Sushi (jap.寿司 oder すし, seltener auch: 壽司, 鮨 oder 鮓) ist ein japanisches Gericht, das hauptsächlich aus erkaltetem, gesäuertem Reis, mit entweder rohem oder auch geräuchertem Fisch und oftmals Nori (getrockneter und gerösteter Seetang) besteht und in mundgroßen Stücken optisch ansprechend serviert wird. Andere mögliche Zutaten sind, je nach Art des Sushis, Meeresfrüchte, Gemüse, Tofuvarianten und Ei.
Sushi ist in den letzten Jahrzehnten auch in westlichen Ländern populär geworden. Das hat zu Verzehrgewohnheiten geführt, die sich von denen in Japan unterscheiden. Während in Japan Sushi traditionell mit der Hand gegessen werden, verwenden die meisten westlichen Konsumenten Stäbchen. Auch die verwendeten Zutaten haben sich geändert. Zu den bekanntesten westlichen Kreationen zählt die „California Roll“ (カリフォルニア巻き) oder „Ura-Maki“ (裏巻き, dt. „von innen gerollt“), die mit Lachs oder Surimi, Avocado oder Gurke gefüllt sind. Bei diesen Sushi umgibt ein mit Sesam (goma) oder Fischeiern bestreuter Reismantel den in Nori gewickelten Inhalt. Diese Sushi-Variante hat ihren Ursprung vermutlich unter japanischstämmigen Amerikanern an der Pazifikküste der USA. Zu den ebenfalls durch westliche Verzehrgewohnheiten bedingten Adaptionen des traditionellen Sushi gehört die Verwendung von Fleisch wie etwa Roastbeef oder eine Verwendung von Obst wie Mangos in Kombination mit Fisch.
Sushi ist derzeit nicht nur in Japan in aller Munde. In vielen Länder wurde dieses japanische Gericht vom Geheimtipp zu einem Gericht, das man mittlerweile an jeder Ecke finden kann. Sushi besteht aus kalt gewordenem Rundkornreis, Nori (Seetang) und Fisch. Je nach Sushi-Art unterscheiden sich die verwendeten Zutaten und Zubereitungsarten. Sushi gibt es nicht nur mit verschiedensten Fischarten, sondern auch mit Ei oder Gemüse. Der Ursprung von Sushi liegt in dem Gedanken, Fisch haltbar zu machen. Hierzu wurde der Fisch stark gesalzen, mit Reis umgeben und in Erdlöcher gelegt. Hierdurch wurde eine Fermentierung des Fisches begünstig, welche die drohende Fäulnis verhinderte. Die heute allseits bekannte Form des Sushis entstand in Japan erst gegen Anfang des 20. Jahrhunderts. In Japan selbst ist Sushi allgenwärtig ob im Supermarkt oder im Lokal um die Ecke, überall kann man es erwerben und genießen. Vor allem Heimatland des Sushi existieren gewaltige Unterschiede, was Preis und Qualität anbelangt. Für gute Qualität sind Japaner durchaus bereit, hohe Ausgaben auf sich zu nehmen. So wurde 1992 der teuerste Fisch aller Zeiten verkauft. Auf dem berühmten Fischmarkt von Tokio, Tsukiji, wurde ein 325 Kilo schwerer Thunfisch für den stolzen Preis von umgerechnet 83.500 Dollar verkauft. Der Fisch wurde in insgesamt 2400 Suhis verarbeitet, die für einen Preis von 180.000 Dollar weiterverkauft wurden. Außerhalb Japans wird Sushi meist als Oberbegriff für Reis mit rohem Fisch verwendet, doch existieren hinsichtlich der Zubereitungsart und benützten Zutaten essentielle Unterschiede, die sich auf Geschmack und Aussehen auswirken. Sushi, welches in Seetang eingerollt wird nennt man maki-sushi. Sushi, bei dem der Reis mit der Hand zu einem mundgerechten Stück geformt wird und mit einer Zutat bedeckt wird, nennt man nigiri-zushi. Neben diesen beiden wohl bekanntesten Sushi-Arten existieren noch viele weitere, die wir Ihnen in den entsprechenden Unterkategorien näherbringen wollen.
