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The Story of my Life


Von: ellaspotzal
ellaspotzal

Beschreibung:
Die Liebe ist oft eine Gratwanderung zwischen Freud, Schmerz, Kummer und Glück. Wir denken die große Liebe gefunden zu haben, schweben auf Wolken und befinden uns im absoluten Gefühlschaos, bis die Blase in tausend Stücke zerplatzt und wir vor den unkittbaren Trümmern stehen... Dann dauert es nicht lange und das Spiel startet von neuem...

Kategorie: Tagebuch-Mein Leben

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 The Story of my Life 
Mein Leben besteht momentan aus Arbeit&TherapieErstellt am 10. Februar um 20:27 

Freu mich so aufs Wochenende. Rumliegen, nichts tun und Ruhe haben. Gesundheitlich geht’s nicht so gut. Bin erkältet, hab Fieber und schlafe immer noch schlecht bis gar nicht. Auch meine psychische Verfassung ist zweitweise im Keller, das liegt an der intensive Wiederaufnahme der Therapie, die ziemlich viel wieder hochholt und mich innerlich sehr aufwühlt und durcheinander bringt, was sich auch auf meine körperliche Verfassung ausschlägt.

In der Agentur hat der neue Kollege angefangen. Dadurch gab es einige Veränderungen: Die freigewordene Stelle und meine wurden zusammengeworfen und zwei gleichberechtigte daraus gemacht. Heißt im Endeffekt mehr Verantwortung (hatte ich seit T. weg ist eh komplett alleine, von daher) und viel Umstellungsarbeit bis wieder alles reibungslos läuft, aber auch mehr Gehalt, das nehm ich natürlich gerne :-) Jedenfalls durfte ich den Neuen einarbeiten und es war katastrophal. Erstens weil ich ganztags in die Agentur musste, obwohl ich die Woche noch ausschließlich von zu Hause hätte arbeiten sollen. Zweitens kam ich zu so gut wie nichts und durfte das liegengebliebene spätabends nach den Therapiesitzungen im Home-Office abarbeiten und drittens meint er alles besser zu wissen und will vom ersten Tag an alles Mögliche ändern. Abläufe, Programme, Ordner usw. alles soll so werden wie in seiner früheren Anstellung, damit er besser klar kommt. Nichts gegen Verbesserungsvorschläge, wenn man dadurch effizienter arbeiten kann. Aber in dem Fall würde es alles durcheinander bringen, weil nicht nur ich, sondern auch die Kollegen und PC-Programme/-Systeme, die in mühevoller Arbeit auf die Bedürfnisse der Agentur eingerichtet wurden dranhängen. So einfach ist das nicht.

Einen kleinen Aufstieg hab ich also. Ansonsten sieht der Chef in der Zukunft große Chancen für mich aufzusteigen bzw. in eine andere Position zu wechseln, darüber will er sich unterhalten, wenn mit dem Neuen soweit alles passt. Er hat gesagt, dass er mich nicht verlieren möchte und mit mir plant, da er großes Potential in mir sieht und auch versuchen würde Angebote auszustechen. Hört sich alles positiv an, dennoch frag ich mich, warum er dann aus den Stellen zwei gleichberechtigte machte und mir nicht gleich die höhergestellte anbot und dann jemanden für meine ehemalige gesucht hätte. So muss später wieder alles umgestellt werden. Muss man nicht verstehen oder? So ganz das Erhoffte war das nicht. Das Jobangebot geht mir weiterhin im Kopf um. Werde mich nochmal mit demjenigen treffen und genauere Informationen holen.

Aber die Woche war nicht nur mit Arbeit vollgepackt, sondern auch mit stundenlangen Therapiesitzungen an vier Spätnachmittagen-Abends und einer Sitzung wegen sozialem Projekt. Da steht jetzt der Jahresplan und somit kommt auch wieder Arbeit auf mich zu, aber mach das super gerne, hilft schließlich den Kleinen.

