Ich bin total sauer, traurig, enttäuscht, wütend, aggressiv …
Die Nacht war echt schrecklich. Ich hab gestern Abend A. eine Mail geschrieben, dass es zwischen uns nicht mehr als Freundschaft in der Zukunft mehr geben wird und es mir leid tut, aber besser für uns Beide ist, wenn wir uns endgültig trennen. An dieser Stelle ein riesen DANKE an Liliana – deine Worte sind mir echt nicht mehr aus dem Kopf gegangen, ich hoffe du weißt was ich damit meine …
An dieser Stelle auch ein Danke an Ella für die vielen Gedankenanstöße in deninen Kommentaren ...
Was soll ich sagen? A. hat gestern Sachen geschrieben, die ich nicht erwartet hätte. Ich hab erwartet er würde enttäuscht sein, aber das hat echt alles übertroffen – Er hat mich beschimpft, mir die Worte im Mund um gedreht, mir Vorwürfe gemacht, gleichzeitig mir ständig geschrieben, wie sehr er mich doch liebt. (Was ich nicht glauben kann.) Wieso bringt mich dieser Typ immer noch zum Weinen? Seine Worte haben mich immer noch verletzt, obwohl ich mittlerweile dachte, ich bin darüber größtenteils hinweg und er kann mir nichts mehr anhaben – Aber das Gegenteil war der Fall. Ich musste weinen, konnte kaum schlafen, hab mich gefragt, ob er nicht doch vielleicht Recht hat. Ob ich so ein schlechter Mensch bin. Dass ich ihn gar nie verdient habe. Ich bin total wieder in meine Selbstzweifel gefallen, ich war enttäuscht von mir selbst. Ich war ehrlich zu ihm, aber trotzdem war ich enttäuscht von mir selbst …
Der rote Faden zog sich dann durch den ganzen Tag. Ich stritt mich am Morgen mit meinem Dad und schloss mich im Bad ein. Nachdem ich es dann endlich geschafft hatte, meine Tränen zu trocken, ging ich zur Schule. Dann kam der nächste Dämpfer, ich hab auf eine Schularbeit, für die ich mir echt den A**** aufgerissen hatte und Stunden dafür gelernt hatte, eine 4+. Ich bin froh darüber, dass ich es in der letzten Stunde erfahren habe und gleich heimgehen konnte, weil ich meine Tränen vor Enttäuschung echt zurückhalten musste. Meine 2 kann ich jetzt wohl im Zeugnis vergessen. Ich denke, normalerweise hätte mich eine Note nicht so aus der Bahn geworfen, aber heute war das wieder einmal das Tüpfelchen auf dem i.
Den Nachmittag verbrachte ich dann heulend, mit Migräne (vom Weinen) im Bett. Hab mich unter der Bettdecke verkrochen, an mir selbst gezweifelt, mich selbst beschimpft, gehasst und meine restlichen Termine des Tages abgesagt.
So sieht anscheinend ein guter Wochenstart aus …
NACHTRAG:
Vor ein paar Minuten habe ich eine sehr seeehr lange SMS bekommen:
"Es tut mir leid, was ich gesterns alles gesagt habe. Ich war enttäuscht und sauer und ich hab alles an dir rausgelassen. Ich hab versucht mich nicht mehr zu melden, aber ich schaffe es nicht. Ich hab irgendwie ein schlechtes Gewissen. Ich liebe dich. Die Trennung ist nicht das Richtige. Ich vermisse dich einfach so sehr. Ich vermisse deine Stimme, deine Umarmungen, deine Küsse, deine Nähe, einfach alles. Ich weiß es ist vieles passiert, aber lass uns nochmal reden. Du bist alles für mich. Wenn ich dich anschaue, verliebe ich mich immer wieder in dich. Du bist so wundervoll. Ich will nur dich ..."
Wir haben uns seit unserer Trennung nicht mehr gesehen, aber wir haben seit letzten Freitag wieder Kontakt.
Ich beginne ihn wieder richtig zu vermissen!
Aber ich will von ihm loskommen. Nicht ständig an ihn denken müssen. Ich weiß, dass es besser ist, wenn wir nicht zusammen sind. Aber wieso schreiben wir uns ständig und telefonieren? Wieso kann ich nicht einfach den Kontakt abbrechen? Aber ich will ihn ja auch nicht verlieren ...