Aikido japanische Kampfsportart WikipediaAinu Japanische Ureinwohner auf Hokkaido im Norden Japans WikipediaAnime japanische Animationsfilme Arigato Japanisch für 'Danke' Banzai japanischer Hurra-Ruf Bonsai gezüchtete zwergwüchsige Bäume Bonsai-ArtikelBushido wörtlich „der Weg des Kriegers“, Verhaltenskodex der Samurai WikipediaDojo Trainingshalle für japanische Kampfsportarten Futon japanische Matratze Geisha Kultivierte Begleitdame, die sich auf traditionelle Kunst wie Singen, Tanzen und das Spielen von Musikinstrumenten versteht und ihre Gäste damit abends in den Teehäusern unterhält Go japanisches Brettspiel Hai japanisch für 'Ja!', auch 'Jawohl!' etc. Haiku japanische Gedichtform mit kurzen Versen, typischste Form der japanischen Lyrik Harakiri Art des rituellen Selbstmords bei den Samurai, abwertende Bezeichnung, eigentlich Seppuku genannt Ikebana japanische Blumensteckkunst Jiu-Jitsu japanische Kampfsportart Judo japanische Kampfsportart Kabuki japanischer Theater-Stil aus dem 17. Jahrhundert Kaizen kontinuierliche Verbesserung (Kai = Veränderung, Wandel, Zen = zum Besseren, im positiven Sinn) Kamikaze wörtlich „Götterwind“, Bezeichnung für Todespiloten im 2. Weltkrieg Kampai japanischer Trinkspruch, "Prost!" Kanji japanische bzw. chinesische Schriftzeichen, wörtlich: „Zeichen der Han“ (Zeichen der Chinesen) Karaoke Singen zu Instrumentalversionen bekannter Lieder. Karaoke setzt sich zusammen aus den Wörtern „kara“ (leer) und der Abkürzung von „Orchester“ („Oke“) Karate japanische Kampfsportart Karoshi Tod durch Überarbeitung Kendo japanische Fecht-Sportart Kimono traditionelles japanisches Gewand für Frauen und Männer Koi japanische Zierkarpfen Konnichi wa Japanisch für 'Guten Tag' Kyudo sportliche Übung des Bogenschießens Manga japanische Comics Mikado Bezeichnung des japanischen Kaisers im Mittelalter Miso japanische Suppenart Mocchi Klebrige kleine Bällchen aus zerstampftem Reis, die in Japan traditionell zu Neujahr gegessen werden. Moshi-moshi japanische Begrüßung wenn man ans Telefon geht, etwa wie 'Hallo, hallo' Nashi japanische Birne Ninja japanischer Krieger Nippon offizielle Bezeichnung Japans in der Landessprache Nô Nô-Theater, ein traditioneller japanischer Theater-Stil Obi breiter Gürtel des Kimono Origami japanische Kunst des Papierfaltens Otaku fanatischer Anhänger eines Hobbys Ramen japanische Nudeln / Nudelsuppe Sake japanisches alkoholhaltiges Getränk mit ca. 15% Alkoholgehalt, hergestellt aus Reis Samurai japanische Krieger des Mittelalters mit hohem Ehrenkodex –san respektvoller Namenszusatz in direkter Anrede, z.B. Monika-san oder Neumann-san Sayonara japanischer Abschiedsgruß, speziell wenn man sich länger nicht mehr sieht Shiatsu wörtlich „Fingerdruck“, aus Japan stammende Form von Berührungstherapie Shiitake japanische Speisepilzart Shinkansen japanischer Hochgeschwindigkeitszug Shinto japanische Naturreligion. Dem Shintoismus zufolge wohnt in jeder Naturerscheinung (Steine, Pflanzen, Wetter) ein Gott (kami), der in dafür eingerichteten Schreinen verehrt wird. Shogi japanisches Brettspiel Shogun japanischer Fürst im Mittelalter Sudoku japanisches Zahlenrätsel Sukiyaki japanisches Gericht / Spezialität Sumo japanisches Ringen, Sportart Sushi japanisches Reisgericht Taifun