In der Therapie läuft es so lala, mit einigem tu ich mich sehr schwer. Fällt mir immer noch nicht leicht über manches zu reden und dabei befinde ich mich seit Jahren in Therapie. Es ist nicht einfach darüber zu sprechen und sobald ich es im Kopf habe verfolgt es mich Tag und Nacht. Die Probleme sind so tief in mir drin verwurzelt und miteinander verzweigt, dass man viele kleine Steine zur Seite rollen muss, um an die eigentlichen Knackpunkte ranzukommen. Aber ich weiß, solange ich es nicht komplett aufarbeite und lerne damit umzugehen, wird es mich immer wieder in tiefe Löcher ziehen und meine Psyche belasten.

Das andere ist Vertrauen, es fällt mir sehr schwer zu Therapeuten/Psychologen so ein Verhältnis aufzubauen, dass ich ihnen uneingeschränkt alles anvertrauen kann. Das sind im Grunde fremde Personen, auch wenn sie mir nur helfen wollen, denen ich mich öffnen muss und da blockiert mein Kopf oft. Schließlich geht es hier u.a. um sexuelle Gewalt in zahlreichen Fällen und somit sehr intime und persönliche Dinge, die sehr unangenehm sind. Ein weiterer Punkt ist, dass ich nicht in allem Sinn sehe und mich komisch bzw. Fehl am Platz fühle, das liegt wohl auch an meiner fehlerhaften Selbstwahrnehmung. So muss ich mich aktuell neben der eigentlichen Therapie wieder mit Gewichtsfragen löchern lassen, dabei fühl ich mich nicht so dünn, wie die mich sehen. Aber ich muss da durch, die werden schon wissen was sie tun, das sind die Profis nicht ich und besser als wieder wochenlang auf geschlossenen Stationen in Psycho- Kliniken rumzuhängen ist es allemal.

Um die Therapie erfolgreich bewältigen zu können bräuchte ich natürlich ein stabiles Umfeld, das ist aber nicht vorhanden. Auf meine Erzeuger/Familie kann ich nicht bauen, dabei wär es laut Psychologen nicht falsch, diese mit einzubeziehen, wenns um die Bewältigung der Kindheit geht. Mein Stiefvater-Papa wollte/will helfen, aber er ist keine der Ursachen. Meine Erzeugerin will auf gar keinen Fall, unter keinen Umständen etwas damit zu tun haben – sie ist sich keinerlei Schuld bewusst und Erzeuger-Vater sieht darin keinen Sinn, da er eh alles richtig machte. Ja, mit Geld/Geschenken überhäuft und schon als Kleinkind durch die halbe Welt geschleppt werden und im Teenager-Alter Heiratskandidaten präsentiert bekommen, das wollen und brauchen Kinder vom Vater. Liebe, Aufmerksamkeit, Zuneigung sind völlig überbewertet, solange das materielle Stimmt. *kotz*

Die Psyche muss sehr stark sein, um das auszuhalten was in der Therapie alles hochkommt und dazu brauch ich das Gefühl von Sicherheit und Menschen, die mich vor dem Absturz bewahren. Früher war S. dieser Mensch, doch der ist weg. Meine Familie will es nicht sein, zum Glück hab ich ein paar sehr gute Freunde.

Schönes Wochenende Euch allen.


Mein Leben besteht momentan aus Arbeit&Therapie
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Alles auf AnfangErstellt am 6. Februar um 13:23 

Die letzten Tage bin ich dazu übergegangen meine Liste im Kopf Stück für Stück abzuarbeiten.

Psychisch geht es besser. Ich bin wieder positiver. Da mir vor allem die Nächte und ruhigen Momente am Tag noch sehr schwer fallen, haben wir [Psychologen/Therapiemenschen und ich] beschlossen, die Therapie wieder intensiver aufzunehmen. Anscheinend brauch ich es doch noch mehr und öfter, als gedacht. Weiterführen.

Mein kaputtes Bein macht Fortschritte, Arzt war heute zufrieden. Bin wieder beweglicher und kann bald wieder Sport machen. Ich brauche Sport zum Ausgleich, um den Kopf freizubekommen, sonst werd ich verrückt und geh psychisch kaputt, wie man die letzten Wochen merkte. Darauf aufbauen.

