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Geschichten aus dem Leben


Von: scaryta1

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 Geschichten aus dem Leben 
Konkurrenzkämpfe in der FamilieErstellt am 12. Dezember um 19:10 
Ist es nicht traurig, wenn Menschen untereinander einen Konkurrenzkampf führen? Unter Mitarbeitern ist das ja bestimmt manchmal ganz profitabel, wenn sie um die Wette eifern. Aber unter Familienmitgliedern... ist es echt traurig.

Ja bei meiner Schwiegefamilie gibt es so einen Konkurrenzkampf, der da heißt:
Wer kann am besten der Schwiegermutter in den Arsch kriechen?


Sie steht drauf. Sie liebt es, wie ihre Kinder sich gegenseitig hochspielen und um ihre mütterliche Gunst kämpfen. Und um das Ganze noch etwas anzuschüren, wird ab und an das eine Kind himmelhoch gelobt während das andere ausgegrenzt und beleidigt wird NUR damit dieses sich dann mehr anstrengt mit dem Arschkriechen und Schön-Tun und und und.
Belohnung für das Arschkriechen ist, dass man z.b. mal zu Familienaktivitäten eingeladen wird, wie gemeinsames Essen gehen, einkaufen gehen, besonders große Geschenke zu Geburts- und Feiertagen, kleine Aufmerksamkeiten, Lob und Beweihräucherung und am allermeisten: der Konkurrent wird belästert, ausgeladen, ist nicht willkommen, muss auf Familienfotos ganz nach hinten ... das schwarze Schaf eben, oder auch das kleine hässliche Entlein mit dem niemand reden mag, geschweige denn etwas zu tun haben möchte.

Bedauerlicherweise nimmt mein Göttergatte nicht an diesem Wettkampf teil, was das Spielchen seiner zwei Jahre jüngeren Schwester, meiner hoch-verachteten Schwägerin, deutlich einfacher macht. Nein, bedauerlich ist es nicht für uns, sonder einzig für die gesamte Schwiegerfamilie. Denn nun ist natürlich das Feuer so richtig schön entfacht uns schlecht zu reden.
Was wir aaaangeblich lächerliches getan und gesagt hätten.
Wie erbärmlich unsere Berufe sind und
wie jämmerlich wir vermutlich wohnen.

Gut, deren Gerde kann uns egal sein und manchmal ist es das auch, doch wenn solch fießen Zitate an unsere Ohren dringen dann könnten wir manchmal richtig cholerisch ausrasten. Wer könnte das denn nicht bei solchen Lügen und Gerüchten, die vollkommen an den Haaren herbei gezogen sind, NUR um uns schlechter dastehen zu lassen als wir sowieso schon tun, NUR um sich selbst einzureden, sie seien etwas besseres?

Denn eigentlich
tun und sagen wir gar nichts, wir werden ja eh nur von oben herab belächelt, also sind wir ruhig, hören uns deren Lobpreisungen über das Konkurrenz-Geschwisterchen an und tun so, als würden wir uns mit der Familie darüber freuen.
Unsere Berufe sind so derart erbärmlich, dass wir um die Hälfte mehr als die Schwägerin verdienen, oh nein, wie erbärmlich von uns! Und vorallem, die SM hat gar keinen Beruf! Ohje, wie erbärmlich wir doch sind.
Und ja, wir wohnen sogar sooo jämmerlich, vorallem weiß die Schwiegerfamilie das am allerbesten, denn die haben uns ja auch noch nie besucht! Ohja! Trotz inzwischen 4 Einladungen mir 4 Absagen am jeweiligen frühen Morgen der Verabredung wissen die einfach am besten, wie jämmerlich wir doch wohnen - nur so nebenbei, wir haben keine verbuffte 2zimmer-wohnung mit Blick auf die Hauptstraße oder eine Häuserwand, wie die besagte Schwägerin (wir wollen sie von nun an BARBIE nennen), sondern eine 3zimmer wohnung mit garten, terrasse, mit blick ins ländlich-grüne.

Wie deutlich dieser Konkurrenzkampf eben wird, hat sich heute einfach mal wieder bestätigt:

Ein besuch bei der Schwiegerfamilie stand dieses Wochenende an. Und da hing z.B. an der Wand ein gaaaanz großes (din A3) Foto von "Barbie" und ihrem Göttergatten "Ken" an der wand, hübsch in einem silbernen Bilderrahmen. Unser foto hing daneben, es war 10 cm groß. Allein dieser Größenvergleich zeigt sehr deutlich, wie die Prioritäten und die Gewichtung gesetzt sind.
Großes Bild = Lieblingskind
Kleines Bild = Schwarzes Schaaf.

Wobei ich ehrlich gesagt bezweifel ob diese Ordnung und Gewichtung tatsächlich zutrifft, denn würde der Schwiegermutter tatsächlich etwas an ihren Kindern liegen, würde sie so einen Konkurrenzkampf nicht für gut befinden. Nein ich glaube, das ist reine Provokation um den Konkurrenzkampf erst richtig ins Lot zu bringen. Es muss wirklich ein tolles gefühl sein, wenn die eigenen kinder in den Hintern kriechen, kann das sein??

ja und man muss natürlich in ausführlichster Version in einer Wiederholschleife von 3MAL sich anhören, wie "Ken" die Kochkünste der Schwiegermutter gelobt hatte, erst kürzlich, als Barbie & Ken zum Kaffee und Kuchen eingeladen waren - ach nein, was für ein Goldstück von Schwiegersohn, sojemand kann sich doch nur jede Schwiegermutter wünschen und verständlich, dass man sojemanden einlädt! Ach wie schön!

Und die Barbie die ist ja soooo toll, die hat dies gemacht und dies gesagt und Ken der ist ja einfach nur ein traum weil er dieses und jenes machte bla bla bla. Achja und DU (damit war mein Göttergatte gemeint) du MUSST nächste Woche mal für einen tag kommen und das Laptop reparieren.
Dieser Befehlston.. den hab ich ja geradezu schon vermisst, als ich die letzten 7 wochen der Schwiegerfamilie konsequent aus dem Weg gegangen bin. Du MUSST dies, du MUSST das, aber das MUSST du so machen... - heißt es immer. Zum Arbeiten sind wir gut genug, deren Computer reparieren oder ihnen dieses und jenes besorgen und erledigen, dafür sind wir gut genug. Auch waren wir an diesem tag gut genug die kleinen Geschwister meines Mannes ins Kino zu fahren. Ist ja nur ein 10km-Umweg für uns, aber das machen wir doch soooooo gerne für die Familie, vorallem wenn es heißt "Du musst" ;)

Als wir die Kleinen abgesetzt hatten (Mein göttergatte und Barbie haben nochmal zwei kleine Geschwister die etwa 10 jahre jünger sind - aus der zweiten Ehe der Mutter), waren wir uns einig, dass uns dieses gegenseitige Ansticheln und Provozieren voll für den Popo ist. Mehr als so wie es jetzt ist, sollten wir den Kontakt auch nicht enger werden lassen. Er besucht seine Eltern alle zwei wochen, aus reinem Anstand, und ich nur wenn wir mal tatsächlich eingeladen sind. Man regt sich ja doch nur auf und wir sind ja so lächerlich, erbärmlich und jämmerlich... also was solls.






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