Ich muss nur noch 13 Stunden arbeiten (heute noch eine, morgen 4 und Mittwoch 8) plus mir noch nicht bekannte Stunden in der Sitzung heute Abend - dann habe ich drei einhalb Wochen Urlaub!! Die ersten paar Tage werde ich zum Erholen nutzen, dann geht's ans Basteln. Die Tischkarten für die Hochzeit müssen noch beschriftet haben, nachdem am Wochenende 4 Absagen kamen (3 Wochen vor der Hochzeit...) hoffe ich, dass jetzt keiner mehr absagt und alle wirklich kommen. Die Notfallkörbe müssen bestückt werden und die Freudentränentaschentücher wollen eine schicke Hülle gebastelt bekommen. Außerdem bastele ich auch an mir herum, nächste Woche habe ich einen Termin im Beautysalon, da gibt es aber "nur" ein Meersalzpeeling und eine Hot-Stone-Massage, erst in der Woche drauf wird sich nochmal um meine Haare gekümmert, Augenbrauen und Wimpern gefärbt. Dann bin ich fertig - und dann ist es auch schon so weit! Nur noch 2 Wochen und 5 Tage, dann heiraten wir! Jetzt geht es also wirklich auf den Endspurt zu, komisches Gefühl. Ich bin viel zu ruhig, überhaupt nicht ängstlich oder nervös, ich hoffe nur, dass ich den Tag wirklich genießen kann! Dass ich nicht müde bin (wie zur Zeit oft) oder mich im Kleid eingeengt fühle, ja ich wünsche mir, dass es ein toller Tag wird, den ich voll und ganz auskoste.
Bis dahin heißt es nun aber noch an alle streng organisierten Termine denken... morgen muss ich zum Ersttrimesterscreening, was man als Nackenfaltenmessung kennt. Donnerstag geht's zum Brautkleid-probieren, nächste Woche wieder normale Vorsorgeuntersuchung, Schatzis Geburtstag und Zahnarzttermin an einem Tag, Brunch und Beautyfarm mit Schwester, Oma's 80er Geburtstag, Tantes 60er Geburtstag, Polterabend vorbereiten (Dekorieren, Essen machen...), Polterabend feiern, Kutsche schmücken (machen wir selbst), Frisörbesuch und dann endlich HOCHZEIT. Ihr seht, ganz schön viel im Terminplan. Kann also gut sein, dass meine Blogeinträge erstmal etwas weniger werden... Und danach? Tja... dann kommt erstmal so eine Art "Loch". Vor dem graute es mir eigentlich immer, aber jetzt, wo ich unser Pünktchen in mir trage, ist das nicht mehr so schlimm. Schließlich müssen wir dann auch langsam das Arbeitszimmer ausräumen und ein Kinderzimmer draus machen, das wird das wohl so das nächste sein, was wir nach der Hochzeit in Angriff nehmen werden. Aber erstmal gönnen wir uns Ruhe und unternehmen bestimmt auch was schönes zusammen, aber geplant ist noch nichts. Die Hochzeitsreise kommt ja erst im Mai auf uns zu, na ja, dann eben ein bisschen Urlaub zu Hause ;-)
Am Freitag haben wir uns übrigens einen Babybody und ein Baby-T-Shirt bedrucken lassen, einmal mit einer Feuerwehr und einmal mit einem Polizeiauto drauf. Natürlich hat mein Verlobter das ausgesucht, aber ich habe ihn dabei unterstützt. Denn was er nicht weiß, genau so etwas wollte ich ihm eigentlich zum Geburtstag schenken, habe es aber nirgendwo gefunden. Dann bummeln wir über eine Messe und sehen tatsächlich einen Druckstand, wo man das direkt vor Ort machen lassen kann, cool. Jetzt kann er seinen Sohn oder seine Tochter gleich im passenden Outfit kleiden, wenn er ihm/ihr Papis Arbeit und Papis Hobby zeigt!
Ich habe mir dafür am Samstag zwei neue Umstandshosen gegönnt, eine Blue Jeans und eine weiße. Meine schwarze, die ich schon vor 3 Wochen gekauft habe, trage ich heute auch das erste Mal. Ist sau bequem und erleichternd, wenn man nicht ständig gucken muss, dass alles sitzt. Umstandshosen sind sowieso richtig toll! Passen wie angegossen und machen schlanke Beine und Hüften. Habe jetzt schon Angst, wenn ich irgendwann wieder meine normalen Hosen tragen muss...