Donnerstag und Freitag nahm ich mir frei. Donnerstag verbrachte ich mit meiner lieben B. Wir waren shoppen, spazierten trotz Kälte durch den Englischen Garten und saßen anschließend stundenlang im Cafe und quatschten. Anschließend waren wir in „Ziemlich beste Freunde“. War schön einen ganzen Tag mit ihr zu verbringen, seit meinem Umzug sehen wir uns leider nicht mehr so regelmäßig. Ich höre gerne ihre Meinung, denn niemand kennt mich besser. Aber egal wie viele liebe und gute Ratschläge ich bekomme, helfen bzw. entscheiden kann ich mir/mich nur alleine.

Da ich schlecht und unruhig schlafe, bin ich Freitag bereits sehr früh aufgestanden und dem Putzwahn verfallen: Wohnung geschrubbt und poliert, Vorhänge gewaschen, Schränke ausgeräumt, gewischt und aussortiert, Kühlschrank geputzt, Wäsche gemacht und einkaufen gewesen. Eigentlich überlegte ich nach einer neuen Wohnung Ausschau zu halten. Aber: Nein, das ist meine Wohnung, nach meinen Vorstellungen eingerichtet und gestaltet, in guter Lage, fühl mich total wohl. Warum sollte ich das aufgeben? Punkt auf der Liste streichen.

Freitagabend ist S. vorbeigekommen, er wollte noch paar Sachen. Im Gespräch erzählte er von einem Mädel, das er schon länger kennt. Beide sind verliebt und können sich mehr vorstellen und befinden sich gerade in der Anfangsphase. Ich freue mich für ihn und wünsch ihm alles Gute und eine glückliche Zukunft! Das mit uns ist endgültig geklärt und abgeschlossen. Hinter diesen Punkt Häkchen machen.

Samstag gönnte ich mir für mich. Gemütlich gefrühstückt, zu Fuß zu meinem Pferd und mit ihm durch die Gegend spaziert. Lange wollte er nicht, war ihm wohl zu kalt :-) Zu Hause gönnte ich mir ein entspanntes Bad mit einem guten Buch, heißer Schokolade und Kerzen. Abends war ich von meiner Arbeitskollegin und Freundin in ein spanisches Lokal zum Essen + Cocktail trinken eingeladen. Erst wollte ich nicht, Angst, Übelkeit und Unsicherheit und einen Berg Steine im Magen machte sich breit. Doch ich lass mich nicht von meiner Psyche zu Hause einsperren und im Endeffekt war es gut mal wieder rauszukommen und unter Leuten zu sein. Für jeden anderen wärs wohl ein normaler, geselliger Abend gewesen, aber mich hats nach den letzten Wochen eine riese Überwindung gekostet. [Ich hasse es dermaßen von nervigen Typen angemacht zu werden. An dem Abend trug ich wohl ein Schild: „Vollidioten dieser Welt grabt mich an!“ Zum Glück bin ich nicht auf den Mund gefallen.]

Auch über meine berufliche Zukunft machte ich mir Gedanken. Das Jobangebot reizt mich sehr und ich kann mir die Tätigkeit gut vorstellen. Aber ich fühl mich in meinem Job wohl und mach ihn gerne. Mein Ziel ist aber aufzusteigen und nicht ewig meine derzeitige Position zu besetzen, das wird auf Dauer langweilig. Deshalb werde ich das Gespräch mit meinem Chef suchen und abklären wie meine Zukunft in der Agentur aussieht, erst dann intensiver nachdenken. Punkt rot markieren und nachfassen.

Sonntag beschloss ich eine Woche Funkstille sollte fürs erste reichen. Ich schlug P. vor zu ihm zu fahren, in der Nähe seiner Wohnung ist ein schöner See mit Wanderweg. Wir haben uns mal wieder ausgesprochen und hatten einen schönen Nachmittag. Der Abstand, auch wenn er nicht lange war, hat gut getan. Ich habe deutlich gesagt, dass ich momentan keine Beziehung will. Ich bin nicht so weit bzw. nicht in der Lage jetzt eine Beziehung einzugehen. Ich brauche Zeit für mich ohne Partner, alles andere wäre unehrlich und falsch. Ehrlicherweise gab ich zu, dass ich mich wohl und geborgen bei ihm fühle und es mag ihn bei mir zu haben. Aber Herz und Kopf nicht frei und bereit für eine Beziehung sind. Ich bin verliebt, Ja, aber es reicht (noch) nicht für etwas Festes.