Es ist einiges passiert zwischen A. und mir, wir waren in der Zwischenzeit wieder zusammen und auseinander und dann wieder zusammen und jetzt endgültig auseinander …
Klingt alles total verwirrend oder? – Ist es ja auch.
Ein kleiner Rückblick: Wir haben uns nach meinem letzten Eintrag wieder vertragen und hatten 3 schöne Tage miteinander, in denen ich dachte, dass zwischen A. und mir wieder alles passt – hat es aber leider nicht. Er hatte sich total verändert oder vielleicht auch nicht, dann hab ich vorher nie gesehen. Er hatte mich total vergessen und immer nur von sich geredet und ich übertreibe jetzt auf keinen Fall, denn er hat es sich später selbst eingestanden, dass er nur mit sich selbst beschäftigt war. Ich schlug ihm vor, dass er die nächsten Tage bei mir Schlafen könnte und seinen Eltern erzählen könnte, er würde mit der Schule wegfahren. Seine Reaktion auf meine Idee war ganz anders, als ich es mir erhofft hatte – nämlich total negativ, aber naja ich wollte es halt so hinnehmen, aber war dennoch enttäuscht. Am nächsten Tag meinte er dann aus heiterem Himmel er könne jetzt doch bei mir schlafen, was ich schon sehr plötzlich fand aber ich war positiv überrascht und rief ihn daraufhin an. Erwartet hatte ich mir bei dem Gespräch eine „Versöhnung“, obwohl wir nicht gestritten hatten, aber von ihm kam nichts. Mit nichts meine ich, er sprach kein einziges Wort über uns, sondern er jammerte mir die Ohren voll über seine „schlimmen“ Probleme, die gar nicht schlimm sind/waren und die schließlich jeder von uns hat. Nach diesem Gespräch war ich ziemlich sauer auf ihn, aber das war ja noch nicht der Höhepunkt. Am nächsten Tag (Donnerstag) sagte ich unser Treffen ab, weil ich keine Lust auf einen Freund hatte, der sich nicht mal für mich interessiert, aber er wollte das nicht akzeptieren. Er setzte mich so unter Druck bzw. ich hab mich so unter Druck gesetzt gefühlt, weil er meinte, er wartet vor meiner Schule auf mich, ohne Vorwarnung. Ich war in dem Moment so geschockt und saß in der Schule total mit den Nerven am Ende, weil ich keine Lust auf eine Szene vor meinen „Freunden“ hatte, aber das schlimmste kommt ja noch. – Er meinte das alles nicht ernst. Er war nicht dort, keine Ahnung was er damit erreichen wollte.
Das klingt jetzt alles so total wirr und ich kann sehr schlecht wiedergeben, wie ich mich in dem Augenblick gefühlt habe, aber ich trennte mich daraufhin wieder von ihm, weil ich diesen emotionalen Stress einfach nicht mehr aushielt …
Nach langen Diskussionen, in denen er nicht akzeptieren wollte, dass es aus ist, hab ich mich dann doch noch zu einem persönlichen Gespräch bereiterklärt, in welchem wir uns wieder versöhnten, wie könnt ihr euch ja zusammenreimen.
Wir hatten 3 wirklich wunderschöne Tage miteinander, die ich echt nicht missen will, aber wie er dann am Dienstag zu mir kam und wir geplant hatten, dass er die nächsten 5 Tage bei mir schläft, kam es wieder zum Streit. Der Grund für die Auseinandersetzung war/ist so unwichtig, dass es mir schon peinlich ist, euch das zu erzählen – deswegen tue ich es auch nicht. Er schlief dann bis Donnerstag bei mir, was ein Auf und Ab war. Mal hatten wir so Streit, im nächsten Augenblick lagen wir gemeinsam im Bett und dann wieder hatten wir uns nichts zu sagen. Ich wusste bzw. weiß immer noch nicht, ob ich ihn wirklich noch liebe bzw. je geliebt habe. Diese Tage, Diskussionen, Streitigkeiten haben mich so in meinen Gefühlen verunsichert, dass ich es echt nicht mehr weiß.