Seit einigen Tagen habe ich nicht gebloggt, was so aber eigentlich nicht stimmt. Zuverlässig wie fast jeden Montag habe ich auch vorgestern fleißig geschrieben, dummerweise wollte ich dann eine Tastenkombination ausführen, um mir ein Wort zu sparen und bumm war ich plötzlich auf einer anderen Internetseite. Ach, ich hasse diesen Apple hier auf Arbeit! Danach hatte ich dann keine Lust mehr und wollte es auf Dienstag verschieben... tja wieder bumm, denn gestern fiel dann gegen Mittag das Internet aus *arg*, darf doch nicht wahr sein! Also probiere ich es heute noch einmal, mal gucken, ob es klappt.
Am Sonntag hatte ich Geburtstag (danke für die Glückwünsche!) und eigentlich war es ein richtig toller Tag. Mein Verlobter hat mir 25 rote, langstielige Rosen geschenkt - ein wahnsinniger Strauß! Meine Familie war auch da und sie waren wie immer so lieb zu mir! Es gab leckeren Kuchen, viele schöne Geschenke und eigentlich war alles perfekt, bis auf mein unausstehliches Schwiegermonster. Die war nämlich auch da, samt Bruder meines Freundes mit Freundin. Sein Vater war krank und blieb deshalb zu Hause, na von mir aus. Schwiegerdrachen zog die ganze Zeit ein Gesicht, das kann man sich nicht vorstellen. Mundwinkel hingen sonst wo, Kopf meistens weggedreht, bloß nicht irgendwie ins Gespräch kommen mit meiner (Pöbel-)Familie. Mein Geschenk überreichte sie mir übrigens mit den Worten "Hier, hat mein Sohn gesagt, soll ich dir schenken." Ähm... ok. Das einzige, was sie noch von sich ließ, war Gemecker darüber, dass sie für meine Geburtstagskarte (die sie mir im Namen der Großeltern übergab) ewig "rumgerannt" ist. Ja doch, da merkt man schon, wie gerne und aus dem Herzen heraus sie mir etwas schenkt. Als ich mich bei allen laut bedankte, hob sie nicht einmal den Kopf, sie ignorierte es einfach. Glücklicherweise blieben sie nicht lange, sondern verschwanden nach dem Kaffee schnell wieder. Am Abend waren wir noch mit meiner Familie essen, was auch nochmal richtig toll war. Ich schockte meine Familie jedoch etwas mit meinem unstillbaren Appetit, weil ich nach einer Vorspeise und meinem Teller auch noch die Reste meiner Schwester verputzt habe, danach aber noch hungrig war ;-)
Am Abend kam dann mein Freund von allein auf mich zu und beschwerte sich über seine Mutter. Ich versuche ja immer, mich da extrem zurück zu nehmen, weil ich bei ihm keinesfalls den Eindruck wecken will, dass ich gegen sie hetze. Aber wenn er anfängt, mache ich gern mit. Er war ganz schön sauer auf sie, weil sie sich so dämlich benommen und mir damit auch ein Stück meinen Tag versaut hat. Wir wollen nun die Hochzeit abwarten und wenn sie sich dort auch so benimmt, haben wir uns vorerst das letzte Mal gesehen. Erst meckert sie ständig, dass wir uns so selten sehen und wenn wir sie dann mal einladen, zieht sie ne' Fresse... logisch.
Gestern war es soweit, wir haben unsere Eheringe abgeholt! Ich war ganz schön aufgeregt, denn wir haben ja keine Ringe von der Stange sondern eigens für uns angefertigte Stücke. Damit haben wir sie vorher nie gesehen, immer nur darüber gesprochen, wie sie aussehen sollen. Besonders gespannt waren wir auch auf die Gravur - unsere Handschrift und vor allem unsere beiden Katzen! Begrüßt wurden wir wieder sehr freundlich vom Verkäufer und seinem Hund, wir setzen uns, plauderten kurz und endlich holte er die Ringe raus - toll!!!! Mein Ring mit seinem Kranz aus Brillianten ist ein Traum und auch der Ring meines Verlobten ist sehr besonders und schön. Der Hammer ist natürlich die Gravur, ich musste richtig lachen, als ich unsere beiden Schätze erkannt habe! Der Verkäufer erzählte uns noch ein bisschen von seinen Erlebnissen auf diversen Hochzeitsmessen, wo er jedes mal von unseren besonderen Ringen geschwärmt hat. Keiner glaubte ihm so richtig, dass man Fotos in Ringe gravieren kann, aber unsere sind der beste Beweis. Übrigens hat es im Rückblick 4 Monate gedauert, bis die Katzen in den Ringen waren. So kompliziert war die Umwandlung der Fotos und das alles ohne Aufpreis, eine Standardgravur hätte uns genau das gleiche gekostet. Deshalb: wer Eheringe sucht, geht zu Marrying! Die sind klasse.
