Beschreibung: Irgendwie krieg ich das schon hin ;-) auch wenn ich etwas Verrückt bin. Um mich selbst vor Dummheiten zu bewahren, da mir die Beschreibung der Situation, einfach gut tut und mir manchmal Klarheit gibt. Und wer weiss, vielleicht amüsiere ich mich ja selbst noch mal über die weibliche Psyche..... *grins* (Achtung: es können auch böse Wörter fallen)
08:35 Uhr Also mein Morgen verlief mal wiederwie am Schnürchen. Könnte es etwa sein, dass ich mir denn nun so etwas wie eine gewisse Kontinuität zum Positiven aneigne, was mein morgendliches Trangefunsel angeht? :-) Nun ja, wünschenswert wäre dies sehr. Aber es lief auch von anderer Seite her gut. Ich bin zügig zum Fährehafen gekommen, und dann führ ich als Letztes Auto auf die Fähre auf, und diese legte dann auch noch 5 Minuten früher ab als im Fahrplan vorgesehen. Besser kann es nicht laufen: drauffahren, abfahren:-)
So müsste es jeden Morgen sein - hach ja.
Ich habe mich auf der Fähre dann gleich beim Universum für seine Unterstützung bedankt und dass es das so toll eingefädelt hat heute morgen (ja, ja, ich weiß - es gibt nun ein Paar, die jetzt die Augen rollen, aber ich finde diesen Gedanken an eine schöne Macht, die über uns wacht und uns unterstütz sehr angenehm und beruhigend).
Und weil das mit der Fähre so gut geklappt hat, hab ich mir gleich noch bestellt: die Art.Nr. „heute mittag die liebe Sonne raus kommen soll“ , dass ich den Artikel „angenehmen Arbeitstag inklusive frühen Feierabend“ haben mag, und dass das Päckchen „Mister-Anruf vor Beginn seiner Veranstaltung“ doch auch noch geliefert werden soll.
10:10 Uhr Soeben kam HP und holte Erkundigungen ein, ob ich denn schon die verzweifelten Supportmails unserer USA-Niederlassung an das Projektteam gelesen hätte. Er selbst hätte sich ja gestern um ein Uhr Nachts überlegt, ob er die 24/7-Notfall-Nr. deshalb anrufen solle. Daraufhin habe ich mir erlaubt, mal vorsichtig anzufragen, ob er denn Nachts um eins nichts Besseres zu tun hat, als geschäftliche Mails zu lesen. Ich bot ihm auch an, ihm gerne ein paar Krimis als Taschenbuch auszuleihen. Er begründete die nächtliche Neugierde nach den geschäftlichen Belangen, so dass er ja kleine Kinder habe. Und mit kleinen Kindern sei man ständig wach. Um eins, um halb vier, um sechs Uhr morgens dann endgültig. Aha, das ist es also, ich sollte mir etwas zulegen, dass mich Nachts auf Trab hält. So hätte man in diesem Unternehmen also Durchstarten können: Etwas haben das einen so wichtig ist, dass man Schlafdefizit in Kauf nimmt, um vor lauter Verzweiflung seine Anstellung gleich auf die nächstgelegene Wichtigkeitsstufe zu stellen.
Na dann würde ich mal sagen –ich downloade mir am besten mal eine Tamagotchi-App.
Den Tamagotchi kann ich dann auch einfach sterben lassen (,sollte ich mal keine Ausrede benutzen wollen, warum ich nachts auch noch für den Betrieb verfügbar sei). Also, ich bin gestern auf jedem Fall schon um 21:15 Uhr Richtung Bett (nachdem am Mittwoch schon wieder um 5 der Wecker geklingelt hat) und hab bis heute morgen um kurz nach 6 durchgeschlafen.
11:20 Uhr: Das Päcken „Mister-Anruf vor Beginn seiner Veranstaltung“ wurde übrigens vom Universum nicht geliefert . Ich habe soeben beim Universum reklamiert, und gemeint, dass es sich jetzt auch nicht mehr bemühen braucht, da die Veranstaltung von ihm ja schon lange angefangen hat, und es jetzt eh nur noch ein Ersatzartikel wäre, der geliefert werden könnte. Das Universum hat gemeint, sie würden recherchieren, was denn der Hindernissgrund war. Wahrscheinlich hätte Mister die Hinweise des Universum nicht verstanden. Denn man hätte schon versucht, ihm mitzuteilen, dass er mich anrufen soll (der Radio spielt bestimmte Lieder, auf einmal stechen ganz bestimmte Plakate ins Auge usw.). Ich würde dann Bescheid bekommen, woran es denn gelegen hätte. Da möchte ich doch aber auch darum bitten.
