Mein Name ist unwichtig. Ich lebe in Österreich. Immer war ich kooperativ mit dem Jugendamt zugange. Sie kamen zu mir nach Hause, ich ließ sie rein, sie stellten mir einen Familienhelfer zur Seite, der 18 Monate einmal die Woche zum Kaffeetrinken kam, und die Termine so legte, dass die Kinder (3) nicht daheim waren. Dann der Wechsel. Meine Sozialarbeiterin wurde versetzt, und ich bekam eine neue. Die entschied nach einem Monat, dass meine Kinder zur psychologischen Abklärung in ein "Krisenzentrum"(KZ) eingeliefert werden müssen. Nach diesem Entschluss ging sie in Krankenstand, und ich sah sie nie wieder. Eine neue Bearbeiterin teilte mir diesen Entschluss mit. Nach einer Woche Bedenkzeit, die ich gnädigerweise bekam, hatte ich einen neuen Termin, um meine Kinder freiwillig abzugeben, ansonsten, wurde mir gesagt, würde ich sie nie wieder sehen. In der Hoffnung, dass sich alles zum Guten wenden würde, unterschrieb ich, da der Aufenthalt im KZ auf 6 Wochen begrenzt ist. Das war mein größter Fehler.
Einmmal die Woche trafen wir uns alle im KZ um die Lage zu besprechen. Die Kinder durften jedes Wochenende nach Hause kommen, und auch übernachten. Immer wieder wurde mir versichert, dass alles gut werden würde.
Nach 4 Wochen wurde mir die Entscheidung mitgeteilt, dass meine Kinder getrennt in Wohngemeinschaften untergebracht werden würden. Die Dauer wurde auf meine Anfrage hin auf 2 Jahre festgelegt.(Bis die Jüngste in die Schule geht.) Ich solle in der Zeit meine Finanzen klären, eine Erziehungsberatung besuchen, eine Berufsausbildung machen, einen Job finden und ausüben und eine Therapie zur Bewältigung meiner eigenen Kindheit absolvieren.
So zogen im Juni 2007 meine Kinder in getrennte WGs. Ich konzentrierte mich tagsüber auf die Erledigung meiner Liste, und nachts heulte ich und schrie den Schmerz aus mir raus. Alle Freunde die ich vorher hatte, hatten plötzlich keine Zeit mehr für mich und meine Probleme. Nur bei meinem Lebensgefährten konnte ich mich ausheulen. Doch auch ihm fehlten nach einiger Zeit die richtigen Worte zu meinem Trost.
Ich fand eine Ausbildung im pädagogischen Bereich, bekam nach der Ausbildung auch einen Job. Nach Ablauf des Schuljahres wurde ich Entlassen, da der Arbeitgeber es für untragbar hielt, dass ich fremde Kinder beaufsichtige, meine eigenen aber nicht bei mir habe. Wir zogen aus unserer Wohnung (80m²) in ein Einfamilienhaus.
Nun ist schon soviel Zeit vergangen, ich habe auch alle Punkte der Liste erfüllt, trotzdem bekomme ich meine Kinder nicht zurück.
Ich möchte diesen Blog nutzen, um alle Erlebnisse mit den Sozialpädagogen niederzuschreiben. Und manchmal erzähle ich auch von der Vergangenheit, damit ihr nachvollziehen könnt, was ich bisher mitgemacht habe.
Zum heutigen Schluss möchte ich noch festhalten, dass ich weder mit Drogen noch mit Alkohol zu tun habe. Vorbestraft bin ich auch nicht. Auch habe ich meine Kinder nie geschlagen, oder sonst irgendwie missbraucht. Mir wird lediglich "schwarze Pädagogik" vorgeworfen. Was das ist, liegt im Auge des Betrachters. Als Beispiel wurde mir genannt(vom Jugendamt), dass man Kindern zum Beispiel nicht erzählen dürfe, dass wenn sie nicht brav sind, der Nikolo nicht kommt, sondern der Krampuss.