In der Nacht von Donnerstag auf Freitag zog ich endlich den Schlussstrich. Ich weinte in diesen Stunden viel vor seinen Augen und wollte nur dass er mich endlich in Ruhe lässt. Ich hatte echt nur noch Angst vor ihm, weil er einfach nicht akzeptieren wollte, dass es aus ist und mich anfasste und bedrängte. Ich wollte ihn am besten nur noch loswerden, nie wieder sehen – für immer.
Er ging – Freitagnachmittag endlich … Nachdem er min. 2 Stunden vor meiner Wohnungstür gesessen ist und es nicht akzeptieren konnte. Erst als ich zum Sport von zu Hause weg bin, ging er kurze Zeit später auch – ich sah ihn noch bei der Bahnhaltestelle, er ging einfach an mir vorbei, sagte nichts. Ich sah ihn und war/bin echt traurig, dass man sich ignorieren muss, immerhin hab ich so viel mit ihm geteilt und er weiß so viel von mir.
Er bombardierte mich seit gestern wieder mit SMS, die ich meistens gut ignoriert habe. Ich versuchte trotzdem ihm zu erklären, dass es endgültig vorbei ist und er es endlich hinnehmen muss – Wir sollten Freunde bleiben, sagte ich. Aber ich weiß nicht ob ich das kann. Er meinte, heute endlich er will mich nicht verlieren und akzeptiert meine Entscheidung, dass uns nur noch Freundschaft verbindet.
Um ehrlich zu sein, bin ich nicht wirklich glücklich. Ich vermisse ihn so extrem und wünschte mir er wäre hier, aber gleichzeitig weiß ich auch, dass es einfach nicht mehr geht. Ich vernachlässige wegen ihm die Schule, kann mich nicht mehr konzentrieren und weine nur noch – das geht einfach nicht mehr. Wir sind nicht für einander bestimmt und es ist echt schwer, dass zu akzeptieren. Ich weiß nicht genau, ob das hier alles jemand liest bzw. mir einen Kommentar hinterlässt oder das alles hier jemand versteht. Ich verstehe es selbst nicht mal richtig. Ich weiß nicht mehr was ich will, ich weiß nur, dass wir nicht zusammen sein können.
Das ist echt traurig, aber es kommen wieder bessere Zeiten … Hoffe ich …
Ich fühl mich noch schlechter als gestern und muss meine Tränen zurückhalten …
Ich habe es nicht mal geschafft heute zur Schule zu gehen, ich hab keine Lust auf Menschen.
Ich will die ganze Geschichte nochmal niederschreiben, obwohl ich es die ganze Zeit verdränge und somit am besten damit klar komme. A. und ich haben uns Donnerstag schon gestritten, es ging um seinen Vater (wie fast bei jedem Streit). Mich hat es einfach genervt, dass er sich so viel gefallen lässt, er ist 18 Jahre, somit volljährig und kann für sich selbst entscheiden was richtig ist und was nicht, aber ich kann es nicht verstehen (vielleicht liegt es am kulturellen Unterschied) wie man sich so runtermachen lassen kann und alles einfach so hinnehmen kann. A. meint aber, dass er versucht sich durchzusetzen, aber es nicht hinbekommt. Ich kenne seinen Vater nicht und ich weiß auch, dass dieser mich nie akzeptieren würde, ich als Europäerin …
Was mich so genervt hat, war einfach, dass er so im Selbstmitleid versinkt – A. hat wiedermal gejammert, dass sein Vater der Schlimmste sei und er so darunter leide. Ich hab echt für vieles Verständnis aber dafür nicht. Ich bin der Meinung, dass nur A. was an seiner Situation ändern kann und deswegen nicht jammern soll – A. sieht das natürlich anders, meint das er es so hinnehmen muss und nicht gegen seinen Vater ankommt …