Zu meiner großen Überraschung hat P. sich entschuldigt. Es tut ihm leid, wenn er mich überrumpelt und bedrängt hat. Auf keinen Fall wollte er mich in etwas zwängen bzw. dass ich mich genötigt fühle. Die Situation ist ihm zu Kopf gestiegen, weil er a) nicht wusste wie er helfen kann bzw. was er tun soll, damit ich aus der Phase finde und b) Angst hatte etwas falsches zu sagen/machen, weil es eben eine Unbekannte war. Er meinte es gut und hat sich dabei zu sehr von seinem Herz leiten lassen, als auf seinen Verstand zu hören und mich in Ruhe zu lassen. Klar hat er Gefühle und würde lieber heute als morgen mit mir zusammen sein. Aber auch er hat gemerkt, dass wir nichts überstürzen und uns nicht aus einer emotionalen Extremsituation heraus in eine Beziehung begeben dürfen. Er ist der Meinung wir sollten es ruhig angehen und auf uns zukommen lassen. Dann werden wir sehen was sich ergibt.

Richtiges kennen lernen findet nicht im Bett und auch nicht bei Geschäftsreise, Arbeit, Urlaub oder in Ausnahmesituationen statt, sondern im Alltag. Deshalb nur begrenzte Zeit miteinander verbringen und dadurch andere, alltägliche Seiten, Macken, Verhaltensweisen des anderen kennen lernen. Wir dürfen nicht mit den Gefühlen des jeweils anderen spielen, sondern müssen uns, unsere Bedürfnisse und Wünsche respektieren. Punk wird noch länger auf der Liste stehen.

Ich finde, so schlecht hab ich mich gar nicht geschlagen mit meiner Liste.
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Neubeginn?Erstellt am 31. Januar um 14:31 

Gestern Morgen erreichte mich der Anruf eines mir bekannten Herrn. Er müsse sich unbedingt mit mir treffen, um etwas sehr wichtiges zu bereden. Nach langem hin und her nahm ich seine Einladung zum Mittagessen an.

Nach etwas Small-Talk kam er zum Punkt und erzählte, dass er einen Job für mich hätte und hofft, mich bald als neue Mitarbeiterin begrüßen zu dürfen. Ich hab erst mal geschaut wie ein Frosch. Ähm? Bitte was? Auf meine Reaktion hin sah er mich etwas verdutzt an. Wahrscheinlich hat er erwartet, dass ich gleich mal vor Freude durch die Decke springe. Da ich es ja extrem gerne hab, wenn andere über mich bestimmen wollen, war ich erst mal dementsprechend bedient. Aber weil ich schon mal da war, das Essen echt super lecker und kostenlos war, hab ich ihn ausreden lassen. Er meinte er mag mein Temperament. *lächeln und Zähne zeigen*

Er ist Inhaber eines attraktiven kleinen Unternehmens der Finanzbranche, d.h. Vermögensverwaltung und betriebswirtschaftliche Beratung von kleinen/mittelständischen Unternehmen und vermögenden Privatpersonen, Stiftungen usw. Sie decken von Beratung über Rechnungswesen/Buchhaltung, Finanzierungs- und Steuerfragen bis hin zu Revision und Marketing/Projektunterstützung ein ziemlich großes Spektrum ab. Jedenfalls will er sich in den nächsten Jahren mehr und mehr zurückziehen und sucht deshalb eine Art Assistenz, die ihn und seinen Sohn (der das Unternehmen übernimmt) unterstützt, quasi eine rechte Hand der Geschäftsleitung.

Zusammengefasst: Für diese Position hat er mich ins Auge gefasst, da ich mich in der Agentur u.a. um Finanzierungsfragen kümmere und ähnliches in den sozialen Projekten mache und außerdem auf diesen Bereich mein Studium ausgelegt hatte. Ich wäre ihm vom ersten Aufeinandertreffen an sympathisch gewesen und er hat sehr gerne mit mir zusammengearbeitet, weil ihr sehr kompetent, schnell, kunden- und zielorientiert arbeite usw. Außerdem hat er sich bei diversen Leuten (durch meine sozialen Projekte hab ich sowohl mit ihm, als auch mit Geschäftspartner von ihm zu tun, außerdem ist er Kunde der Agentur) nach mir erkundigt und nur positives gehört. Er hat auf die Einschmeichel-Drüse gedrückt und so ziemlich alles an Komplimenten aufgefahren was ihm einfiel, um mir den Job schmackhaft zu machen. Dabei ist er aber sachlich geblieben.

