Ja, ich dachte wirklich ich sei verliebt. In einer gewissen Ecke, tief hinten in meinem Gehirn, hatte ich mich schon gefreut. Endlich, endlich wieder wen gefunden haben, in den ich mich verlieben konnte. Doch Fehlalarm. Da war nichts. Mein letzter Freund hat meine Gefühlswelt einfach zusammenbrechen lassen. Dabei habe ich ihm doch sein Herz gebrochen. Aber nach so vielen gebrochenen Herzen, möchte man nur ungern noch ein weiteres sehen. Und so kommt es, dass ich niemanden an mein Herz heranlasse. Denn solange niemand dort eindringen kann, solange kann es auch keinem anderem wehtun. Ich sage mir, wenn du jetzt in einer Beziehung wärst, wärest du höchstwahrscheinlich mehr als unglücklich. Und mit einem hohem Prozentsatz wird meine Vernunft auch Recht haben. Aber wissen ist niemals fühlen und so muss ich zugeben, dass ich versuche mich selbst zu belügen um die Wahrheit nicht ertragen zu müssen. Denn, wenn ich wirklich mal ehrlich zu mir bin, dann weiß ich, dass ich mir nichts sehnlicher wünsche als jemanden zu haben, an dessen Schulter ich meinen Kopf anlegen kann. Der mich liebt, genau so wie ich bin. Und den ich liebe. Schlimmer als unglücklich verliebt zu sein, ist es gar nicht verliebt zu sein. Denn so bin ich gefesselt in einer Leere, die ich als so ungewohnt empfinde, dass ich nicht mehr weiß, wie sie zu füllen ist. Schon mit 10 musste ich dauerhaft für jemanden schwärmen um irgendwie...zu fühlen. Es hört sich bekloppt an. Es hört sich neurotisch an und das ist es sehr wahrscheinlich auch. Klar, ich habe meine Freunde die ich liebe, ich habe Hobbys denen ich nachgehe, ich habe einen Job und ich gehe zur Schule. Es ist ja nicht so, dass ich nichts zu tun hätte. Nur... ohne Jemanden ist es so lückenhaft. Ich fühle mich wohler, wenn ich jemanden habe, den ich toll finde. Nur jetzt wo ich endlich beginne zu bemerken, was ich brauche und was ich möchte in einer Beziehung, finde ich keinen mehr, der passen könnte. Und ich bin nicht besonders wählerisch. Ich habe nur eine Bitte und die scheint unerfüllbar. So werde ich irgendwann mit Mister gut-genug zusammen leben und mich ärgern. Nicht mehr ausprobiert zu haben, denn unter all diesen Fröschen wird es wohl jemanden geben, der ansatzweise zu einer Kröte passt. Denn eines habe ich herausgefunden (und nein, ich meine es nicht eingebildet, es ist mir nur aufgefallen) zu 80% bin ich die, die zu Jedem passt. Nur passt keiner von ihnen wirklich zu mir und das ist das erniedrigende und schmerzvolle, denn ich bin die, die sich trennt und jemanden wehtut. Ich möchte nicht mehr wehtun und ich will auch kein schlechtes Gewissen deshalb haben. Ich habe beschlossen aufzuhören zu lieben. Ich werde allein glücklich. Jedenfalls für die nächsten paar Monate xD
a denkt man Stunden drüber nach, bin ichs, bin ich nicht?! So ähnlich wie das kindliche dasein mit den Gänseblümchen: "Liebt er mich, liebt er mich nicht?" Und nach sehr langem bequatschen mit einem Freund, den man nur übers Internet kennt, grade diese sind besonder geschätzt bei mir, vor allem was Problemlösungen angeht. Er kennt ja nicht mein volles leben. Und komme am ende zu dem Punkt. Ja, so wie es scheint... Dabei hatte ich eigentlich nicht vor, mich zu "verlieben" ich würde es eher auch noch...als leichtes verknalltsein deuten. Ich hatte nicht vor, noch einem Menschen weh zu tun. Ich wollte ein ruhiges Leben beginnen.Mich auf meine Fächer konzentrieren. Aufs arbeiten, auf meine Freunde. Nicht darauf, was für Gefühle mich plagen.
Ja, ich muss zugeben ich bin sonst schon ein sehr bauchhandelnder Mensch. Aber ich wollte jetzt meinen Kopfgesteurten Lebensabschnitt beginnen. Ich will doch ausziehen. Auf eigenen Beinen stehen. Und 2010 werde ich doch auch 20. Ich wollte endlich anfangen erwachsen zu werden. Nicht mehr in diesem Chaos leben. Wie soll ich denn mein Leben managen, wenn ich es nicht mal schaffe meine Gefühlswelt im Griff zu haben. Ich beneide all die Frauen, die es schaffen vernünftig und vorallem nicht zu vorschnell handeln. Ich komme da leider nicht aus meiner Haut heraus. Ich muss ja unvernünftige unglaublich spontane sms durch die weltgeschichte schicken. Und ich muss ja auch monatlich den Typen wechseln auf den ich stehe. Kann ich denn nicht mal aus diesem pupertären Verhalten raus?
Wieso konnte mir meine Mutter denn nicht beibringen, dass man sich als Frau anders zu benehmen hat?! Sich nicht männlich und triebgesteuert zu verhalten?! wieso wollte meine Mutter bloß, dass ich mutig und selbstbewusst werde?! Wer hat sie auf diese Idee gebracht?! xD
Nein ich bin schon sehr dankbar dafür, nur in diesem Bereich nun einmal nicht^^
Ich verabschiede mich nun mit diesen Worten in die Nachtruhe. Morgen werde ich dann ja velleicht sehen, ob ich Gänseblümchen zupfen muss oder nicht :] Au revoir