Ich hatte immer wieder das Gefühl in unser Beziehung, dass A. mich auch manchmal sowie seinen Vater behandelt. Das klingt jetzt vielleicht etwas seltsam, aber das mit dem „Hinnehmen“ und alles auf sich zukommen lassen und nichts daran ändern können hat er mir gegenüber auch gemacht – Er hat, wenn wir Streit hatten immer sich für alles entschuldigt, obwohl ich selbst weiß, dass es oft meine Schuld war, weil ich manchmal einfach zu viel Temperament habe und dann einfach Dinge sage, die ich im Nachhinein bereue, aber so bin ich nun einmal und er müsste mich mittlerweile schon kennen. Ich hab ihm immer wieder versucht klar zu machen, dass ich nicht sein Vater bin, er mir auch seine Meinung sagen kann. Aber ich kann ihm da nicht mal böse sein darüber, er kann selbst ja gar nichts dafür, er wurde einfach so erzogen und jetzt ist es schwer noch etwas daran zu ändern. Aber mich hat das einfach teilweise schon so genervt, dass er sich selbst immer an allem die Schuld gibt und mir nicht mal die Chance gibt mich zu entschuldigen bzw. mir mal seine Meinung sagt. Er hat mir dann immer so ein Gefühl übermittelt, dass ich mir alles erlauben kann und er würde mir alles entschuldigen. – Ich hab’s auch teilweise ausgenutzt, damit meine ich jetzt aber nicht, dass ich ihm fremdgegangen bin oder wäre, so was würde ich echt nicht tun. Ich hab viele Streitereien (würde ich jetzt im Nachhinein sagen) einfach provoziert, in der Hoffnung, dass er einmal aus sich rauskommt und nicht immer alles hinnimmt, aber das ist leider nie passiert. Er hat mir zwar öfters gesagt, dass er sauer auf mich war, aber ich habe nie was davon mitbekommen. Er hat mir nie irgendwas davon gezeigt und mich spüren lassen, das er enttäuscht oder sonst was ist. Ich würde mir echt wünschen, auch für ihn, dass er endlich mal eine „stärkere“ Persönlichkeit wird und aus sich rauskommt. Mir würde es auch gefallen, wenn ich einen Mann hätte, der mir auch mal Kontra gibt, schließlich will ich kein „Kind“ als Freund.
Also nach dem Streit am Donnerstag war dann Funkstille und ich wollte ihn auch am Freitag nicht sehen. Ich hab das geplante Treffen im Streit abgesagt und wollte einfach meine Ruhe haben und hab auch gedacht, dass er es verstanden hat. – Aber wie sich herausgestellt hat, hat er es überhaupt nicht verstanden … Er wollte mich von der Schule abholen und hat in einer Gasse meines Nachhauseweges gewartet. Ich wusste nichts davon und ging zufällig an diesem Tag einen anderen Weg nach Hause, somit bin ich ihm nicht begegnet. Ich bin auch wirklich froh darüber, aber ich fand es echt merkwürdig, dass ich ausgerechnet an dem Tag einen anderen Weg nehme, ich hab mich so gefühlt, als ob mein Körper schon bescheid wusste, aber mein Kopf nicht. Per SMS hat er mir dann mitgeteilt, dass er auf mich warte vor meiner Schule, ich las diese aber erst zuhause und war total schockiert irgendwie. Ich hab mich echt verfolgt gefühlt und konnte irgendwie nicht darauf reagieren. Er hat mich sehr oft angerufen, nachdem er gemerkt hatte, dass ich schon längst zuhause hätte sein müssen, aber ich konnte wirklich nichts machen. Ich hab mein Handy ausgestellt und ihn ignoriert. Ich weiß, dass war nicht Richtig und er hat so was auch nicht verdient, aber ich war mit der Situation total überfordert und hab nun mal so reagiert, also gar nicht.
