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Gedanken..


Von: wolfsherz90
wolfsherz90

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Kategorie: Tiere

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Tierleid (vom 18. Dezember 2010)
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Tierleid (vom 18. Dezember 2010)Erstellt am 16. Mai um 12:20 
Tierleid (vom 18. Dezember 2010)

Die meisten Leute verstehen nicht, warum ich mich für Tierrechte einsetze. Sie verstehen nicht, dass Tiere für mich genauso wertvoll sind wie Menschen. Das war auch nicht immer so. Früher war ich ein Durchschnittsmensch und habe mich auch so verhalten. Ich mochte Tiere schon immer und wollte mehr für die Tiere auf der Welt tun. Ich habe gelesen, dass Meerschweinchen in einer Zoohandlung in eine Plastiktüte gepackt wurden und diese dann gegen die Wand geschlagen wurde bis das Schweinchen tot war. Nur weil es krank war und sie es so nicht verkaufen wollten.

Ich habe Bilder gesehen von ausgehungerten Hunden, von Katzen mit abgeschnittenen Schwänzen und zerstochenen Augen, von Mäusen und Affen im Versuchslabor, wo sie aufgeschlitzt und verätzt wurden, und letztenendes von "Nutzvieh", das in der eigenen Scheiße in einem kleinen Stall eingesperrt ist. Da konnte ich nicht mehr. Ich wollte nicht spenden, ich wollte den Tieren wirklich helfen. Das kann ich nicht. Aber ich kann sie vor mir verschonen.

Schweinemamas, die durch ein Gitter von ihren Babys getrennt sind, damit sie sie vor lauter Verzweiflung und Leid nicht umbringen. Wären es meine Kinder, würde ich sie töten. Denn ihnen steht Schlimmeres bevor als der Tod. Sie werden ihrer Mutter früh weggenommen und in einen Raum gebracht, in dem sie sehr schnell groß werden sollen. Sie bekommen Futter, das ihnen Bauchweh macht und werden unbetäubt kastriert und ihre Ringelschwänzchen werden abgeschnitten, damit sie sich nicht gegenseitig aus Langeweile und vor Depressionen anknabbern. Wenn das Menschenkinder wären, wäre es schlimme Kindesmisshandlung. Aber die Allgemeinheit sieht sie nicht als Kinder, sondern als Fleisch auf ihrem Teller. Wichtig ist der Geschmack und dass schnell viel produziert wird. Produziert... d. h. auf kleinstem Raum groß- und fettgezüchtet, ermordet und zerstückelt. Da sind sie noch nicht mal erwachsen. Vielleicht jugendlich, vielleicht auch einfach Kinder. Aber davon will man nichts hören. Man will nicht denken, dass man Kinder isst, sondern ein gesundes, leckeres Lebensmittel. Aber das ist es nicht, es sind Tiere, genau wie wir Menschen, nur dass wir mehr Intelligenz besitzen. Man merkt nur nicht viel davon. Wie können wir sonst wie dumme Höhlenmenschen morden? "Hunger! Fressen!" Wir haben doch eigentlich mehr im Kopf. Wir können so viel Gutes bewirken, aber wir zerstören die Tierwelt. Die "Nutztiere" sind inzwischen so kaputtgezüchtet, dass sie sich ohne künstliche Befruchtung durch den Menschen nicht mehr fortpflanzen können. Sie sind so gut wie ausgestorben. Nur weil die breite Masse immernoch auf ihre tierischen Lebensmittel besteht. Denn dafür werden die meisten Tiere getötet. Es sind unglaubliche Zahlen und die meisten von uns haben schon viele Tiere auf dem Gewissen. Mein Gewissen hält das aber nicht mehr aus. Und ich denke, wenn man mal ernsthaft darüber nachdenkt, halten das viele andere auch nicht mehr aus, dass sie diese Qualen und diese Tierweltzerstörung unterstützen. Aber wenn es jeder macht, kann es nicht verkehrt sein, oder? Falsch. "Jeder" war damals auch z. B. Hitlers Meinung und hat Juden ermordet, Afrikaner versklavt und davor Frauen unterdrückt. Das war richtig? Dann ist auch Kindesmissbrauch richtig. Und Vergewaltigung. Und Versklavung. Und andere zum eigenen Vergnügen zu quälen. Denn genau das tun wir täglich mit Schweinen, Hühnern, Kühen, Schafen und Co.

Ich könnte endlos darüber schreiben. Es gibt so viele Argumente gegen Veganismus, aber keines, das das alles rechtfertigt. Ich habe selbst anfangs danach gesucht.

- "Man braucht die tierischen Nährstoffe, um gesund zu bleiben." Das stimmt schlichtweg einfach nicht. Wir können sie zwar aufnehmen und verwerten, aber wir benötigen sie ganz und gar nicht.