Er kam auch gleich auf die wesentlichen Punkte wie Stellenbeschreibung, Aufgaben, Gehalt, Urlaub, Arbeitszeiten usw. zu sprechen. Zwischendrin kam ich mir immer wieder vor wie im falschen Film, weil ich mit sowas nie gerechnet hätte. Gedanken an einen neuen Job hab ich bis gestern noch nie verschwendet. Das gebotene Gehalt ist mehr als in der Agentur, er meinte, wenn mir das zu wenig sei hätte er noch Verhandlungsbasis *große Augen* und der Urlaub auch mehr. Arbeitszeiten wären ungefähr gleich, aber mein Arbeitsweg kürzer, wobei das mit den öffentlichen nicht so relevant ist, ob man zwei Stadtionen mehr oder weniger fährt. Ich könnte auch in diesem Job Home-Office machen, aber nicht so viel wie in der Agentur und müsste öfter bei Kunden vor Ort sein und dafür Reisetätigkeit mit Übernachtung in Kauf nehmen. Der Kundenstamm erstreckt sich überwiegend auf die Region Oberbayern bis an die österreichische Grenze runter und teilweise Österreich, Schweiz und Norditalien.

Alles in Allem klingt es sehr verlockend und interessant und ich bin seitdem am hin und her überlegen. Der angebotene Job reizt mich und ich könnte mir das sehr gut vorstellen. Ich mag Herausforderungen und es wäre eine sehr große, ich bin jung, offen für Neues und mir stünden sehr viele Türen offen. Das andere ist ich habe jetzt einen sicheren und abwechslungsreichen Job mit unbefristetem Arbeitsvertrag und gutem Einkommen, kenne das Umfeld, alles ist eingespielt, hatte bisher keinen größeren Probleme mit Chef/Kollegen und der Chef lässt uns weitestgehend freie Hand und ich habe die Möglichkeit, in naher Zukunft eine Führungsposition zu übernehmen. Bei einer Entscheidung für das Angebot müsste ich den gesicherten Job kündigen, hätte 6 Monate Probezeit und wer weiß, ob es dann auch klappt und ich nachher nicht ohne Arbeit dastehe.

Veränderung annehmen ja oder nein?
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GesprächeErstellt am 29. Januar um 14:51 

P. hat sich gestern mal wieder ins Zeug gelegt! Am späten Nachmittag stand er mit Einkäufen vor der Tür. Ich soll mich nicht stören lassen, er will kochen, damit wir uns später beim Essen unterhalten können. Er stand gefühlte Stunden in der Küche – ich beendete derweil in aller Ruhe mein Bad-Programm, deckte den Tisch usw. - um anschließend Hähnchenbrust mit Pilz-Käse-Füllung, Reis und Gemüse und zum Dessert Kokos-Quark mit Früchten und Waffeln zu servieren. Es war lecker. Männer die kochen können haben echt Vorteile :-)

Während des Essens griff P. meinen Ausraster von Mittwoch auf und wollte wissen was mich dazu brachte derart auszuticken und ihm solche Dinge an den Kopf zu werfen. Er schob sofort nach, dass er mir keine Vorwürfe macht, sondern sich ungefähr denken könnte warum, es aber aus meinem Mund hören will. Ich endschuldigte mich nochmal, erklärte ihm, dass ich plötzlich total schwarz sah. Nicht ihn, sondern jemanden der in mein Leben eindringen, mich beherrschen und über mich bestimmen möchte, vor mir sah. Im Verlauf versuchte ich meine Gefühlslage näher zu bringen und zu erklären was in mir vorging. Ich wollte nicht verletzen, hatte nicht die Absicht ihm wehzutun und unschönen Dinge zu sagen. P. meint, er kann mich, weil er die Vorgeschichte kennt, verstehen und deutet das Ganze als Gefühlsausbruch, der nicht ihm galt, aber ihn als Empfänger hatte.