...und zwar im Hintern. Das hätte ich ja nie gedacht. Es ist ein sehr geniales Gefühl bei jedem Schritt meine Muskeln zu spüren :-) Hätte ja fast vergesssen, wie es sich anfühlt Mukis zu haben *feix* Aber das, das von so was kommt... Also, entweder ist das ein wahres Armutszeugnis an mich, und beweist wie megafaul ich das letzte halbe Jahr war, oder Housework-Gymnastics bringt tatsächlich was. Wobei ich das ja eigentlich nur gemacht habe, da ich eben eine sehr hippelige Person bin (und weil die Musik gut war!). Usächlich für den leichten Muskelkater muss mein Spül-Rumgehopse am Montagabend und mein Bügel-Workout (sozusagen Iron-Woman - he he he) gestern Abend gewesen sein. Ich hatte währen dem Spülen den Radio an und bin während zwischen Schrubben und Schwammkreisen in die Knie, immer im Takt zur Musik runter, und hab den Hintern gekreiselt *grins* Wenn ich ein Stück auf mein Abtropfgitter gestellt habe, habe ich auch immer darauf geachtet, dass ich die Arme hoch oder gerade zur Seite nehmen und nochmals eine Kniebeuge absolviere. Also, wenn ich das so lesen - stelle ich mich mir selbst vor, und glaube das war schon ein sehr lustiges Bild :-))
Gestern habe ich noch Wäsche zusammengelegt und gebügelt. Dabei habe bin ich jedes mal, wenn ich ein Kleidungsstück aus dem Korb vom Boden genommen habe, ebenfalls TIIIIIIIIEEEFFF runter und hab mich mit der Kraft meines gebärfreudigen Beckensvs. Hinterns wieder hochgedrückt. Nach erfolgreichen Zusammenlegens, bzw. Bügelns, habe ich immer einen großen Ausfallschritt gemacht - mit dem Kleidungsstück auf den Händen- bevor ich diese auf dem Tisch abgelegt habe. Um Wäsche zusammenzulegen oder zu bügeln, glotzte ich nebenher immer TV. Die Werbepause habe ich aufgewendet, um meinen Bauch-Roller mit meiner Anwesenheit zu belästigen *grins*. Und siehe da - Muskelkater im Hintern. Rumwackeln und rumhippeln ist also Training. Na, da werde ich doch in Zukunft noch motivierter an die Hausarbeit gehen! :-) :-) :-)
So, und damit es noch mehr Mukis gibt, hier was zur Motivation: Und ALLE mitmachen! Runter! Eins, Zwei, Drei - Push! Und Lächeln.... und zwei, drei - push *grins* Und das mit dem Schmollmund kriegen wir auch alle hin, gelle :-)
(Also, jetzt mal ehrlich, der einzigste Typ der da mitmacht, zwar ein bisschen schleimig, aber der Body von dem ist auch mal........ net schlecht *feix*)
Ich habe mich heute morgen übrigens nochmal gewogen (ja, ja, ich weiß ja - laut WW sollte man auf keinem Fall mehr als einmal in der Woche sich wiegen, aber ich konnte nicht widerstehen): 57,5 KG *smile* Es geht immer stetig weiter runter. Zwar langsam, aber die Gesamttendenz ist und bleibt positiv :-)
09:21 Uhr: Heute bin ich nun schon seit 5:45 Uhr wach. Ich war sogar erstaunt über mich selbst, wie diszipliniert ich aufgestanden bin. Normalerweise muß ich nämlich immer noch etwas mit mir kämpfen nach dem ach-so-freundlichen Weckerklingeln - manchmal länger und manchmal kürzer. Doch heute morgen wusste ich, ich muß wirklich hinmachen. Ich hatte schon vor dem Büro nämlich einen Termin bei der Gyn. Bäh, wie ich das am Morgen hasse. Aber als Berufstätige geht es halt oft nicht anders, das muß ich Euch Mädels ja nicht sagen. Jetzt habe ich wenigstens alles in trockene Tüchern (sozusagen). Im Wartezimmer (Frau Doktor benötigte wohl auch ihre morgendliche Anlaufphase *g*) musste ich immer die Gute-Nacht-sms von Mister lesen, weil diese soooo schön war (und sooooo sehr kitschig-romantisch - ich steh da einfach drauf). Ich kann sie mittlerweile auswendig.