Danach besuchten wir mal wieder meine Freundin mit Baby, ich wollte mir schließlich noch mein Geburtstagsgeschenk abholen. Die Kleine hat mich sage und schreibe 5 mal vollgekotzt, komischerweise fand ich es absolut nicht schlimm. Härtet man schon ab, wenn man nur schwanger ist? Kommt mir fast so vor... Uns fiel dann auf, dass ich kurz vor dem ET stehe, wenn ihre Tochter 1 Jahr alt wird. Damit beginnt dann für uns beide wieder ein neues Leben, sie muss zurück in den Job und ich beginne meine Elternzeit... ach wenn es doch nur schon so weit wäre, ich kann es kaum noch erwarten. So oft reden mein Verlobter und ich darüber, wie es wohl wird, wenn unser Zwerg endlich auf der Welt ist. Manchmal legen wir uns sogar schon - Achtung peinlich - einen Strampler auf den Arm und sagen dann so etwas wie "schau mal wie klein und süß das aussieht!!!". In solchen Momenten kommen mir die 6 Monate, die es nun doch dauert, wie eine unendliche Ewigkeit vor. Wenn ich dann aber überlege, dass wir in 3 einhalb Wochen heiraten, dann 2 Monate später im Mai in die Flitterwochen fahren und ich nur noch einmal 2 Monate später schon in den Mutterschutz gehe, wirkt es gar nicht mehr so weit weg, man muss sich alles nur in kleine Etappen einteilen.
Bild: Nächstes Mal sollte ich meiner Schwiegermutter den "Schwiegermutter-Hocker" hinstellen...
Juhu! Ich bin endlich im 4. Monat schwanger! Unglaublich, habe ich doch "gerade eben erst" festgestellt, dass ich schwanger bin, so bin ich jetzt schon im 2. Trimester. Fühlt sich gut an. Natürlich sieht man auch schon ein bisschen was, ich zumindest. Ich habe zwar keinen Babybauch in dem Sinne wie man es sich vorstellt, aber doch einen etwas ausgeprägteren "Ranzen" ;-)
Heute hatte ich auch meinen 1. Hebammentermin, der lief ebenfalls sehr gut. Die Hebamme, Maren, ist unheimlich nett und hat eine sehr offene, unkomplizierte Art an sich. Wir haben alles besprochen, was wir so machen, wann welche Kurse gegeben werden usw. und wir haben uns auch direkt bei ihr angemeldet, hat einfach alles gepasst. Auch mein Verlobter kam gut mit ihr aus, wir können uns gut vorstellen, dass sie uns durch die nächsten Monate begleitet.
Danach wollten wir noch ins Möbelhaus fahren, um uns ein Kinderzimmer aus der Werbung anzugucken. Leider habe ich mein Wasser zu Hause vergessen (gehe sonst nie ohne Wasser aus dem Haus!) und auf dem ganzen Weg dorthin war nicht ein Supermarkt.... demnach war ich total ausgetrocknet und schlecht gelaunt als wir ankamen... mh... lief nicht so gut. Mein Verlobter hat es leider auch nicht geschafft, mich aufzumuntern, er lässt sich dann dummerweise immer mit runter ziehen und ist sogar noch sauer auf mich (zumindest empfinde ich das so). Ich glaube wirklich, dass er das noch lernen muss, schließlich bin ich schwanger, da ist man nunmal etwas empfindlicher und braucht jemanden an seiner Seite, der einen aufbaut. Heute habe ich das wirklich gemerkt, ich hätte heulen können. Hatte aber auch wirklich Durst!
Ansonsten bereite ich das Haus für meinen Geburtstag am Sonntag vor, wir bekommen einigen Besuch. Morgen werden wir also wischen, schrubben und dekorieren, damit alle sich wohl fühlen. In zwei Tagen bin ich dann ein viertel Jahrhundert alt ;-)
Ich hatte mir für gestern fest vorgenommen, meinem Chef und nur meinem Chef, von der Schwangerschaft zu erzählen. Die Gelegenheit war nicht ideal, aber ok, ich sehe ihn ja sonst nie persönlich. Wir hatten nämlich gestern Abend eine Vorstandssitzung, bei der wir uns treffen würden. Erstmal erging es mir gestern so, dass meine Laune immer tiefer rutschte, je später es wurde. Bereits gegen Nachmittag war ich müde und richtig erschöpft, als ich kurz nach 5 zu Hause war, war ich so richtig genervt und gereizt. Mein armer Freund, der hat wieder alles abgekriegt, obwohl er nichts dafür konnte. Ich hatte ganze 2 Stunden, um mich kurz zu erholen, etwas zu essen und dann sollte es wieder los gehen. Da kann man schon mal genervt sein, oder? Bei der Aussicht auf einen 12-Stunden-Arbeitstag...