Ich kann es leider nicht rückgängig machen, hoffe aber es ist geklärt und passiert nicht mehr. Möchte nicht den Menschen wehtun, die in schweren Zeiten an meiner Seite stehen und mir helfen.

Dann holte P. zu einer sehr langen „Predigt“ aus. Es ist nicht einfach ist mit mir und ich koste ihn viel Kraft und Nerven. Ich öffne mich ihm, wir verbringen schöne Stunden, sind uns vertraut und nahe. Plötzlich stoße ich ihn von mir, ziehe mich zurück, schließ ihn fast komplett aus meinem Leben aus. Nach einiger Zeit, wenn ich das Gefühl habe er ist wieder weit genug weg, lasse ich ihn wieder näher kommen, wir unternehmen etwas usw., alles ist wunderbar und dann macht es zack: Rückzug von mir und wieder von vorne. Er nimmt sehr viel Rücksicht und will mich keinesfalls bedrängen. Es passt sich meinem Tempo an und ist da, wenn ich ihn brauche. Aber hätte ich nicht meine Vorgeschichte, könnte ich ihn schon lange am **** lecken, weil er nicht der Typ Mann ist, der sich so von einer Frau behandeln lässt. Er ist nicht mein Spielzeug, sondern ein Mensch mit Gefühlen, der sich oft sehr beherrschen und zusammenreisen muss, um mir nicht alles vor die Füße zu knallen. Schließlich gibt es noch andere Frauen, mit denen er es einfacher hätte und die ihm das Leben nicht so schwer machen. Aber er kann nicht anders, auch wenn es ihm dabei nicht gut geht, weil er Gefühle für mich hat und deshalb viel in Kauf nimmt. Er ist verliebt und weiß nicht, wie lange er seine Gefühle noch unter Kontrolle hat nachdem wir schon sehr weit gegangen sind. Außerdem überlegt er, ob es nicht bessere wäre sich von mir zu entfernen und nicht mehr so viel Energie in mich zu stecken. Aber sobald ich mich ihm wieder nähere und er an mich und das was wir schon hatten denkt, sind seine Gefühle da. Er kann sein Herz nicht ausschalten, auch wenn ich darauf „rumtrampel“.

Er möchte mich verstehen und geschehenes berücksichtigen, aber er weiß nicht wie lange er das noch mitmachen kann. Dieses hin und her, gemeinsame Tage und Nächte, schöne und zärtliche Stunden und dann tagelang Funkstille und meine Meinungsschwankungen. Er hat Verständnis und ist bereit den schweren Weg mit mir zu gehen bzw. noch eine Zeit auf mich zu warten. Er will mich auf keinen Fall verlieren und zumindest als gute Freundin behalten. Dazu braucht er aber klar Worte von mir, um zu wissen woran er ist und wie viel Hoffnung er sich machen bzw. wie viele Gefühle er aufbauen und zulassen darf.

Dieser Mann ist so vernünftig. Auf der einen Seite so ein Chaot, Macho und oft ein „Arschloch“, aber trotzdem so zuvorkommend, zärtlich und verständnisvoll. Harte Schale weicher Kern, nach außen Arsch nach innen ganz anders.

Nach diesen für mich, ziemlich aufwühlenden und schmerzhaften Worten, konnte ich ihm erst mal nicht viel sagen. In mir hat es gearbeitet, ich war emotional Aufwühlt und ich fühle mich in eine Ecke gedrängt, auch wenn das totaler Blödsinn ist. Er drängt mich nicht! Er steckt für mich zurück und versucht immer und immer wieder an mich ranzukommen und ich stoße ihn von mir, weil ich ein Problem habe, für das er nichts kann. Möchte ihn nicht verletzten und vor den Kopf stoßen. Er soll nicht das Gefühl haben alles falsch zu machen. Er macht nichts falsch, gar nichts! Es liegt nur an mir! Ich weiß, dass nur ich allein dieses hin und her beenden kann.

Wir stecken da beide in einem riesengroßen Dilemma … ich fühle mich nicht gut dabei.

