsse, weil Mama bei L. und M. auf dem Sofa schläft und da kein Platz mehr sei. Gehorsam folgte ich ihm nach oben. Ich konnte nicht anders. Was hätte ich denn tun sollen???

Dann lagen wir nebeneinander. Wie vor ein paar Monaten schon. Nur diesmal waren wir alleine. Ich hörte seinen schweren Atem während er hektisch an meinem Reißverschluss rumfummelte. Er sagte nichts zu mir. Aber wenn ich versuchte mich zu bewegen, dann fixierte er meine Arme mit seinen starken Händen. Ich konnte nichts tun. Er fasste meine Brüste an, fummelte mir an meinem Intimbereich rum. Ich war starr vor Angst. Wenn er mich liebte wie er letztes Mal sagte, wie konnte er mir dann etwas antun, was mich zerstören würde?!

Er riss an meiner Hose bis sie aus war. Ich starrte stumm an die Decke. Biss mir auf die Lippe. Dann drang er in mich ein. Mit solch einer Gewalt. Ich presste die Augen zu. Ich hätte schreien können vor Schmerz und Angst, doch ich blieb still.

Er erledigte was er brauchte und ließ mich liegen. Ich konnte mich nicht bewegen. Es ging nicht.

Ich lag in der Dunkelheit und achtete auf jede Bewegung, jeden Atemzug von ihm. Ich hab so gehofft er würde einschlafen und erst in ein paar Stunden aufwachen. Ich wartete, eine geschätzte Ewigkeit. Als sein Atem ruhig war bewegte ich mich, setzte mich auf und tastete nach meiner Hose. Mir tat alles weh. Ich weiss nicht ob das bei einer normalen entjungferung auch so ist. Ich hatte das Gefühl, dass er mich aufgeschnitten hätte. Es tat so furchtbar weh. Auf einmal fasste er mich an meinen Arm. Zog mich wieder zu sich. Drückte meinen Kopf auf seine Brust. Hielt ihn fest. Mit der anderen Hand fasste er mich wieder an. Doch dann ließen seine Berührungen nach und irgendwann hörten sie auf. Er schlief. Ich traute mich aber nicht mehr mich zu bewegen. Also blieb ich in seinem Arm. Bis die Sonne aufging. Wahrscheinlich liebe ich deshalb so sehr Sonnenaufgänge. Sie befreien mich. Dann sprang ich auf schnappte meine Hose und rannte runter. Ich war wieder die erste. Ging rauchen und auch bald darauf waren die anderen wieder wach. Dann kam er aus dem Bad. Ich werde diesen perversen Anblick nie vergessen. In einem roten Bademantel bekleidet stand er da. Lächelte und sagte: „Ich wünsch euch einen wunderschönen guten Morgen!“

Ich hatte versucht diese Nacht zu verdrängen. Das klappte auch eine Zeit sehr gut. Es war mehr oder minder normal. Und was dabei sehr unterstützend war, war die Tatsache, dass meine Mutter kurz nach dem Abend den Kontakt zu ihm abbrach. Ich hab nie nach dem Grund gefragt, bekam aber mit, dass sie wohl Streit hatten.

Zwei lange Jahre war nichts. Dann ich glaub im Februar 2006 hörte ich meine Mutter telefonieren. Ich merkte an der Art und Weise wie sie sprach, dass sie mit IHM telefonierte. Und so war es.

Ich lag in meinem Bett und weinte. Und dann nahm ich eine spitze Nagelpfeile und riss mir den ganzen Arm auf. Auf einmal brach es auf mich ein. Meine ganze Welt zersprang in 1000 kleine Teile. Alles was ich in 2 Jahren versucht hatte zu verdrängen war plötzlich allgegenwärtig.

Und natürlich musste ich ihn wiedersehen. Zwei Wochen danach traf ich ihn auf einem US-Car Treffen in Bad Segeberg. Er hatte wieder sein dreckiges Lächeln auf den Lippen. Mama und ich gaben ihm die Hand. Ich zitterte am ganzen Körper. Am selben Abend telefonierte Mama mit ihm. Und sagte ihm, dass ich mich so sehr über das Treffen gefreut habe. „Sie hat sogar gezittert, so aufgeregt war sie“. Sie wusste nicht, dass es die pure Angst war. Nach dem Telefonat sagte sie mir, wie Frank von mir schwärmte, wie erwachsen ich doch geworden sei. Ja, erwachsen. Mit 16. Wegen dir musste ich es schon mit 14 werden...

Wieder einige Wochen später: Ich war fertig mit den Nerven. Hatte solche Angst. Er wollte mich von der Schule abholen. Das ging nicht. Der Druck wurde immer größer. Ich konnte nicht mehr. Dann in einem Streit wollte meine mom mir vor Augen führen, was sie doch für eine tolle Menschenkenntnis hatte. Bamm-knallte ich es ihr vor den Latz:

„Du und eine gute Menschenkenntnis?! Wohl kaum. Dein toller Freund Frank hat sich an mir vergriffen.“.

Stille. Seitdem Schweigen über das Thema. Das einzig Gute, sie hat den Kontakt zu ihm komplett abgebrochen.

Doch er hat mich kaputt gemacht. Er hat mir alles genommen... Mein Recht, selbst zu entscheiden was ich will und was nicht. Er hat mir meine Jungfräulichkeit genommen. Mein Selbstwertgefühl. Und noch viel mehr...

Vielleicht hat er das bekommen was er wollte, dass ich ihn nie vergessen kann.

Ihr könnt ruhig schreiben, Fragen stellen oder Kritik geben. Das ist gut für meine Heilung. Dankeschön



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