Beschreibung: Nachrichten aus dem gofeminin Beauty-Universum: Hier schreibt Beauty-Redakteurin Lissy über alles, was sie und ihre Kolleginnen in Sachen Beauty beschäftigt, überrascht hat oder amüsiert. Reinlesen macht vielleicht nicht sofort schöner, dafür aber Spaß!
So langsam aber sicher übernehmen hier in Köln wieder die Jecken (Kölsch für: kostümierte Feierwütige) das Kommando. Das Motto der aktuellen Session lautet: “Jedem Jeck sing Pappnas” (Redewendung für: 'Jeder so wie er mag'). Auch mich infiziert das Karnevals-Fieber so langsam aber sicher. Dabei gibt es bei mir aber statt 'Pappnas' eher Glitzer und Glimmer in rauen Mengen. Was ich an der fünften Jahreszeit besonders mag:
Man kann sich in Sachen Make-up so richtig schön austoben – ohne schräg angekuckt zu werden. Eben 'jeder wie er mag'. Falsche Wimpern auch mal einfach so zum Ausgehen – ehrlich gesagt, das habe ich mich noch nicht getraut. Künstliche Fingernägel sind normalerweise auch so gar nicht mein Fall. Aber im Karneval bekomme ich auf einmal unglaubliche Lust auf all den falschen Plunder und jede Menge Bling-Bling. Besonders toll finde ich in diesem Jahr:
- extravagante falsche Wimpern mit kleinen Federn dran
- Fingernagelfolien in Silber, Gold oder mit Streifen
- Kleine Glitzertattoos, wie Herzen oder Sternchen, die man mit losem Glitzerpuder und Schablonen selber machen kann.
Auch wenn das Anbringen der ganzen Maskerade manchmal eine ziemliche Fummelei ist – Karnevals-Make-up macht einfach Spaß. Selbst wenn’s zu vorgerückter Stunde nicht mehr ganz perfekt aussieht. Irgendwie hielt zum Beispiel der Wimpernkleber bei mir nicht immer so ganz, was er versprach.
In diesem Jahr wird das hoffentlich anders: Ich habe mir nämlich professionellen Rat von Kölner Visagisten geholt, die unter anderem auch professionelle Karnevals Make-ups anbieten. Wer mag, kann sich dort von Profis für eine jecke Sause schminken lassen.
Die Tipps der Experten gibt es demnächst hier auf gofeminin.de.
Sachen zum Selbermachen gibt es im Internet ja viele. Schokolade, Seifen, sogar Wurst (!) lässt sich nach persönlichem Gusto im Netz selbst zusammenstellen. Der Postbote bringt das individuelle Produkte dann per Päckchen ins Haus. Schön, dass es das Prinzip jetzt auch in Sachen Beauty gibt.
Ein Start-up Unternehmen aus Baden hatte die Idee, Shampoos und Conditioner im Internet anzubieten – das Besondere: Die Pflegeprodukte lassen sich den eigenen Bedürfnissen anpassen. Auf der Web-Site von „haircare4me“ wartet ein übersichtlicher Fragebogen auf die Kundschaft. Da muss dann eine Reihe von Angaben zu Haar und Kopfhaut gemacht werden: Locken oder glatt, gefärbt oder Natur, trocken oder fettig … Damit man das auch richtig hinbekommt, werden die Fragen noch erläutert.
Anhand der individuellen Angaben wird dann im firmeneigenen Labor das persönliche Shampoo gemixt. Und weil die persönliche Note des Produkts auch nach außen hin sichtbar sein soll, bekommt jedes Fläschchen den Namen des Besitzersaufgedruckt.
Alles in allem genug Motivation für mich, das Ganze einmal auszuprobieren. Wenige Tage nach der Bestellung erreichte mich auch schon mein persönliches 'gofeminin.de' – Shampoo samt Conditioner. Das etwas angestaubte Verpackungs-Design sorgte zwar für einen kleinen Punktabzug, doch der Inhalt hielt, was der stolze Preis von rund 23 € pro Shampoo (Conditioner: 19,95 € verspricht. Meine Haare glänzten, hatten etwas mehr Fülle als sonst und fühlten sich angenehm griffig an. Besonders positiv: Das erfreuliche Ergebnis wird ohne den Einsatz von Silikonen erzielt.
