Beschreibung: Irgendwie krieg ich das schon hin ;-) auch wenn ich etwas Verrückt bin. Um mich selbst vor Dummheiten zu bewahren, da mir die Beschreibung der Situation, einfach gut tut und mir manchmal Klarheit gibt. Und wer weiss, vielleicht amüsiere ich mich ja selbst noch mal über die weibliche Psyche..... *grins* (Achtung: es können auch böse Wörter fallen)
Ich genieße momentan die letzten Züge des Wochenendes. Soeben erst bin ich heimgekommen. Ich war nach dem Aufwachen und Frühstücken bei Tess im Krankenhaus. Eine alte gemeinsame Freundin, zu welcher sich der Kontakt leider verlaufen hatte war auch dort. Den Anlass haben wir genutzt, dass wir nach dem Krankenhausbesuch noch zusammen in die Stadt sind, und getratscht haben und uns auf dem Laufenden gehalten haben. Das war so schön, hoffentlich schläft der Kontakt niemals wieder so ein.
Das Weggehen gestern war cool. Die Freundin, mit welcher ich weg war, hat zum Glück keine Beziehungsprobleme ;-) Männer waren auch aus, aber ich sag's Euch grad so wie es ist: ich hätte keinen von denen die mich angesprochen, angeglotzt oder überhaupt anwesend waren, haben wollen ^^
Das böse Erwachen kam dann heute morgen. Nach dem Frühstück bin ich zu meinem Ausgeh-Täschchen und hab dies ausgeräumt. Da kam mein Handy zum Vorschein. Und ich hatte zwei sms. So weit ist das ja nichts Ungewöhnliches, bis auf das, das die sms von dem Besuch meiner Freundin aus Berlin waren. Der Besuch von ihr, welcher gestern mit uns aus war. Wir waren die ganze Nacht zusammen weg, und er musste mir während wir wahrscheinlich nebeneinader standen, eine sms schreiben, dass er mich sehr nett und hübsch findet und mich gerne nochmals sehen möchte, so lange er noch hier auf Besuch ist. Die zweite sms schrieb er wohl bevor er ins Bett ging, so ala Gute Nacht und Süße Träume. Hey, wir waren die ganze Nacht miteinander aus. Wieso kann er mir das nicht direkt sagen, dass er mich nett findet? Und vorallem, meine Handynummer muss er ja dann wohl von meiner Freundin erfahren haben. Das fand ich nicht so toll. Wieso bitte geht meine Freundin so fahrlässig mit meiner Handynummer um? Ich möchte selbst entscheiden, wem ich diese gebe und wem nicht. Und nochmals stellt sich die Frage, warum dieser Mann mich nicht persönlich um die Handynummer fragen konnte? Ich habe bevor ich zu Tess ins Krankenhaus bin, meine Freundin angerufen und ihr gesagt, dass ich das gar nicht gut finde, und ich sie bitte, nicht mehr meine Handynummer herauszugeben. Dass ich das einfach nicht möchte. Zudem habe ich das ungute Gefühl, dass ich den Berliner Besuch jetzt nicht mehr so schnell loskriege. Denn während ich heute mittag beim Kaffeetrinken in der Stadt war, habe ich erneut zwei sms von ihm erhalten. Oh man....
Morgen geht es ja das erste Mal wieder zur Arbeit nach K. Ich bin ja gespannt, wie das wird. Dann gehöre ich mit Euch auch wieder zum arbeitenden Volk. Und dann fahre ich morgen auch wieder öfters Fähre.
So, jetzt hab ich gerade mein Abendessen vertilgt. Dann noch Duschen, meinen Kopf herrichten und dann werd ich mit einer Freundin und deren ihren Besuch aus Berlin ausgehen. Wird bestimmt super lustig und ich freue mich schon total darauf. Mal schauen, ob ich dieses mal ein paar anständige Männer entdecke, denn es scheint ein Fluch über Süddeutschland zu liegen. Ich sehe keine Männer! Nur ganz Alte (wirklich Alte, also so Opi-Kaliber) oder nur sehr, sehr, sehr seltsame. Oder es ist doch kein Fluch und ich bin einfach noch nicht bereit für die Spezies "Mann". (Ist man das überhaupt jemals???) Und wenn keine Männer anwesend sind, dann auch egal, dann hab ich mit meiner Freundin mords die Gaudi. Ich weiß schon genau was ich anziehe: eine Shorts, ein schwarzes enges Top, einen grünen Blazer und graue High-Heels. Und wie ich mich schminke ist auch schon klar: Silber-Grau Tja, soweit so gut....