Als ich heute um halb sieben nach einer sehr unruhigen und schweißgebadeten Nacht wach wurde war P. weg. Ich weiß nicht, ob er blieb bis ich einschlief oder erst heute früh ging. Er hat eine Nachricht hinterlassen, dass er mir Ruhe lässt, um mir meiner momentanen Gefühlslage bewusst zu werden, wenn ich ihn brauche oder etwas ist soll ich mich melden, er ist jederzeit für mich da und erreichbar. Aber erst mal will er sich nicht weiter selbst verletzten bzw. von mir verletzten lassen.

Bin dann erst mal raus in die frische Luft und hab einen langen Spaziergang gemacht und war erstaunt, dass es mit meinem Fuß doch schon so gut ging. Es fühlte sich befreiend an, in der kalten Winterluft und der noch stillen und menschenleeren Gegend herumzuschlendern und alleine mit sich und seinen Gedanken zu sein.

Entweder ich lasse meine Gefühle zu und mich ganz auf P. ein und ermöglich es uns beiden, es zumindest miteinander zu versuchen. So kann ich mir nie vorwerfen, es nicht versucht zu haben, falls es schiefgeht. Oder aber ich lasse P. komplett los und wir beschränken unseren Kontakt auf das geschäftliche. Ob wir beide stark genug sind das zu schaffen?

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GefühlslageErstellt am 28. Januar um 15:17 
Gefühlslage

Bis auf Arztbesuche und kurz Einkaufen hab ich die Wohnung seit fast zwei Wochen nicht mehr verlassen. Aber langsam hab ich die Tage Donnerstag – Sonntag letzter Woche verdaut. Ich kann das Licht am Ende des Tunnels wieder sehen. Es kommt zwar nur ganz langsam auf mich zu, aber zumindest geht’s aus dem Tunnel heraus und nicht tiefer hinein.

Ich möchte nicht weiter daran denken, nachts schweißgebadet alles nochmals durchleben müssen und vor allem wieder in ein geregeltes Leben finden, ohne ständig alles vor Augen zu haben. Irgendetwas hat mich da ganz plötzlich gewaltig aus der Bahn geworfen und lässt mich nur äußerst langsam wieder zurückfinden. Das belastet mich so sehr, dass es anscheinend auch den Heilungsprozess bei meinem Bein verlangsamt. Das macht - für meine Begriffe - verdammt kleine Fortschritte.

Dienstagabend besuchte mich meine beste Freundin (auch sie hatte sich Sorgen gemacht, da ich so lange „unerreichbar“ war, als sie erfuhr was los ist stand sie auch schon vor der Tür). Dankbar nahm ich die Ablenkung und Gesellschaft an, auch wenn ich noch total neben der Spur war.

Mittwochabend kam wieder P. vorbei. Sobald er in der Wohnung war lag eine komische Spannung in der Luft und nach einiger Zeit bin ich komplett ausgerastet. Ich hab ihn beschimpft, angeschrien und total blöd reagiert und einiges falsch interpretiert. Ob bewusst oder unbewusst, da bin ich mir noch nicht so sicher. Jedenfalls hab ich ihm Unrecht getan mit meinen Anschuldigungen und ihn sehr getroffen und verletzt mit meinen Worten… Dann war er weg und ich wieder allein…

Donnerstag und gestern nutzte ich die Möglichkeit auf Gespräche bei meinen Psychologen und Therapiemenschen. Auch wenn es nicht einfach ist, es hilft. Gestern Abend rief ich P. an, um mich zu entschuldigen. Es tut mir so leid und ich hab ein schlechtes Gewissen. Ich hab echt alles falsch gemacht. Ich stecke momentan in einer emotionalen Ausnahmesituation, die Vergangenheit kommt ganz gewaltig wieder hoch und bestimmt Großteils meine Gedanken. Da kann P. nichts dafür, ich darf meine Wut, Abneigung und Hass gegen die Personen, die mir das angetan habe nicht an ihm auslassen. Nicht an P., der so sehr versucht mir zu helfen und für mich da zu sein.