Reisen macht Spaß, keine Frage. Aber geht es um die konkrete Gestaltung des Urlaubs, hat bekanntlich jeder so seine Vorlieben. Der eine braucht Action und Abenteuer, der andere will nur faul am Pool liegen, der Dritte findet sein Glück in staubigen Ruinen. Ich für meinen Teil finde es spannend, die Alltagskultur der Leute vor Ort zu entdecken – und für mich ist das untrennbar mit einem ausgedehnten Besuch einer lokalen Parfümerie oder Drogerie verbunden.
Die schönste Entdeckung während meines letzten Urlaubs in Florida: Ricky’s NYC – eine US-amerikanische Drogeriekette, deren Shop in Miami eher zufällig zum Objekt meiner Studien wurde. Gleich mehrere Faktoren haben mich an diesem Shop fasziniert.
1. Ricky‘s hat werktags (also auch samstags!) bis Mitternacht geöffnet. Wer nach der Kneipe noch einen spontanen Abstecher in den Club beschließt: Bei Ricky’s kann man noch schnell den Lippenstift besorgen, der dem ganzen Outfit etwas mehr Party-Style verleiht.
2. Der Shop sieht aus wie eine Mischung aus Discounter, Diner und Sex-Shop - jedenfalls nicht wie eine klassische Drogerie. Ein riesiges Schild im Stil alter amerikanischer Kino-Reklame thront drinnen über den Regalen. Es verkündet stolz „20 Years of Faboulusness“. Passt zur Selbstbeschreibung von Ricky’s im Internet: „Ricky's NYC is THE one stop super-shop for everything beauty”.
Bei der Präsentation der Ware hingegen setzt man bei Ricky‘s schon eher auf Understatement, denn …
3. Die Regale sind vollgestopft mit Beauty-Produkten wie im Discounter. Die hohen, ziemlich schmucklosen Regale geben sich erst gar keine Mühe, den Eindruck von Luxus zu erwecken. Das Angebot wird übersichtlich und unprätentiös präsentiert, so dass man sich ganz auf das Wesentliche, das Sortiment, konzentrieren kann. Der schöne Nebeneffekt: Man hat nicht das Gefühl, das man beim Herausnehmen einer Verpackung ein ausgefeiltes Arrangement zerstört.
4. Wo wir auch schon bei vierten Punkt wären: Die Angestellten von Ricky‘s. Die Verkäufer sehen – zumindest in Miami – wie ganz normale Menschen aus und grüßen in Flipflops und T-Shirt mit einem freundlichen „How are you today?“ die Kundschaft.
Weder verstecken sie ihr Gesicht hinter einer fünf Millimeter dicken Schicht Make-up, noch umwabbert sie eine Wolke aus Eau de Parfum. Schon gar nicht rotten sie sich zu Mini-Grüppchen am Rand der Verkaufsfläche zusammen und taxieren die Kaufkraft der Kunden mit Blicken.
5. Das Sortiment hat etwas von Gemischtwarenladen mit leichtem Trash-Touch. Luxus-Brands fehlen völlig, dafür gibt es ungefähr 15 Sorten Warmwachs. Neben Nagellack in allen Farben des Regenbogens, hochwertiger Haar- und Naturkosmetik finden sich Perücken (die Sorte, die man nur an Karneval trägt), Shape-Wear und: Nippel-Quasten! Die Preise sind moderat (bei Marken) bis günstig (bei Eigenmarken und No-Name-Produkten).
Mein Fazit:Wer beim Beauty-Shoppen auf luxuriöses Ambiente steht und entsprechende Produkte sucht, kann Ricky’s NYC links liegen lassen. Allen anderen Beauty-Fans auf USA-Reise rate ich: Reingehen!
Als Beauty-Redakteurin darf ich ab und an in die Ferne schweifen. Termine in Metropolen wie Berlin, München oder Hamburg sind da schon mal drin. Seltener sogar Paris oder London. Der Anlass für die Reisen: Kosmetik-Unternehmen präsentieren ein neues Produkt, Konzept oder Testimonial.
Doch es muss nicht immer der urbane Hot-Spot sein. Vergangenen Donnerstag reiste ich in die südwestdeutsche Provinz, genauer: ins idyllische Schwäbisch Gmünd in der Nähe von Stuttgart. Zwischen Feldern und blühenden Wiesen liegt dort das Erlebniszentrum des Naturkosmetik-Herstellers Weleda.
