Auf einmal betrachtest du meinen Körper wie eine Landschaft. Und deine Blicke fühlen sich an wie kleine Flammen, wie eine Brennnessel, die über meine Haut streicht. Und dann deine Hände. Sie wandern über diese Landschaft, entdecken und erobern, finden und erreichen. Sie genießen mich. Nach deinen Augen genießen deine Hände und endlich genießen auch deine Lippen und alles andere von Dir. Du kannst meine Antwort auf DICH hören und fühlen und sehen. Und meine Haut vergisst nie. Kein Streicheln und keinen Schlag, keinen Kuss und keinen Kniff. Deine Fingerspitzen, die ganz zart meine Brüste umfahren, deine Fingernägel, die sich in mein Fleisch bohren, während du grob meinen Hintern umklammerst.
Dann lösch das Licht, und durch die Stille, fiebernd, verlangend, erwartungsbang, nur noch: unser zitternder Herzschlag! Trunken . . . stammelnd, meine Lippen . . . süß dein . . . Aufschrei! Seligkeit!
Und nichts als . . . wir, nichts . . . als wir! Arno Holz