Heute morgen hab ich schon meine Fische sauber gemacht, meinen Bolero (der jetzt endlich fertig gestrickt ist) zusammengenäht, hab Mittag gegessen und dann habe ich mich dieses mal mit Absicht hingelegt. Vorschlafen sozusagen... Die Nacht wird lang. Anschließend bin ich mit meinen neuen Bolero ins Krankenhaus zu Tess. Diese sah erbärmlich aus. Der Spruch von mir, dass sie ungeschminkt genauso ausschaut wie ihr Bruder fand sie nicht so cool. Aber so ein bisschen feixen muss sein. Sie tut mir so leid, liegt da dran, wie das Leiden Christi. Und pumpt sich ständig mit Ihrer Schmerzpumpe high. Die Arme! Hoffentlich ist es dieses mal die Letzte OP für sie. Ich drücke ihr die Daumen.
Aber jetzt gehe ich erst mal in die Abendvorbereitungen. Ich freue mich aufs tanzen... :-)
Gestern morgen war ich ja bei "der Anderen". Wir hatten so ein interessantes Thema, das sie mich heute wieder zu sich bestellt hat. Sie hat mir erklärt, was bei einem Tumor an der Stelle, an welcher ich ihn hatte, so alles im Hirn und im Körper passiert. Weshalb die Psyche so umkippt, weshalb man dann zu depressiven Verhalten in Verbindung mit Überreiztheit und Aggressivität neigt und woher das kommt. Das war so interessant! Und mir hat es so geholfen, das alles zu verstehen. Sie hat gemeint, ich könnte ja noch ein bisschen im Internet recherchieren und meine Fragen, die eventuell aufkommen könnten, dann das nächste mal anbringen. Sehr interssant fand ich das mit den "verstärkten Brücken". Der Tumor beeinflusst den Körper und macht, dass es einen beschissen geht. Die Psyche fängt an umzukippen, man wird überempfindlich. Wenn es soweit ist, schlägt das Hirn verstärkt Brücken zu alten abgelegten, unguten Erinnerung, welche oft gar nicht bewusst präsent sind. Ohne für sich selbst erklärbaren Grund fühlt man sich auf einmal bedroht, unverstanden, intrigiert oder manipuliert, tieftraurig und freudlos. Aktuelle schlimme Erlebniss verstärken diesen Effekt extrem. Bei mir war das wohl die Nachricht über die nicht-vorhandene Vaterschaft von meinem bisher-gedachten-Vater. Dadurch das der Tumor das lymbische System manipuliert, fängt man an zu kämpfen und wird aggressiv. Wesensveränderung stellen sich ein, man reagiert einfach nicht mehr so, wie man sonst reagiert hätte, und handhabt Ereignisse anders und gewichtet diese ganz anders. Krass, oder? Aber sie hat noch viel mehr erklärt, teilweise auch sehr wissenschaftlich. Auf ein Switchboard wurden jede Menge Synapsen gezeichnet und Botenstoffe erläutert. Auch die Programierung der Synapsen wurde erklärt. Ich war ganz baff... Ich bin "der Anderen" total dankbar, dass sie mir das so ausführlich und geduldig erklärt hat. Verstehen hilft mir unglaublich. Als ich nach der OP aufwachte, hab ich zuerst mal geheult, weil es für mich so unfassbar war, was nur aufgrund so ein paar weniger cm im Kopf alles mir kaputt gemacht wurde. Und auch weil es Ex_Mister überhaupt nicht interessierte und er gar nichts wissen wollte, oder erklärt bekommen wollte. Bzw. hat er es ja nicht mal geglaubt, und es mir sogar gegönnt, dass es mir so Scheiße ging. Zumindest wurde es mir so erzählt. Und weil ich es nicht verstanden habe, dass so was alles von so was kommen kann. Jetzt bekomme ich es erklärt und kann verstehen.
Ich melede mich später nochmals, jetzt fahr ich erst mal zu Omi T. Kaffee trinken. Lieben Gruß...
Ich komme gerade von der jährlichen Büroversammlung, in der Firma in welcher ich in wenigen Wochen starten werde. Heute morgen rief der nette Assitent der Geschäftsleitung an, und meinte, ich solle doch auch gleich kommen, dann wüsste ich was so alles im weiteren Verlauf des Jahres geplant sei. Ehrlich gesagt, hatte ich erst gar keine Lust, weil ich wusste, dass heute sowieso schon ein Termin den Anderen jagt. Aber was sollte ich machen, ich kann ja nicht gleich einen schlechten Eindruck machen und abschlagen. Also bin ich um 18 Uhr in den mir genannten Räumlichkeiten erschienen. Ich wurde gleich zu meinen neuen Kollegen gelotst und saß dort nun am Tische. Klar, dass die sich gleich voller Sensationslust auf mich gestürzt haben, würde ich ja auch so machen *grins* Es gab ein leckeres Abendessen und nachdem der offizielle Teil beendet war, traten die meisten sofort den Heimweg an. Bis auf einen Kern von circa 20 Mann/Frau. Ich wollte mich verabschieden, da hieß es: "Wir trinken noch ein Gläschen Wein, trinkst auch mit, oder?" Ich wusste nicht so recht, nicht dass der Wein voll wirkt, und ich mich in der neuen Firma gleich mal blamiere, bevor ich meinen Job überhaupt angetreten haben. Aber ich hatte keine Chance überhaupt zu überlegen. Die Entscheidung wurde mir abgenommen, in dem es hieß: "Ja, klar trinkt sie noch einen mit. He, M. hol mal noch ein Glas..." Ruckizucki wurde eingeschenkt und ich auf einen Stuhl verfrachtet. Es wurde recht lustig und manch einer trinkt da bestimmt immer noch. Also, ich glaube ich hab eine ordentliche Firma erwischt. So was, wie mit mehreren mal zusammensitzen und es gemeinsam lustig haben, kenn ich aus der alten Firma ja gar nicht. Da hat jeder um 18 Uhr den Stift fallen gelassen und ist geflüchtet. Ich freue mich auf die Arbeit in der neuen Firma.
