nun werde ich mich auch noch vollends von meiner sogenannten "familie" verabschieden müssen. gut, vier meiner geschwister sind mir sowieso schon lange nicht mehr wichtig, auf meine eltern kann ich auch verzichten, obwohl meine mum an alzheimer erkrankt ist (mittlerweile weiss sie nicht mal mehr meinen namen), aber dass mir nun auch noch meine eine schwester, mit der ich, zumindest oberflächig, ganz gut zurecht gekommen bin, in den rücken fällt, das schmerzt.
ich war heute bei meinen eltern, meine schwester war wie immer da. und so ganz nebenbei hat sie mir eröffnet, dass meine mutter ins heim soll. das wäre nicht das problem, denn meine mutter ist inzwischen so dement, dass die pflege absolut zerstörerisch ist, für alle beteiligten. was mir so weh tut ist, dass z.b. eine cousine darüber schon lange bescheid weiss und dass meine schwester behauptet ich hätte ihr dazu nie geraten. das stimmt nicht: hatte ihr schon vor mindestens einem halben jahr gesagt, der schritt müsse getan werden. damals hat sie mich dafür verteufelt, gemeint sowas könne man doch nicht machen auch weil dann das haus draufgehen würde und meine vater aus dem haus raus muss, das würde ihn umbringen. und heute??? keine sprache mehr davon. das tut mir so richtig weh. sie will sich an mir rächen, weil ich mich vor gut einem jahr aus der pflege meiner mutter rausgenommen habe, weil ich mit der situation, mit meinen eltern und mit der ganzen familie nicht mehr zurechtkam. nur deshalb werde ich abgestraft. da ich mich aber nicht streiten will, werde ich mich zurückziehen. ich war sowieso nur noch sprachlos, hab mir das ganze gejammere von meiner schwester angehört. ich hab für sowas keine kraft mehr. deshalb bleibt mir nur der rückzug.
warum gerade alles jetzt? nun hab ich auch noch meine familie verloren. obwohl sie mir nichts bedeutet ist es dennoch traurig. hatte doch immer noch diehoffnung, dass wir uns alle irgendwann mal besser verstehen würden.
von h. auch kein lebenszeichen. ich bin so ziemlich am ende. ich bin verletzt, enttäuscht und einfach nur noch traurig. mein leben liegt wie ein scherbenhaufen vor mir. und ich bin nicht mal fähig dieses cherben zusammenzufegen, nein ich sitze mitten drin. die scherben schneiden mir symbolisch tiefe wunden ich fühle, dass ich ausblute.
ich hab seit montag urlaub, naja heute und morgen zwei tage unterbrechung wegen der schule, aber das kann ich verschmerzen. nächste woche hab ich dann "herbstferien", mit 41 jahren *smile*
letzten samstag, mitten in der nacht, hab ich h. eine email geschrieben. ich konnte nicht anders. ich hab fast zwei stunden gebraucht für ein paar zeilen; immer wieder was gelösacht, wieder was dazugeschrieben, usw.... schweren herzens habe ich sie dann abgesendet. bis jetzt keine reaktion, gar nichts. :-((
sechseinhalb wochen hab ich ihn nicht gesehn, eigentlich zeit genug um sich emotional von jemandem zu entfernen. pah!!! das gegenteil ist der fall. manchmal leide ich schlimmer als ein hund. letzten samstag hab ich mich bitterlich bei meiner freundin ausheulen dürfen. das tat gut, der kopf war ein wenig freier.
doch IHN krieg ich nicht aus meinem kopf und nicht aus meinem herz.......
* das herz ist in welten zuhause, die der verstand niemals erreicht *
...und mir fehlen die worte. was ich noch hab sind tränen und gedanken, diese gleich in unmengen, aber worte, worte finde ich dafür nicht mehr... und mit jeder woche wird es schlimmer anstatt besser. warum???
kleine erlebnisse wie am mittwoch werden mir dadurch vermiest, der positive effekt verpufft gnadenlos schnell.
ich bin wieder sehr traurig und enttäuscht. am meisten über mich...
mir wurde gesagt, ich muss mich liebenswert finden. wie soll ich das machen, wenn ich nicht mal weiss was ich eigentlich bin??? ja, ich weiss es nicht. warum beeinflusst das, was in meiner kindheit falsch lief, mit einem mal mein leben so stark? warum jetzt auf einmal?
ich habe soviele fragen und ich kann sie mir nicht beantworten,weil ich nicht weiss, wer ich bin. ich hänge irgendwo in der luft.........
...mit einer nicht vorhersehbaren überraschung. schön, dass es sowas auch noch für menschen jenseits der vierzig und jenseits der fünfzig gibt. man sollte eben nie das kind bzw. den teenie in einem völlig begraben, offen sein für ein wenig "blödsinn" und schon endet ein tag anders als man ihn sich vorgestellt hat. ich bin froh, dass ich dieses kind in mir manchmal rauslassen kann, auch wenn dies meinem biologischen alter nicht entspricht: ich pfeif' drauf..............