Im Büro haben Sie wieder "Tussi-Modus aus" an mich tituliert. Und alles nur, weil man einmal Turnschuhe an hat (mit violetten Lackstreifen - ist doch Tussig!!!). Es ist schon manchmal etwas Strange in einem Arbeitsumfeld zu sein, das zu 95% aus Männern besteht (,und wenn Azubine Schule hat erhöht sich die Männerquote gleich mal auf 97,5%). Über was die alles so Ihren Kommentar ablassen... Tssstssss
Ich wüsnche Euch (und mir) einen stressfreien und schönen Dienstag.
11:20 Uhr: Sagt mal, gibt es bei gofem jetzt eine Funktion, dass man sich selbst nicht kommentieren darf? Kommt immer eine Error-seite. Dann halt so: @ichsternchen: <Also weißt Du - ichsternchen - ich habe ehrlich gesagt auch keine Ahnung, wie ich das heute morgen geschafft habe, mich aus dem warmen Bett rauszuschälen. Grausam war es schon. Ich bin mir auch sicher, dass ich sogar wirklich fast gestorben bin - aber zum Glück nur fast :-) >
So, jetzt kann ich für heute auch mit mir zufrieden sein.
Im Office geackert, das Anschreiben vom Samstag von Schreibfehlern befreit. Mister wird dies nochmals als dritte, unabhängige Partei gegenlesen. Nicht, dass mir da ein Fehlerteufelchen noch durch die Lappen geht. Jetzt werde ich noch die Küche machen vom Kochen gestern für Mister und mich - und dann ist mein Tagfür heute gegessen ;-) Mister ist bei seinem Bruder, da dieser Geburtstag hat und kommt morgen wieder zu mir. (Bevor er am Mittwoch nach Muc abdüst auf eine technische Veranstaltunng und da dann auch noch das Oktoberfest mitnimmt.)
Ich wünsche der Welt da draußen eine Kuschelige Zeit und eine Nacht voller schöner Träume!
Am Freitagabend hatte ich einen harten nach-Hause-Weg. Auf einer parallelen Bundesstraße, zu meiner, ist ein schlimmer Unfall passiert, weswegen diese Komplett gesperrt war. Die PKW’s die ursprünglich diese Route nehmen wollten wurden umgeleitet. Und zwar auf die Bundesstraße, die ich immer fahre! Diese führt auch über kleinere Ortschaften, die meistens nicht mal 500 Einwohner haben, aber auf jedem Fall mindestens eine Ampel.
Die armen, kleinen Kurortschaften und die Ampeln wussten gar nicht, wie Ihnen geschieht und waren natürlich heillos verstopft. Somit war ich erst um 20:45 Uhr zu Hause, da sich die Kilometer im Stop-and-Go leider nicht ganz so schnell überwinden ließen. Man, war ich da mal platt. Das war dann ein Tag, an dem ich über 14 Stunden unterwegs war, davon nur 2 Stunden aufrund der dämlichen Umleitung der anderen Verkehrsteilnehmer auf "MEINE" Bundesstraße nach Hause.