Als er merkte, dass ich nicht komme bzw. reagiere ging er dann endlich nach Hause und war wie er mir später erzählte total sauer auf mich. Ich kann ihn voll und ganz verstehen, aber ich hab wieder nichts davon bemerkt, er hat mir nur erzählt, dass er total sauer auf mich war und sich vorgenommen hatte zu warten bis ich mich bei ihm melde. – Dies hat er dann aber auch wieder über Bord geworfen und mich noch am gleichen Tag mit SMS’n bombardiert. – Ich war echt schon total genervt und hab versucht ihm klarzumachen, er solle mich mal in Ruhe lassen, bis ich mich bei ihm melde. Als er nach etwas längerer Zeit, dann auch kapiert hat, dass ich einfach meine Ruhe will, hat er mich dann auch gelassen. Und ich habe mich dann Samstagabend bei ihm gemeldet, als ich gemerkt habe, dass ich total blöd war und er einfach viel zu gut ist. Ich musste echt über meinen Schatten springen um mich bei ihm zu entschuldigen, aber ich hab’s geschafft und er hat sie auch angenommen. Wir telefonierten, dann also noch länger und er erzählte mir, dass seine Mutter ihn gestern gefragt hätte, über seine Hochzeit. Ich weiß nicht mehr genau was es war, er hat nur gesagt, dass er zu ihr meinte, sie solle ihn damit in Ruhe lassen. Ich erfuhr auch noch, dass sein Vater zu ihm gemeint hätte, er müsse eine Afghanin heiraten. In meinen Kopf hat es hat bekommen zu arbeiten und ich hab angefangen zu weinen. Ich hatte so Panik, dass ich irgendwann abgestellt werde, weil diese Afghanin vielleicht hübscher, besser oder sonst was sein wird als ich. A. versuchte mir zu versichern, dass er nur die Frau heiraten wird, die er liebe, was ich bin und ich mir da keine Sorgen darüber machen brauche. Ich mache mir aber riesen Sorgen – Ich vertraue A., ja, aber ich vertraue seinem Vater nicht. Ich kenne seinen Vater nicht, aber ich denke, er würde es schaffen, dass A. macht was er will und somit mich „abschießen“ würde. In meiner Kurzschlussreaktion habe ich aufgelegt und so laut geheult und geschluchzt, dass am nächsten Tag meine Augen angeschwollen waren.
Ich hab per SMS mit ihm Schluss gemacht. Ich weiß, dass war scheiße von mir, aber wir werden uns am Freitag nochmal treffen (dazu später mehr). In dieser Nacht hab ich mich in den Schlaf geweint, mein Handy ausgestellt und versucht zu schlafen. Am nächsten Tag hatte ich 33 Nachrichten am Handy von A. – Es stand in fast jeder dasselbe, dass er eine Zukunft mit mir will, er sich nur vorstellen kann mich zu heiraten (was jetzt eigentlich noch nicht Gesprächsthema sein sollte), er später mit mir Kinder will, mit mir alt werden will, mich liebe, ich ihn sehr enttäusche uvm.. Ich hielt aber an meiner Entscheidung fest, es gibt kein Zurück mehr. Ich hab mich von ihm getrennt! Den Vormittag über hab ich noch viel geheult und wurde mit vielen Nachrichten und Anrufen von A. immer wieder an das Thema erinnert, welcher meine Entscheidung nicht einfach so hinnehmen wollte. Zum Mittag hin, hab ich mich dann versucht aufzuraffen und wieder lebensfähig zu werden – ich hab die Bilder und Sachen von A. in eine Kiste gepackt und wegepackt und mich ans lernen gesetzt. Ich hab den ganzen Tag über an A. gedacht, aber ich konnte damit leben. Ich hab mich schlecht und einsam gefühlt – aber einsam hab ich mich auch oft in der Zeit mit A. gefühlt – weil er nur selten unter der Woche da war und am Wochenende, nie länger als den Nachmittag bei mir verbringen konnte, denn sein Vater wusste nichts von mir und ihm war es ein Dorn im Auge, dass A. so „oft“ rausging.
Ein ganzes Wochenende verbrauchten wir gemeinsam. A. erzählte seinem Vater, er würde mit der Schule wegfahren und der hat ihm das abgekauft. Das Wochenende war die Schönsten zwei Tage. Wir waren essen, im Kino, hatten viele Stunden zu Zweit – zum Kuscheln, reden, lachen und geweint haben wir in den Tagen auch gemeinsam. Ich hab viel über seine Familie und seinen Hintergrund erfahren und ich hab ihm noch mehr lieben gelernt. Und wir haben an diesen Tagen, dass erste Mal miteinander geschlafen und es war nicht so schlimm, wie ich mir das erste Mal vorgestellt habe. Es hat Lust gemacht auf mehr und die weiteren Male, die danach folgten, waren auf jeden Fall um einiges Schöner. In diesen Tagen hat er mir auch das erste Mal „ich liebe dich“ gesagt – damals waren wir 3 Monate zusammen. Ich hab da noch um einige Wochen länger gebraucht um es zu sagen und zu fühlen.
Es waren echt 2 wunderschöne Tage, die ich nicht missen will!