tropischer Wirbelsturm; das jap. Wort Taifun stammt ursprünglich allerdings aus China Taiko traditionelle große japanische Trommeln, heißt wörtlich 'große Trommel' Tamagotchi Kleines elektronisches Spielzeug, das sich wie ein Haustier verhält Tatami traditionelle Bambusmatte, mit der japanische Zimmer ausgelegt sind Tempura japanisches Gericht / Spezialität Tenno jap. „Erhabener, Himmelskönig“, Titel des japanischen Kaisers Tofu aus Sojabohnenmilch gewonnenes quarkähnliches Produkt Tsunami plötzliche, meist durch Seebeben hervorgerufene zerstörerische riesige Meereswelle Yakuza japanische Mafia Yen japanische Währung Zen japanische Glaubensrichtung des Buddhismus
Der Landesname setzt sich aus den Zeichen 日 (Aussprache ni, in der Bedeutung „Tag“ oder „Sonne“) und 本 (Aussprache hon, in der Bedeutung „Ursprung“, „Wurzel“ oder „Beginn“) zusammen. Japan ist deshalb auch als das „Land der aufgehenden Sonne“ bekannt. Der zusammengesetzte Begriff kann sowohl „Nippon“ (にっぽん) als auch „Nihon“ (にほん) ausgesprochen werden: Während „Nippon“ eher in der formalen Sprache, auf japanischem Geld und Briefmarken sowie bei internationalen Veranstaltungen verwendet wird, kommt in der Alltags- und Umgangssprache „Nihon“ häufiger vor.
Die Nomenklatur des Landesnamens stammt von der offiziellen Korrespondenz der japanischen Herrscher mit der chinesischen Sui-Dynastie (6.–7. Jahrhundert) und bezieht sich auf die von China aus gesehen östliche Lage des Landes. Zuvor war das japanische Kernland als Yamato und als Hi no Moto (no Kuni) (日[の]本([の]国), „(Land des) Ursprungs der Sonne“) bekannt.
Der Name „Japan“ ist ein Exonym, das sich vermutlich von einer chinesischen oder Wu-Aussprache der Schriftzeichen ableitet. So gab etwa Marco Polo den chinesischen Begriff für Japan (chin.日本國, rìbĕnguó) als Cipangu wieder. Das frühere malaiische Wort für Japan, „Jepang“ (heute „Jepun“), wurde ebenfalls einer chinesischen Sprache entlehnt. Portugiesische Händler, die im 16. Jahrhundert in Malakka auf den Begriff „Jepang“ stießen, brachten ihn dann mit nach Europa. Im Englischen findet sich der Landesname in der Schreibweise „Giapan“ zum ersten Mal in einem Brief aus dem Jahr 1565.
Mythologische Namen sind Toyo-ashi-hara no chi-aki no naga-i-ho-aki no mizu-ho no kuni (豐葦原之千秋長五百秋之水穗國, dt. „Land der üppigen Schilfgefilde, 1000 Herbste, langen 500 Herbste und der fruchtbaren Reisähren“) im Kojiki, Toyo-ashi-hara no chi-i-ho-aki no mizu-ho no kuni (豐葦原千五百秋瑞穂之地, dt. „Land der üppigen Schilfgefilde, der 1500 Herbste und der fruchtbaren Reisähren“) im Nihon Shoki, kurz auch Toyoashihara no kuni (豊葦原国) und Mizuho no kuni (瑞穂国), Ashihara no naka-tsu-kuni (Kojiki/Nihon Shoki: 葦原中國, dt. „Land der Mitte [zwischen dem Himmel Takamanohara und der Unterwelt Yomi no kuni] der Schilfgefilde“), als auch Ōyashima no Kuni (Kojiki: 大八嶋國, Nihon Shoki: 大八洲國, dt. „Land der großen acht Inseln“), kurz auch Yashima.
Die Einreise nach Japan kann je nach Aufenthaltsdauer ein ziemlich langes bürokratisches Prozedere nach sich ziehen, weshalb man sich rechtzeitig vor Antritt der Reise informieren sollte, welche Unterlagen und Anträge benötigt werden. Allein die Tatsache, das es Japan sieben Kategorien von Visa sowie 28 Aufenthaltsgründe gibt, bezeugt jene komplizierte Vorgehensweise.mo