Ansonsten startet mein Tag heute mit einem Frühbesuch bei "der Anderen". Und für nächste Woche hat sie mir wieder 8 Uhr reingedrückt - und das obwohl ich so gar kein Morgenmensch bin. Aber was will ich machen. Dann bin ich heim, und hab mal wieder mich selbst verwaltet. Anschließend Mittag gegessen und dann bin ich zu Tess, die ja morgen operiert wird ins Krankenhaus und hab sie mit Kartenspielen, Lästern und sonstigen bei Laune gehalten. Dannach bin ich gleich zu der Büroversammlung. Ab Montag muss ich ja wieder arbeiten. Die Wiedereingliederung startet. Aber erst mal 3 Stunden pro Tag und lediglich 4 Tage die Woche. Davon fahre ich 2 Tage nach K und 2 Tage werde ich vom Homeoffice aus arbeiten. Also, genieße ich jetzt noch mein letztes freies Wochenende ohne festgezurrte Pflichten.
Mein Start in den Mai war schön. Ich hab es mir mit Dille so richtig gut gehen lassen. Wir haben uns die Füße gemacht, die Nägel nachpoliert, eine Gesichtsreinigung und Maske, Haarmaske... und.... und...ein paar Gläschen Wein zwischendurch... das volle Programm. Am nächsten Morgen sind wir fast zeitgleich aufgewacht. Ich habe vom Gästezimmer aus, in welchem ich schlief, Dille rumtapsen gehört. Da bin ich auch aufgestanden... Wir haben uns ein wunderbares Frühstück gegönnt. Dille hat sich richtig ins Zeug gelegt, ich dachte, ich bin in einem Restaurant zum Brunch. Sie meinte, dass müsse sie jetzt so machen, denn mit ihren drei Kindern wäre das immer eine andere Veranstaltung... (Ich:?) Egal, es war herrlich - und so lange und ausgiebig habe ich schon seit Ewigkeiten nicht mehr gefrühstückt. Es gab sogar Spargel in Schinken eingerollt, Honigmelone mit Seranoschinken, Schafskäse mit Oliven vermengt, Müsli mit frischen Früchten - und das ist nur ein kleiner Auszug. Dannach sind wir in das größte noch intakte Hochmoor Europas gefahren. Da ist alles noch Natur pur. Faszinerend war das dort, weil man seit 100ten von Jahren dort allem einfach seinen Lauf lässt, so wie es eben passiert. Die Besucher des Hochmoors müssen über Holzpfahlwege laufen, da sonst teilweise die Gefahr des einsinkens bestehen würde. Ob es dort wohl noch ein paar nicht entdeckte Moorleichen gibt? *Grusel*
Zu Hause angekommen, hab ich noch die Sonne bis zum letzten süßen Strahl im Garten genossen.
Und heute hab ich nur wieder rumorganisiert. Also, jetzt mal ehrlich.... Wie hab ich das gemacht, als ich gearbeitet habe? Da lief das so alles neben her, das sich-selbst-verwalten und Haushalt. Okay, gelogen, mein Haushalt lag schon lange vor meinem besonderen Urlaub brach und war in einem katastrophalen Zustand. Aber nicht abschweifen - fakt ist: ich bin hier tageweise nur am Machen und am Organisieren. Wo kommt das alles auf einmal alles her? Hat das auf mich gewartet oder was? Und ich bin doch nur eine Person, 1-Personen-Haushalt. Wie ist das erst wenn da mal vier oder fünf sind? Aber ich will das Ganze positiv sehen, so räume ich wenigstens Organisations-und-Verwaltungstechnisch in meinem Leben so richtig auf - hat doch auch was, wenn der ganze Scheiß, denn man sonst so ewig vor sich herschiebt, oder sich nie damit beschäftigen mag, endlich mal weg ist.