Somit war ich mir total sicher, dass ich nicht nur meine Schwangerschaft mitteilen würde, sondern auch, dass ich ab jetzt nicht mehr nach 20 Uhr arbeiten kann, von nun an sämtliche abendliche Sitzungen ohne mich stattfinden würden (ich protokolliere diese immer). Nun trafen wir uns halb 8, diesmal nicht im Büro sondern auswärtig, weil wir von einem ansässigen Unternehmer eingeladen wurden sind. Er führte uns durch seine Firma und direkt am ersten Eingang gab es einen Sektempfang... na prima. Von allen 10 Anwesenden war ich natürlich die einzige, die nichts getrunken hat. Es dauerte keine 3 Sekunden, da fragte mich ein Kollege "Bist du schwanger?", diese Frage hörte ein zweiter Kollege, der natürlich sofort ins selbe Horn blies. PRIMA! Mein Chef lief indes einige Meter vor uns und bekam von dem Gespräch nichts mit. Beim besten Willen, ich konnte nicht nein sagen, so grinste ich nur und sagte, die beiden sollen mich das nicht fragen. Kollege 1 streichelte mir gleich lieb über den Rücken und freute sich (wir verstehen uns privat ganz gut) und Kollege 2 posaunte weiter herum, man sähe mir das doch eh an so sehr wie ich grinsen würde *peinlich*. Dazu muss ich sagen, dass ich nie etwas trinke, wenn wir eine Vorstandssitzung haben. Warum ihnen das ausgerechnet jetzt aufgefallen ist, wüsste ich ja mal gerne.
Nach der kleinen Führung saßen wir dann zusammen und sprachen 2 Stunden über übliche Themen, es war schließlich halb 11 (!!!), als sich die Hälfte der Leute verabschiedete. Ich witterte meine Chance, mir meinen Chef zu krallen und es endlich los zu werden, aber nein, er gehörte zu den 4 Leuten, die sich noch ein Bier aufmachten und plauderten... prima. Ich holte mir langsam meine Jacke, legte meinen Schal um, überlegte, wie ich ihn um ein Gespräch bitten könnte, da fragte mich ein anderer Kollege am Tisch, ob ich denn nie Alkohol trinken würde. "Nein, ja, manchmal, na ja nur ganz wenig, aber zur Zeit nicht." - "Warum zur Zeit nicht? Was ist denn zur Zeit?" - "SIND SIE ETWA SCHWANGER?" platzte es da aus einem weiterem Kollegen heraus. Ich glaube, ich wurde knallrot... *g* Ich sagte dann, dass ich das eigentlich nicht so öffentlich erzählen wollte sondern erst mit dem Vorsitzenden persönlich klären, aber ja, ich sei schwanger. So, es war raus. Die Reaktionen waren ganz anders, als ich sie mir vorstellt hatte. Alle freuten sich riesig, stießen sofort auf mich an, fragten mich aus und mein Chef plärrte rum, dass er das bereits seit einem halben Jahr immer wieder seiner Frau sagte, ich sei bestimmt schwanger oder würde es werden. Also, sie nahmen es alle sehr gut auf, obwohl es alles Männer sind.
Natürlich kam ich im Taumel der Freude (die mich echt verwirrte) gar nicht dazu, irgendwelche organisatorischen Dinge zu klären. Alles, was ich mir zurecht gelegt hatte - Informationen über den ET, Mutterschutz, Arbeitszeiten - war wie weg und wäre in dieser Runde auch deplaziert gewesen. Na gut, zumindest ist es jetzt ausgesprochen, alles weitere ergibt sich sicherlich.
Mit jedem Tag wird es nun etwas öffentlicher. Fühlt sich richtig gut an.
Och menno, wieder Montag! Wieder so ein Morgen, an dem ich mich noch einmal rumdrehe und mir denke, wie schön, dass ich noch schlafen kann... Gerade mummele ich mich dick in die Decke ein, da klingelte dieser dämliche Wecker! Darf doch wohl nicht wahr sein!!! Natürlich schreit mein Körper schon wieder nach Kaffee, der Trottel hat wohl vergessen, was beim letzten Kaffee passierte?! Ich trinke ja im Grunde keinen mehr, nur ganz selten gönne ich mir einen leckeren Latte oder aber die dünne Brühe bei meiner Mam ;-) Anscheinend ist mein Körper das bisschen schon nicht mehr gewöhnt, so reagierte ich am Samstag mit Herzrasen und Unwohlsein auf Kaffee... komisch. Aber interessant, wie schnell das gewohnte Koffeinpensum sich doch wieder runterschraubt, na dann bleibe ich eben bei Früchtetee.