- "Menschen haben schon immer Fleisch gegessen." Sie haben früher auch Frauen unterdrückt, Jesus getötet, Juden in Massen ermordet, Dunkelhäutige versklavt... das hat sich auch als falsch und dumm herausgestellt.

- "Wir sind die Krone der Schöpfung." Die Queen ist auch die Krone Englands. Das gibt ihr aber nicht das Recht Engländer zu versklaven und zu töten. Im Gegenteil, sie muss sich um deren Wohl kümmern!

- "Tiere haben keine Gefühle." Das ist wissenschaftlich widerlegt und jedem sollte klar sein, dass das nicht stimmt.

- "Die Tiere werden gut behandelt und bekommen ihren Tod wegen Bolzenschuss nicht mit." Die meisten werden weder gut, noch schlecht behandelt, weil sie gar keiner mit ihnen beschäftigt. Der liebe Bauer von nebenan ist ein anderes Thema, aber die meisten "Nutztiere" sind in großen Betrieben, in denen keiner Zeit hat sie zu streicheln oder ein nettes Wort an sie zu richten. Vom Bolzenschuss werden die Tiere meist nur kurz betäubt und wachen beim Ausbluten wieder auf. Sie bekommen mit wie sie kopfüber da hängen und das Blut aus ihrem Körper fließt. Bei vielen wird der Bolzenschuss nicht richtig gesetzt und sie werden gar nicht betäubt und bekommen vom Halsaufschlitzen, Hochziehen, Ausbluten bis zur Schlachtung alles mit und sterben erst beim Schlachten.

- "Die Tiere sterben aus, wenn sie keiner mehr züchtet." Das finde ich immernoch besser als dass sie ihr Leben lang leiden. Man könnte sie aber vielleicht mühselig einigermaßen zurückzüchten.

- "Ich könnte nie auf tierische Produkte verzichten." Das könnte jeder von uns, genau wie jeder auf Zigaretten oder sein Handy verzichten könnte. Man muss nicht sofort auf alles verzichten, es geht leichter, wenn man kleine Schritte macht und dann schafft das wirklich jeder.

- "Kinder brauchen tierische Stoffe für die Entwicklung." Sie brauchen nur tierische Stoffe aus der Muttermilch, die mindestens bis zum zweiten Lebensjahr gegeben werden sollte. Danach brauchen sie Tierisches genauso wenig wie jeder andere Mensch.

- "Raubtiere können nicht auf Fleisch verzichten." Raubtiere können nur als Fleischfresser überleben. Menschen können aber als Allesfresser oder Pflanzenfresser leben.

- "Mein Arzt sagt..." Nicht alle Ärzte haben Ahnung von Ernährung. Verschiedene Ärzte machen außerdem oft verschiedene Aussagen, so wie einer sagt, man sollte mindestens 5 Stunden in der Woche Sport treiben und ein anderer sagt, dass 2 Stunden ausreichen. Ärzte sind keine Götter.

Mehr fallen mir jetzt spontan nicht ein. Aber ich habe schon so manches Argument gehört und immer ein Gegenargument gefunden. Bis auf "Ich will nicht darauf verzichten.", denn das ist der einzige wahre Grund, warum so wenige Leute Tierleid vermeiden. Es schmeckt ihnen gut, sie wollen sich nicht umstellen, sie wollen nicht wahrhaben, was sie Schreckliches jeden Tag verursachen, sie WOLLEN es eben so, dass die "Nutztiere" ausgebeutet und ermordet werden. In Massen. Jede Minute. Auch jetzt. An so vielen Orten. Weil so viele Menschen es so WOLLEN.

Diesen Text werden viele von euch nicht verstehen. Wie schon gesagt, die meisten verstehen meine Ansicht nicht. Man muss sich sehr intensiv damit beschäftigen und etwas verändern wollen, um mich zu verstehen. Aber es lohnt sich. Mein Herz fühlt sich leichter an. Es war so schwer vom ganzen Leid der Tiere... wie viele ich auf dem Gewissen hatte.. jeder von uns...

Ein anderes Argument ist, dass man als Einzelner nichts bewirken kann. Ich bin aber nicht einzeln :) ich kenne viele Veganer und jeden Tag kommen neue dazu. Und ich bin so froh, dass sie mich verstehen, wenn es schon die breite Masse nicht tut. Sie bauen mich auf, wenn ich an meiner Überzeugung zweifle und bringen mich wieder auf den richtigen Weg. Und wenn ich das Gefühl habe, dass mich niemand mehr auf dem richtigen Weg halten kann, schaue ich "Earthlings", den wohl wichtigsten Tierschutzfilm aller Zeiten.

Hier ist er: http://veg-tv.info/Earthlings

JEDER sollte ihn gesehen haben. Wenn man Earthlings angeschaut hat, ist mein ganzer Text überflüssig.

Wenn man mich dann nicht versteht, ist man ein eiskalter Mensch mit einem Herz aus Stein.

Gute Nacht, Welt. Gute Nacht, "Nutzvieh", dem mein Herz gehört.


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