Ab Samstagmittag wurde mein Wochenende dann effektiv. Um bis Samstagmittag mal zu kommen, hat es aber schon einiger Selbstüberlistung bedarft. Ich war nämlich sowas von Tod, als ich am Samstagmorgen erwachte. Ich fühlte mich, als wäre ich noch 3 bis 4 Stunden vom morgen entfernt und wäre aus dem Schlaf gerissen worden. Daweils war es bei Erwachen schon 10 Uhr morgens. Ich bin dann mal eine halbe Stunde später aufgestanden und hab den LKW gesucht, der in meiner Wohnung zwischen geparkt hat, und mich nachts wohl überfahren hat (zumindest gefühlt). Eine ausgiebige Zeit im Bad, einen Spaziergang an der frischen Luft und ein Mittags-Vesper haben mich dann zum Glück in die Welt zurück geholt - und zwar mit einem einigermaßen normalen Kopf- und Körpergefühlt. Dann wurden Firmenprofile gelesen, Seitenweise ausgedruckt, unterstrichen, markiert und Notizen gemacht – alles um gegen 16 Uhr mir selbst zu denken: Das wird alles nie was!!! Und weshalb? Weil ich eine Firma gefunden hatte, die ein sehr kompliziertes Software und Qualitätsthema abbildet im Automotive, Avionik und im Raumfahrtbereich – uffff, ja, ja, da wird die Lady schon mal kurz ganz schnell verunsichert. Meine Strategie dann diesbezüglich mit Mister besprochen, der mir zum Glück meinen Gedanken, wie hier weiter verfahren wird (denn Etwas erhalten werden diese trotzdem von mir) sehr zugestimmt hat. Und schon fühlte die Lady sich wieder einen ganz Stück fester und sicherer – ach, wie schön, wenn es so einfach ist :-)
Zwischendurch dann noch mal schnell Pasta gekocht und gegessen, denn ein arbeitendes Hirn braucht Futter - um dann mich mit frischer Motivation an ein Anschreiben zu machen.
Dieses mal von einem Unternehmen, dessen Tätigkeitsumfeld sich für mich sehr viel einfacher las (Puh, zum Glück! Es gibt Themengebiete, welche ich verstehe –Juhuuu!)
Genau dann, wurde ich von einer Freundin unterbrochen. Nämlich von Buschi. Tja, Buschi ist jetzt nicht gerade die, die am kürzesten Kommuniziert, weshalb es wirklich ein hartes Stück Geduldsarbeit war, sie davon zu überzeugen, dass ich hier weiter arbeiten wollen würde.
Dies war geschafft, rief Mister wieder an. Und weil ich so abgelenkt war, habe ich weder meinem angefangenen Anschreiben, noch der Updatemeldung auf meinem Laptop viel Beachtung geschenkt. Was macht Lady-Super-DAU-in-den-letzten-Zügen-eines Telefonats?
Bestätigt einfach mal auf „Ja“.
Dies geschah natürlich um dann, im Zuge des Beiseitelegens des Telefons, festzustellen, dass der Bildschirm seltsame Dinge macht. Ein Fenster nach dem Anderen magisch geschlossen wird und der Neustart im vollen Gange ist.
So ein SCH.eiß! Mein angefangenes Anschreiben – Neeeeeeeeeiiiiiiiiiiiiiiiinnnnnnnn! Warte bleib da! Mist – selber schuld! Das Problem saß vor der Tastatur! Nochmal machen.
Um halb elf rauchte mir der Kopf nicht mehr, dann dann hatte ich mein Anschreiben für die einfachere Firma fertig. Zwar wahrscheinlich mit hunderten von Schreibfehlern, doch die Planung sah sowieso vor, dass diese am nächsten Tag eliminiert werden.
Schläfrig fiel ich dann ins Schnurzurella-Land der Träume und erwachte gefühlt in der just-darauffolgenden Sekunde wieder bei Tageslicht am Sonntag :-)
Und freute mich auf Mister – ich war nicht mal verkrampft.
Bis ich dachte er kommt zu einer bestimmten Uhrzeit, was dann aber von mir falsch vorausgedacht war. Das nächste Mal machen wir einfach eine feste Zeit aus, und alles ist gut.
Wir müssen Beide normal werden und normal mit uns umgehen.
Seine Aufgabe: wieder seinen Gedächtnisspeicher so geht es geht löschen, und uns die Chance geben für Neu. Wenn alte Dinge immer wieder vorgeholt werden ist es schlichtweg kein Neustart. Dann kann sich jeder für sich noch so viel Mühe geben. Das Vergangene ist dann sowieso das was Bestand hat, und Neues hat kaum die Durchsetzungskraft dadurch um sich zu manifestieren.
Schatten aus der Vergangenheit sind die Grausamsten, das stelle ich auch immer wieder fest, und jeder trägt diese mit sich herum.