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Yes she can! A blog on gender equality


Von: yes0she0can
yes0she0can

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Was Frauen bewegt - was Frauen bewegen

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Neuste Posts:
In eigener Sache: Kalender gebraucht?
Zickenkrieg olé oder: Tausche alt gegen neu
Grün, Grün, Grün...
Champion des Monats
Davos der Frauen: Von Deauville nach Täbris
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Von Frauen und Motoren
Die Krise als Chance - oder: Wie aus Banken Engel werden
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Grand jeu-concours dans le blog de l’équipe  Fragen, Meinungen, Anregungen... Wir freuen uns auf Sie in unserem Team-Blog!
 Yes she can! A blog on gender equality 
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In eigener Sache: Kalender gebraucht?Erstellt am 7. Dezember um 12:28 
In eigener Sache: Kalender gebraucht?
Normalerweise widme ich mich an dieser Stelle hier den Anderen: Was sie erreicht haben, was nicht, was sie besser machen können.

Manchmal - und heute ist so ein Tag - wollen wir uns aber auch selbst einmal der Meinung unserer Kritiker stellen. Und natürlich auch ein wenig für uns selbst werben.

Am vergangenen Freitag wurde in Brüssel "Women Inspiring Europe" feierlich vorgestellt, "Frauen, die uns inspirieren". Aus über hundert Bewerbungen wurden 12 Damen ausgesucht, die sich besonders für ihr Umfeld eingesetzt haben, ein großes Vorbild sind und insbesondere für Frauen eine Lanze gebrochen haben. Die Zahl erlaubt es, sie zunächst in einem Kalender vorzustellen.

Was haben wir damit zu tun? Nein, keine der Frauen arbeitet für uns (aber der Wettbewerb geht 2011 weiter...). Aber die Erstellung des Kalenders und der noch zu veröffentlichen Porträts (jeden Monat ein neues) ist auf unserem Mist gewachsen. Den Kalender kann man bestellen: www.eige.europa.eu

Auf dem Foto (von links): Comfort Momoh, die eine Klinik für Frauen nach Genitalverstümmelung in England aufgebaut hat, die bulgarische Frauenrechtlerin Stanimira Hadjimorva, ich, Cristina Gallach, für 15 Jahre Sprecherin von Javier Solana (in NATO und EU).
Zickenkrieg olé oder: Tausche alt gegen neuErstellt am 1. November um 15:12 
Zickenkrieg olé oder: Tausche alt gegen neu
Wumms....die CSU hat eine Frauenquote! Deutschlands Bayern-Partei zeigt sich plötzlich progressiv. Statt Frauen an den Herd heißt es Frauen an die Macht.

Zu 40 Prozent weiblich sollen ab 2011 Landes- bzw. Bezirksvorstände sein.

Herbeigeführt hat das Angelika Niebler (rechts), Vorstizende der Partei-Frauenunion. Dem stärksten Widerstand musste sie sozusagen aus den eigenen Reihen ertragen: Mit pinken T-Shirts protestierten die Frauen der jungen Union unter Katrin Poleschner (links) dagegen. "Junge Frauen gegen die Quote", so der Slogan, die Facebook-Gruppe, die Botschaft. Sie wollen in die Führungsgremien, weil sie dort gebraucht und gewollt werden - nicht um einen Platz zu füllen.

Es ist absurd: Die Quote soll vor allem junge Aufsteigerinnen wie Katrin Poleschner befähigen und sie an den Seil- und Machenschaften der Männer vorbei nach oben befördern. Aber sie will das gar nicht. Nicht das Geschlecht soll über ihr Fortkommen entscheiden, sondern die Leistung.

Die Älteren, die wie Angelika Niebler schon lange im Geschäft sind, sehen es anders, pessimistischer. Sie glauben nicht (mehr), dass Frauen wirklich eine faire Chance bekommen - trauen das noch nicht einmal der eignen Partei zu!

Es steht Erfahrung gegen Ehrgeiz - wer hat nun Recht?


Klar ist: Keine Frau will eine Quotenfrau sein und nur im Chefsessel sitzen, weil sie einen Busen und ihre Tage hat. Und keine Frau will, dass Quotenfrauen das Image des Geschlechts dauerhaft schädigen (...nur da wegen der Quote...).

Klar ist aber auch: Die Frage, wie mehr Frauen das Sagen bekommen, ist uralt. Zu wenig hat sich bisher getan. Und: Das gute Personal geht unter Männern einfach schnell aus.

