Beschreibung: Ich leben als Mutter und Teilzeitstiefmutter in einer Patchworkfamilie und lerne noch immer - jeden Tag neu - mit den vielen neuen Situationen und Problemen umzugehen.
Nobody is perfekt - das trifft auch auf mich zu und beim Schreiben hoffe ich eigene Fehler und Inkompetenzen zu entdecken und verbessern zu können.
Die Sommerferien liegen ja nun schon eine Weile hinter uns und ich finde wir haben die gemeinsamen Wochen mit den Kindern ganz gut gemeistert.
Das Verhältnis zw. mir und dem Großen hat sich sehr deutlich gebessert, da ich die Initiative ergriffen habe und mich besonders um ihn gekümmert habe. Das hat sich insgesamt positiv auf das Verhältnis ausgewirkt.
Allerdings sind 14 Tage einfach eine sehr lange Zeit und zum Schluss hin, wars den Kinder einfach langweilig. Wir konnten wg. des Wetters nicht wirklich viel baden gehen und auch ansonsten waren die Aktivitäten einfach etwas eingeschränkt. Hier haben sie nunmal nicht so viele Spielsachen wie bei sich zu Hause und so wurden die Streitereien unter den Kindern mehr. Was wiederum auf unsere Nerven niederschlug.
Ich glaube allesamt waren wir froh, als die Zeit um war. Vermutlich wäre es sinnvoller gewesen die Kinder lieber 2x eine Woche zu nehmen, mit Pause dazwischen (die Sommerferien sind ja eigentlich lang genug). Aber das lehnt ja die Mutter kathegorisch ab, weil sie selber weg will - ohne ihre Kinder und da reicht ihr je eine Woche halt nicht. Prinzipiell kann ich sie ja etwas verstehen, aber was ich nicht nachvollziehen kann ist ihre Art ihre Interessen durchzusetzen. Sie sagt nicht einfach die Wahrheit, sondern lügt Geschichten zusammen, warum es für die Psyche der Kinder elemtar sein soll, dass sie mind. 2 Wochen am Stück bei uns sind. Keiner der Beteiligten will das wirklich. Außer meinem Mann - logo, er ist ihr Vater und vermisst sie, wenn sie nicht da sind. Aber auch seine Nerven waren wieder deutlich in Mitleidenschaft gezogen, weil den Kindern einfach die Grundsätze jeglicher Erziehung fehlen und sie nicht so annehmen und umsetzen können (und wollen), was bei uns eben so gemacht wird.
Die folgenden Kinderwochenenden sind seit den Ferien ausgefallen, weil die Kinder (angeblich) nicht wollen. Wir dürfen gespannt sein, was die Zukunft noch so bringen wird. Die Pubertät beginnt ja erst... Wo sie dann überhaupt erst andere und eigene Interessen entwicklen und durchsetzen wollen.
Ich für meinen Teil mache das Beste aus der Situation und genieße die ruhigen Wochenenden ohne aggressive, streitende Kinder. Auch meine Maus genießt die Ruhe und mal ein Wochenende einfach so in den Tag leben zu können.
Wir befinden uns noch in den Flitterwochen, wenn ich das so sagen darf.
Unsere Hochzeit war super klasse! Es war einfach alles perfekt, beim Wetter angefangen über die Standesbeamtin, die sehr souverän und doch absolut locker, mit dem richtigen Quäntchen Seriosität durch die Trauung geführt hat. Die Lokation war perfekt. Unsere Leute, die uns den Sektempfang ausgerichtet haben - super! Der Park für die Bilder - überhaupt meine Fotografin... - sie hat ganz traumhafte Bilder gemacht, wobei wir erst nur einen kleinen Teil gesehen habe um die Dankeskarten fertig zu machen, der Rest dauert noch ein wenig.
Es war alles in allem ein unvergesslicher Tag mit einer ganz genialen Party. Super Essen, die besten Freunde die dabei waren, tolle Musik, mit der mein Schatz mich total überrascht hat. Einfach einzigartig und die geilste Hochzeit, die ich je miterlebt habe. Das genialste daran: dass es meine eigene Hochzeit war!
Die Kinder waren auch dabei. Sie haben sich darauf gefreut, fanden es toll, dass wir sie eingekleidet haben. Sie mussten ihre Sachen ja auch öfter probieren, da einiges zu lang oder zu weit war und ich es ändern musste. Ich hatte erst gedacht, dass ihnen das lästig sein würde, aber irgendwie haben sie es genossen und sie schienen stolz darauf zu sein. Es hat auch ihnen allen ganz großen Spaß gemacht und irgendwie habe ich das Gefühl, dass sie mir gegenüber nun offener sind.