Tja, Samstag war es also soweit, die Schwiegereltern sollten erfahren, dass Nachwuchs ins Haus steht. Bei der Begrüßung war ich, ehrlich gesagt, schon wieder bedient. Dieses und jenes passte ihnen nicht, Wetter scheiße, alles scheiße, aber ich setzte mich durch und so gingen wir in mein Lieblingseiscafé. Wir plauderten über den Polterabend und die Hochzeit (und holten uns Schälte ab, weil wir dieses und jenes noch nicht vorbereitet haben), über die Arbeit und was weiß ich was... gerade als mein Verlobter und ich uns so langsam dezent darüber verständigten, es jetzt zu sagen, fragte seine Mutter doch tatsächlich: "Und, was macht mein Enkelkind?"STILLE. Nachdenken... im Kopf kramen... woher zur Hölle kann sie das wissen?"Welches Enkelkind?", fragte ich. Dann wurde klar, sie meinte es eher so, wann denn nun endlich eines kommen würde. Während ich ausschweifend erklärte, dass uns das momentan nicht passen würde (hihi), holte mein Freund die Tüte mit dem Body und den Ultraschallbildern raus und gab sie seiner (etwas deprimierten Mutter). Sie holte den zusammen gewickelten Body raus, wunderte sich, was das sei, wickelte ihn aus und sagte "Oh, schön." Ähm, hallo??? Wie schön? Ich regte mich innerlich schon wieder über so viel Gleichgültigkeit auf, bis ich jedoch sah, dass sie Tränen in den Augen hatte. Mein Schwiegervater sah sich die Ultraschallbilder ein und meinte dann "Tja, was sagt man da jetzt? Glückwunsch oder so?" (Neee....) Ja, auch darüber habe ich mich ein bisschen geärgert, aber andererseits sind sie eben so. Die kennen das nicht, dass man seine Gefühle zeigt, meine Eltern sind eben ganz anders. Bei mir sind gleich alle aufgestanden und haben uns gedrückt, hier lief es eben so ab. Na ja, aber ich habe schon gemerkt, dass sie sich gefreut haben.
Danach folgten die logischen Sprüche, sie wollen das Enkelchen auch mal haben, sie können Tipps geben, wollen das Zimmer mit gestalten, mit einkaufen und und und. Mittlerweile weiß ich, dass ich das möglichst geschickt ignorieren sollte. Lachen musste ich allerdings auch, ich gebe es zu. Meine SchwieMu ereiferte sich (mal wieder) über die Katzen, die würden sich dann ja aufs Kind legen und es ersticken (ne, ist klar), die Katzen müssten weg. Ok, so sagte sie es nicht, sie hätte es aber sicher gern. Mein SchwieVa meinte dann zu uns "Sagt ihr einfach, ihr gebt die Katzen weg und schafft euch eine Giftschlange an, die im Kinderzimmer wohnt, dann ist sie zufrieden." Hihi, Muttern war ein bisschen sauer über diesen Kommentar, aber vielleicht hat sie selbst mal gemerkt, dass sie sich nicht zwischen uns und unsere Katzen stellen darf.
Alles in allem verlief es also recht gut, natürlich weiß es jetzt schon sämtliche Verwandtschaft meines Freundes. Das Telefon stand gar nicht mehr still... Aus meiner Familie weiß es ja sonst noch keiner, werde es also nun auch meiner Mam erlauben, dass sie es rumposaunt ;-) .
Vorhin habe ich einen Termin mit einer Hebamme ausgemacht, für Freitag. Langsam bräuchte ich echt einen Assistenten, ich habe so viele Termine, da komme ich selbst fast durcheinander. Eigentlich dachte ich ja, dass das mit der Hebamme noch massig Zeit hätte, aber ups, ich bin gerade so noch rechtzeitig, denn bis August ist sie schon voll. Na, wenn man bedenkt, dass mein ET am 9.9. ist, hätte ich keine Woche mehr warten dürfen. Ich dachte wirklich, bei uns in der Provinz kann man sich Zeit lassen, diese Hebammen-Notstände kennt man ja nur aus den Großstädten, haha, nix da! Natürlich lernen wir uns am Freitag erstmal kennen, aber ehrlich gesagt, ich habe keine Lust, tausend Hebammen kennen zu lernen. Also gucken und hoffen, dass sie nett ist.