Eine Quote kann es aber auch nicht für immer geben. Sie muss zeitlich begrenzt sein, um erst einmal eine kritische Masse an Frauen zu schaffen. Dann gehört sie wieder abgeschafft. Denn haben Frauen keinen Anreiz, die Männern mit ihrer Leistung zu überflügeln. Der Rock genügt ja...

Dass die konservative CSU eine Frauenquote für die eigenen Reihen einführt, zeigt, wie willig und einsichtig die Männer sind. Die Diskussion zeigt aber auch: der ärgste Feind der Frauen sind meist die anderen Frauen.

In Bayerns verpiefter Jedermann-Partei gibt es jetzt eine Frauenquote - ob nun gut oder nicht - es ist revolutionär! Und ganz so verpieft ist die CSU ja ohnehin nicht mehr. Da gibt es doch zum Beispiel die Gutenbergs, die neue Generation sozusagen. Aber mit den Neuen ist es ja so eine Sache...

Eure Shila
Grün, Grün, Grün...Erstellt am 17. Oktober um 12:19 
Grün, Grün, Grün...
Grün ist schon lange kein Trendthema. Grün ist gekommen um zu bleiben. Und es mag in der Natur der Frauen liegen oder daran, dass gerade, als immer mehr Frauen die Welt der Wirtschaft einnehmen, als Unternehmerinnen oder Managerinnen, aber Umweltschutz wird hier immer wichtiger.
Und für uns als Verbraucher ist es schon zu einer täglichen Beschäftigung geworden, lang nicht mehr hat es etwas mit Gutemenschentum oder Aktionismus zu tun. Aber wer würde nicht die eine Packung Karotten nehmen, wenn die andere 100 Tonnen Wasser verbraucht, mit künstlichem Dünger gewachsen, unreif geerntet und dann 2000 Kilometer bis zum Supermarkt unterwegs war? Es ist eine Frage der Logik – und der Information.
Der zweite Tag des Women’s Forums in Deauville war ganz dem Umweltschutz und der Nachhaltigkeit gewidmet: wie mit den knappen Ressourcen verantwortungsvoll umgehen, wie Abfall auf das Allernötigste reduzieren und Recycling (im Sine von Wiederbenutzen) auf das Maximum steigern? Von Strom über Beauty bis hin zu Klamotten haben Unternehmen suchen Unternehmen nach ihrer „grünen Lösung“. Sie merken: Nur, wer den heute bestens informierten Verbrauchern wirkliche Lösungen bietet, kann punkten. Und sie müssen: In weniger als einer Generation werden natürliche Ressourcen wie Öl oder Gas aufgebraucht sein. Da müssen flotte Lösungen her.

So wie die von Mah Hussein. Ihre organische, ökologische, vegane und halale Kosmetiklinie Saaf erobert gerade den englischen Markt – mit seiner Qualität. Gerade hat die promovierte Biologin es damit in die Endrunde des Cartier Unternehmmerinnen-Preises geschafft.

Saaf ist Luxus pur und zeigt: Öko sein bedeutet nicht Kompromisse machen, sagt sie.

„Man kann jeden Luxus der Welt haben, gut zu sich sein, so sehr man will. Wir haben die Lösungen, die Frage ist nur: Sind wir bereit für sie?“
Ach ja, übrigens, Saaf-Produkte stecken in wiederbenutzbarer Verpackung. Und die Farbe für die Aufschrift ist auch organisch und biologisch abbaubar. Nur so zur Info.


Champion des MonatsErstellt am 16. Oktober um 19:15 
Champion des Monats
Hätten wir eine Rubrik "Held des Monats", James Turley würde sie für den Oktober sicher füllen. Es ist ja nicht so, dass ich es nicht wollen würde. Aber endlich kann ich hier auch einmal etwas Gutes über einen Mann schreiben.

Turley ist der Chef der Beratungsfirma Ernst & Young. Viel wichtiger für diesen Blog: Er ist die Stimme und das Gesicht der CEO Champions, eine Gruppe von über 20 Unternehmenschefs. Hinter verschlossenen Türen berieten sie hier bei Obst, Champagner und Nestlé Kaffee (übrigens der übliche Snack hier), was sie gemeinsam für die Förderung von mehr Frauen in ihren Unternehmen tun könnten. Niemand erwartete, dass tatsächlich mehr als die übliche Leier à la "Wir wollen Frauen fördern" herauskommen würde.