Vielleicht kommt das daher, dass die Hochzeit eine gewisse Sicherheit und Stetigkeit für die Kinder darstellt. Ich wäre nun nicht mehr (so leicht) austauschbar. Weiß nicht, ob es das ist, nur so ein Gedanke von uns. Es ist jedenfalls offensichtlich, dass es seither deutlich besser läuft. Aber die Ferien stehen ja auch noch vor der Tür. Da haben wir dann gleich mal den Härtetest. Ich muss aber sagen, dass ich sehr zuversichtlich bin.
Ich freue mich sehr, dass mir die Kinder plötzlich offener begegnen und reagiere darauf auch viel offener und herzlicher.
Wir wünschen uns alle, dass wir darauf nun aufbauen können.
Es bleibt also spannend was uns das Leben noch so bringen wird.
Unsere Hochzeit rückt näher. Es gibt ja so irre viel vorzubereiten, aber es macht auch unendlich viel Spaß! Die wichtigen Dinge sind alle schon da und geregelt. Wir werden ja doch eher im kleinen Kreis feiern. Mit Familie und ein paar ganz ausgesuchten Freunden, die eben einfach nicht fehlen dürfen.
Was uns allerdings noch etwas Sorgen macht ist, dass wir nicht wissen, ob seine Kinder auch mit dabei sein werden. Seit ein paar Wochen ist es nämlich so, dass nur noch das Jüngere seiner Kinder den Umgang wahrnimmt. Der Große stellt sich grade auf bockig und war nun schon länger nicht mehr mit. An und für sich ist diese Tatsache für alle anderen sehr sehr viel entspannender. Der Jüngere geht richtig auf, wenn er einmal nicht im Schatten seines großen Bruders stehen muss. Und unsere Kinder kommen ohne den Großen viel besser miteinander klar. Es gibt keinen Streit mehr - im Gegenteil, sie verstehen sich blendend und haben beide richtig Spaß.
Für mich ist das auch 1000x entspannter und die Wochenenden sind so regelrecht relaxed. Für meinen Schatz ist es natürlich am Schwersten. Es ist völlig normal, dass er sein anderes Kind auch vermisst.
Und wir wissen nun nicht, ob seine Kinder nun bei unserer Hochzeit dabei sein werden. Der Jünger ganz sicher (eigentlich). Er hat mehrfach gesagt, dass er gerne dabei sein möchte. Aber falls der Große nicht will, dann kann es gut sein, dass die Mutter wieder komplett verweigert. Außerdem wird es langsam Zeit für Kinder auch entsprechende Klamotten zu kaufen. Sachen, die sie wohl nur ein einziges Mal tragen und falls ihre Mutter wieder die Hexe rauskehrt auch niemals. Und sooo dicke haben wirs nun wahrlich auch nicht, dass wir 2 solcher Ausstattungen grade mal ausm Ärmel schütteln. Ich bin recht gespannt, was daraus werden wird. Einfluss habe ich ja nun nicht wirklich darauf.
Oh je, ist ja fast schon sträflich, wie lange ich nichts mehr geschrieben habe...
Was gibt es Neues? Mein Schatz und ich werden heiraten. Die Begeisterung der Kinder hierüber hält sich in Grenzen. Dafür freuen wir uns für alle anderen doppelt.
Die Ex boykotiert noch immer wo sie kann und dadurch ist auch das Verhältnis zw. seinen Kindern und mir nicht wirklich verändert.
Es kommt immer noch vor, dass die Kinder ein Wochenende nicht kommen dürfen, weil ihrer Mutter wieder ein Pups quer sitzt und sie beschließt die Klingel abzustellen und das Telefon auszustöpseln, wenn er vorfährt zu vereinbarten Zeit wohlgemerkt.
Darum wird es wohl erneut einen Gerichtstermin geben, weil das einfach nicht sein kann.
Ich denke inzw. allerdings, dass die Zeit vieles von ganz alleine regelt. Das sehe ich an meinem eigenen Kind. Die Papazeiten werden von ganz alleine weniger, weil sie eigene Interessen entwickeln. Da feiert die Freundin Geburtstag, dort hat die Tanzgruppe einen Auftritt... alles Dinge, die wichtiger sind, als den Papa zu sehen. Und das wird mehr und mehr auch die Einstellung der Kinder meines Partners. Ihn schmerzt das sehr, was ich gut nachvollziehen kann. Darum versuche ich ihn so gut es geht zu unterstützen, dass er seine Kinder wenigstens zu den gerichtlich vereinbarten Terminen sehen kann.