Neben der psychischen Belastung stürzt mich P. ins absolute Gefühlschaos. Ich weiß nicht was ich will und versuche meine Gefühle für ihn zu verdrängen und bin deshalb total unsicher und durcheinander. Einerseits sehne ich mich nach ihm, seiner Nähe und wünsche mir, dass er jeden Tag bei mir ist, mich im Arm hält und zum Einschlafen bringt. Ich fühl mich geborgen und wohl, er gibt mir Halt und das Gefühl von Sicherheit und hilft mir mit Worten und Gesten - zumindest zeitweise - zu vergessen. Auf der anderen Seite ist eben diese Befangenheit, dass es schief geht und zur Katastrophe kommt. Dies liegt in meiner Ex-Ex-Beziehung begründet. Ich fürchte mich so sehr davor wieder derart für einen Mann zu fühlen, mich ihm komplett hinzugeben und alles in die Beziehung zu stecken und am Ende so zu Enden wie damals.

Der letzte Mann, für den ich von Anfang an so empfang wie für P. war mein Ex-Ex-Freund und sobald ich an diesen denke kommt Panik in mir auf, dass mir nochmal jemand so wehtun und derart zerstören könnte wie der. Das war die schlimmste, schmerzhafteste und grauenvollste Zeit meines Lebens, das will ich nicht nochmal durchleben. Anfangs war alles toll und schön, wie im Märchenbuch, der perfekte Mann und plötzlich hat es umgeschlagen in körperliche und sexuelle Gewalt, bedrohen, verfolgen, einsperren usw. usf. er hat nicht mal davor zurückgeschreckt, weil er mich angeblich so liebte, mich fast zu Tode zu … - der absolute Horror.

Bei S. war alles einfacher. Lag vielleicht daran, dass wir erst befreundet waren, den gleichen Interessen/Hobbies nachgingen und er mir geholfen hat mit der Therapie, den Klinikaufenthalten usw. und in dieser Zeit einfach immer an meiner Seite stand. Draus hat sich dann eine Bettgeschichte entwickelt aus der eine Beziehung wurde, ohne viel über Gefühle zu sprechen und denken, die zwar fast vier Jahre hielt aber wohl nie tief genug war, um von wirklicher Liebe sprechen zu können. Während der Beziehung dachte ich das natürlich. Mit etwas Abstand weiß ich aber, dass vieles ganz anders war, als ich es währenddessen empfunden und nach außen preisgegeben habe. Ich hab mich einfach auf S. versteift und in ihm den Mittelpunkt meines Lebens gesehen, weil er mir geholfen und mit mir das durchgestanden hat. Da denkt man halt dann man liebt sich und gehört zusammen und versucht auch sehr lange daran festzuhalten und zu kämpfen, um nicht allein sein zu müssen bzw. das zu verlieren, wo man denkt ohne nicht lebensfähig sein zu können.

Meine Psychologen sagen, die Wurzel alles Übels liegt in meiner Kindheit bzw. meiner Beziehung zu meinen Erzeugern begraben. Wenn man schon als Kleinkind kein Vertrauen in seine engsten Bezugspersonen aufbauen kann, dann fehlt in späteren Jahren einfach das Vertrauen in Beziehungen, vor allem solche bei welchen tiefere Gefühle im Spiel sind. Die Krone setzte dem Ganzen dann die schlechte Erfahrung auf. Ich lauf vor meinen Gefühlen für P. davon und versuche sie zu verdrängen, nur um mich nicht der Gefahr aussetzen zu muss. Alles was zu tief geht möchte ich sofort von mir Stoßen, damit man nicht zu nahe an mich kommt und mich verletzten kann. So fang ich an P. wehzutun und ihn mit Worten zu verletzten, nur damit er sich von mir abwendet.

P. hat meine Entschuldigung angenommen. Aber er will heute vorbeikommen. Er meinte, er hätte mit mir zu reden und mir etwas zu sagen, aber das will er nicht am Telefon machen sondern persönlich, er bittet mich ihm zuzuhören und es zuzulassen. Er würde sich sogar vor die Tür setzen, wenn ich seine Anwesenheit nicht ertrage.

Jetzt werd ich mal in die Badewanne steigen und einen Rund-Um-Wellness-Körperpflege-Programm-Nachmittag im Bad verbringen, so wie ich aussehe - wie eine wandelnde Leiche - kann ich niemanden, schon gar nicht P., unter die Augen treten.

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