Doch nach dem Treffen trat Turley mit zufriedenem Lächeln vor die Kameras (und es sind wirklich viele hier, glaubt mir!). Selbst ist er als absoluter Verfechter von "Diversity" in Unternehmen bekannt, von sieben Einheiten werden bei ihm selbst drei von Frauen geleitet, eine von einem schwarzen Mann, drei von weißen Männern.

Turley erklärt, was Familienfreundlichkeit ihm selbst bedeutet hat: Als sein Sohn zwei Jahre alt war, wollte er derjenige sein, der mit ihm einen wöchentlichen Gymnastikkurs besucht. "Ich hatte das Glück, dass man mir vertraute, dass ich meine Arbeit trotzdem machen würde." Das war vor 24 Jahren. "Das hat mir damals unglaublich viel bedeutet. Ich habe meinen Job mit noch mehr Freude machen können."

Und so scheint Turley auch die richtigen Argumente gefunden zu haben, um seine Kollegen, die anderen Chefs der größten Unternehmen der Welt, zu bewegen.

Auf sechs Punkte haben sich die Chefs von Coca-Cola bis Sanofi Aventis geeinigt. Die Förderung von Frauen wollen sie künftig zu ihrer persönlichen und damit zur Chef-Sache machen, bei Bewerbungen stets auf die Vielfalt der Bewerber achten, aktiv für bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf sorgen - und allen anderen Chefs Feuer unter dem Hintern machen, die noch nicht dabei sind! Beim nächsten Women's Forum 2011 wollen sie sich an ihren Versprechen messen lassen.

"Jetzt ist die richtige Zeit, das zu tun.", erklärt Sylvain Vincent von Ernst & Young Kanada. "Während die Wirtschaft sich derzeit erholt, brauchen Unternehmen diese neue, frische Perspektive von Frauen um ihr Wachstum anzukurbeln und im globalen Wettbewerb mitzuhalten. Und Männer müssen in diesem Prozess diejenigen sein, die in die Diskussion einsteigen und sie befeuern."

Wir sind gespannt und werden berichten. Bis dahin wünschen wir den CEO Champions ein gutes Gelingen!

Mehr zu den CEO Champions unter: http://www.womens-forum.com/index.php/main/meetings/other/14/394

Davos der Frauen: Von Deauville nach TäbrisErstellt am 14. Oktober um 11:48 
Davos der Frauen: Von Deauville nach Täbris

Was ist einer der schönsten Orte der Welt, wenn es langsam aber sicher Winter wird? Ich finde, die Küste. Deauville, der französische Badeort am Atlantik ist da einer der besonders charmanten Orte, ein Idyll. Hier kann man atmen, man kann frei sein!

Und von hier aus geht eine Botschaft nach Täbris, einer Stadt im Nordosten der Islamischen Republik Iran, mehr als 5000 Kilometer entfernt.

Der Ruf gilt Sakineh Aschtiani, der Frau, die im Iran zum Tod durch Steinigung verurteilt worden war, einem Land der Unfreiheit, der Unterdrückung, das alles verkörpert, von dem Deauville zu befreien sucht. Der Ruf geht aus von mehr als 1300 Teilnehmern des diesjährigen Women's Forums for the economy and society. Es sind Worte der Unterstützung, des Mitgefühls - auch der Verzweiflung über die Willkür gegen Frauen wie Sakineh.

Und so beginnt dieses Women's Forum, das "Davos der Frauen", das Minister, Unternehmenschefs, Direktoren und "key players" dieser Welt begrüßen und ihnen eine Bühne bieten wird damit, dass die Anwesenden im Saal aufgestanden sind, in die Hände klatschen und ihren Blick auf das Gemälde einer Frau mit Kopftuch richten: Sakineh.

"Die Todesstrafe wurde zwar ausgesetzt, aber wir haben erfahren, dass nun der Sohn und der Anwalt von Sakineh inhaftiert wurden, gemeinsam mit zwei deutschen Journalisten, mit denen sie sich getroffen haben.", erklärt Aude Zieseniss de Thuin, Direktorin und Gründerin des Forums. "Deshalb müssen wir den Druck weiter erhöhen."

Dieses Women's Forum ist ihr gewidmet, die Botschaft: Wir sind mit dir! Die Botschaft geht aber auch an die anderen. Sie lautet: Glaubt nicht, dass wir Sakineh vergessen.

Was für ein fulminanter Auftakt!

Bis später mit mehr!

Eure Shila

PS: Die Petition für die Freilassung Sakineh Aschtianis könnt Ihr hier unterzeichnen: www.freesakineh.org

Foto: Das Gemälde von Sakineh von Künstlerin Caroline de Boissieu


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