Es ist mir ehrlichgesagt nach wie vor völlig unverständlich, wie eine Mutter so sein kann und ihren Kindern das antut ihren Vater nicht sehen zu dürfen. Es würde mir nie einfallen das meinem Kind zu vereiteln. Das fällt doch irgendwann auf einen selbst zurück. Irgendwann sind sie doch alt genug um die Zusammenhänge selbst zu begreifen... Und dann Gnade dieser Frau, was sie ihren eigenen Kindern antut.
Eine Weile her, seit meinem letzten Eintrag... Mir war nicht so sehr danach. Die Sommerferien liegen nun schon wieder etwas zurück, so dass ich vielleicht weniger emotional davon berichten kann.
Mein Schatz und ich hatten ein paar Tage für uns, bevor seine Kinder kamen, weil auch meine Tochter Ferien bei Opa gemacht hat. Sehr erholsam, sehr harmonisch, einfach schön. Ich hoffte genug Ruhe und Kraft für die folgenden zwei Wochen gesammelt zu haben.
Zwei volle Wochen waren sie bei uns. Die erste Woche war ganz OK. Ich konnte viel Gelassenheit an den Tag legen und habe mich über so gut wie gar nichts aufgeregt. Vielleicht waren sich auch noch bräver, weil sie ja ihrerseits 6 Wochen zuvor nicht mehr bei uns sein durften. Ich wagte schon zu hoffen, dass wir das doch irgendwann auf die Reihe kriegen und alles gut werden würde.
Dann kam der Tag an dem ich Zucchini und Tomaten aus dem Garten geholt habe und dachte ich mache uns daraus eine leckere Gemüsepfanne mit Hackfleisch. Sie haben sich angestellt als würde ich sie vergiften wollen. Und der Große (10) sagte:"Es gäbe ja an diesem Essen gar nichts zu beanstanden, wenn die Zuccini, die Tomaten und diese Soße nicht wären. Das Hackfleisch, das kann man so essen, aber damit kann man ja sooo viel auch nicht falsch machen."
Fällt einem dazu noch was ein? Leider war mein Partner nicht zugegen, denke der hätte ihn zurecht gewießen. So habe ich gute Miene zum bösen Spiel gemacht. Essen war generell schlimm die ganze Zeit über. Ich hatte mir so viele Gedanken gemacht, was ich zwei Wochen lang kochen könnte, was sie gerne essen und was vielleicht dennoch einigermaßen gesund ist. Aber diesen Kindern kann mans einfach nicht recht machen. Einer meckert immer. Sogar Spaghetti sind nicht recht, weil einer die Soße eklig findet, die der andere mag und umgekehrt.
Leider war es auch nicht möglich mal einen Tag Auszeit nur mit meiner Tochter zu nehmen, weil mein Partner sich dann immer "im Stich gelassen" vorkommt und nicht mit seinen Kindern allein sein will. Manchmal denke ich, dass sie ihm vielleicht selber zuviel sind und es ja irgendwo praktisch ist, wenn ich -mit der niedrigeren Stressschwelle- sie ständig anmeckere und in die Schranken weise. Er braucht da so viel gar nicht mehr zu tun.
Dafür behauptet er dann, ich würde sonst nichts tun, außer meckern und essen kochen - alles andere hinge ja an ihm. Er erwartet da von mir, dass ich mich mit ihnen an den Tisch setze und ein Spiel spiele oder sie sonstwie bespaße, aber sorry - ich muss mich derart zusammen nehmen, dass ich nicht die glatten Wände hoch gehe, da kann ich nicht auch noch eine Nanny geben, die auch noch das Spaßprogramm macht. Irgendwo ist Schluss.
Natürlich belastet das unsere Beziehung auch und wir brauchen immer wieder mehrere Tage, bis wir beide wieder "normal" miteinander umgehen können und die gegenseitigen Vorwürfe und Beschuldigungen aufhören. Ich nehme mich da gar nicht aus, ich werfe ihm ebenso vor, wo er meine Tochter ungerecht behandelt hat, aber er findet oft gar kein Ende mehr. Manchmal möchte ich alles hinschmeißen. Dabei habe ich wohl noch nie einen Mann so sehr geliebt wie ihn. Er ist nach wie vor mein absoluter Traummann und es passt sonst wirklich alles wunderbar, aber dieses leidige Kinderthema und die nicht endenden Bösartigkeiten durch die Ex über die Kinder, kosten uns unendlich viel Kraft.
Ich kann kaum in Worte fassen, wie erleichtert ich jedes Mal bin, wenn er die Kinder nach Hause bringt. Und ihm tut es weh, dass das so ist. Und ich verstehe das! Aber ich kriegs nicht hin das zu ändern. Ich weiß beim besten Willen nicht wie...