Meine Eltern haben ihn auch schon in ihr Herz geschlossen und ihn auch zu Ostern beschenkt, obwohl A. Moslem ist. Die, die meinen Blog schon bisschen kennen, wissen ja das ich erst vor kurzem 10 Tage in Ägypten war – Es war echt wunderschön dort und ich würde sofort wieder hin fliegen, aber ich hab A. wirklich total vermisst und musste mich bei unserem Wiedersehen bemühen, dass ich nicht zum Weinen beginne. Letzte Woche hat er dann auch meine Großeltern kennengelernt und somit kennt er jetzt auch meine engste Familie. Mit meinem Bruder verstand er sich übrigens auch super.
Zurück zum Thema, A. und ich haben gestern, dann auch öfters telefoniert – normal telefoniert, also nicht gestritten oder so, sondern ruhig miteinander geredet. Er hat auch öfters am Telefon geweint und somit wieder meine Wunden „aufgerissen“ – ich hab aber immer aufgelegt, bevor ich weinen musste. Ich hab A. erzählt, dass ich ihn nicht mehr liebe und ihn nicht mehr will, damit es ihm leichter fällt. Er glaubt mir nicht, dass ich ihn nicht mehr liebe und er hat damit ja auch Recht. Ich wünsche mir nichts mehr, als dass er vor mir steht, mich in den Arm nimmt, mich küsst und ganz viel Zeit für mich hat, aber das wird leider nicht passieren. Ich hab heute Nacht total schlecht geschlafen und es heute nicht geschafft zur Schule zu gehen. – Ich will mich einfach nur verkriechen, niemanden hören und sehen, einfach allein sein! Ich hab heute Nacht auch wieder, dass Kuscheltier, welches mir A. am Anfang unserer Beziehung geschenkt hatte, mein täglicher Kuschelpartner war und ich am Tag davor in die Kiste gepackt hatte, wieder ausgepackt und mit ihm gekuschelt. Ich schaffe es einfach nicht ohne.
Ich liebe ihn immer noch und ich will nichts mehr als ihn. Aber ich kann nicht mehr zurück, ich hab diese Entscheidung jetzt getroffen und muss damit leben. Ich hoffe ich komme irgendwann demnächst darüber hinweg und A. und ich können Freunde bleiben, soweit eine Freundschaft nach einer Beziehung noch möglich ist. Am liebsten würde ich A. sagen, ich will, dass er kommt und mich in den Arm nimmt, aber das kann ich nicht – dazu bin ich zu feige und ich will ihm es auch nicht schwer machen. Außerdem hab ich ihm klargemacht, ich will ihn nicht mehr. Am Freitag treffen wir uns nochmal einmal, denn er möchte, dass ich ihm ins Gesicht sage, dass ich ihn nicht mehr liebe. Ich hoffe ich schaffe das!
Er ist gutaussehend, jung und hat einen guten Charakter, er wird schon ein gutes Mädchen finden, welches sein Vater dann auch akzeptiert. Ich wünsche es mir auf jeden Fall für ihn, dass er glücklich wird …
… und ich, werde es hoffentlich auch wieder irgendwann …
Erstmal tut's mir leid, dass ich so lange nicht mehr hier war. Ich wollte das echt für mich durchziehen, aber ich hab's nicht geschafft!
Ich hab mich gestern Abend/heute Nacht von meinem Freund getrennt!
Ich bin echt total am Boden. Ich kann einfach nicht mehr. Das mit seinen Eltern ging einfach nicht mehr. Sie haben schon davon geredet, dass er eine Afgahin heiraten soll. Ich kann's echt nicht mehr. Immer Angst zu haben, dass ich mal abgeschoben werde! Er hatte so wenig Zeit für mich, da seine Eltern immer dazwischen gekommen sind.
Ich bereue meine Entscheidung jetzt schon und ich weiß nicht ob es das Richtige war. Gerade fühle ich mich ziemlich beschissen und meine Augen sind schon angeschwollen vom Weinen! Wie soll es weiter gehen? Wie soll ich damit klarkommen? Hab ich das Richtige getan?
Es waren die 5 schönsten Monate, die ich bis jetzt hatte. Und jetzt fühl ich mich einsam, alleine, schlecht und unverstanden.