Gemeinsam mit anderen Beauty-Journalisten und -Bloggern erfuhr ich an diesem Tag jede Menge über die besondere Philosophie des Unternehmens – das in diesem Jahr seinen 90. Geburtstag feiert. Mein persönliches Highlight: Die Führung durch das „Biotop“, das 20 Hektar große Gelände, auf dem Weleda rund die Hälfte seiner Heilpflanzen anbaut - und zwar nach streng biologisch-dynamischen Kriterien.
Wir schlenderten durch taunasses Gras, vorbei an üppigen Pflanzen, plätschernden Wasserläufen und quakenden Laufenten. Letztere sind quasi Angestellte von Weleda: Sie halten die Nacktschnecken in den Anbauflächen auf natürliche Weise in Schach.
Am Nachmittag konnten wir in einem Workshop in aller Ruhe die Weleda-Produkte testen. Wohltuende Gesichtsmassage und entspannte Masken-Anwendung inklusive. Danach fühlte sich nicht nur meine Haut toll an, mein ganzer Körper war tiefenentspannt. Die ätherischen Öle der Weleda-Produkte in der Nase, ihre angenehme Wirkung auf der Haut und die idyllische Umgebung im Blick und ich fiel fast in einen Trance-ähnlichen Zustand. Gut, dass es auch noch geballte Information rund um die Weleda-Kosmetik, ihre Herstellung und Anwendung gab. Die vielen Fakten holten mich wieder auf den Boden der Realität zurück.
Der Tag im Weleda-Erlebniszentrum hinterließ bei mir bleibende Eindrücke: Zum einen auf meiner Haut. Die fühlte sich nach der Behandlung frisch und gepflegt an. Zum anderen präsentierte sich mir Weleda als ein Unternehmen, das seine Philosophie – „im Einklang mit Mensch und Natur“ – konsequent umsetzt - von der Laufente im Garten über biologisch-dynamisches Düngen bis zur nachhaltigen Produktion.
Als Beauty-Redakteurin ist irgendwie immer Weihnachten. Nicht nur am 24. Dezember, nein, fast täglich landen hübsche Päckchen auf meinem Schreibtisch. Diese kleinen und großen Boxen haben die magische Fähigkeit, meine ganze Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen - auch wenn gerade brandeilige Aufgaben auf mich warten. Artikel abliefern bis 11 Uhr? Tja, äh, erstmal das Päckchen öffnen, da könnte ja eine tolle Inspiration für meinen Text drin sein. Im Ernst: Ich und meine Kolleginnen freuen uns immer riesig über die kleinen und großen Beauty-Schätze, die uns da ins Haus flattern. Ein paar Fläschchen Nagellack da, eine Mascara hier, ein Serum plus Creme, eine Duftkerze, ein Parfum ... es ist wie unterm Christbaum: das Paket muss SOFORT aufgerissen werden!
So auch vor ein paar Tagen, als wieder mal ein sehr hübsches, kleines Schächtelchen bei uns landete. Statt Weihnachten kam mir aber sofort Ostern in den Sinn, als der Inhalt sichtbar wurde. Die englische Parfum-Brand Joe Malone hatte uns doch tatsächlich ein kleines Schokoladenhäschen geschickt! Ein lecker duftendes "Body & Hand Wash Gel" war auch dabei. Aber was den Überraschungseffekt angeht, war das süße Häschen nicht zu toppen! Die Lebkuchen Anfang September sind ja schon immer ein Schocker. Aber ein Osterhäschen im August - damit rechnet keiner!
Übrigens hab ich es nicht sofort verputzt - dafür ist es viel zu niedlich. Es hat ein hübsches Plätzchen in unserem "Beauty-Schrank" bekommen. Auch alles andere aus den Päkchen landet dort. Dieses Möbelstück in meinem Büro beherbergt alle Cremes, Shampoos und sonstige Kosmetik, die uns liebenswürdiger Weise zum Testen zur Verfügung gestellt werden.
Hat der Schrank sein maximales Aufnahmevolumen erreicht, wird ein "Beauty-Bazar" organisiert. Dann haben alle gofeminin.de Mitarbeiter Gelegenheit, für kleines Geld tolle Beauty-Schnäppchen zu machen. Da gibt's dann schon mal ein Parfum, das regulär 70 € kosten würde, für nen Fünfer. Zwei Mal im Jahr findet der Bazar statt. Der Reinerlös kommt nicht in die Kaffeekasse, sondern einem sozialen Projekt zugute.