Also bleiben wir stehen, lassen all unsere Meinungen, glauben-zu-wissen und Sichtweisen hinter uns, um die Welt, uns und unser Innerstes mit neuen Augen wahrzunehmen.
Jede Einstellung zu den jeweiligen Gegebenheiten generiert seine eigene Form von Erfolg. Dies bedeutet vor allem, dass wir entweder Sieger oder Verlierer sind oder alle Gewinner.
Persönliche Anmerkung:
Erfolg ist eine Messlatte, welche hauptsächlich durch die Gesellschaft und das jeweilige Weltbild geprägt wird. Ich weiß dies aus bester Erfahrung, denn ich selbst war einst ein überzeugter Vertreter jener kapitalistischen Erfolgsvorstellung.
Die Grundlage dieser Erfolgsillusion ist in unserem derzeitigen Weltbild der Kampf. Nur in einem Kampf gibt es Sieger und Verlierer. Dies bedeutet, wann immer wir gewinnen und Sieger sind, gibt es nach diesem Weltbild und der Vorstellung unserer Gesellschaft, auch Verlierer. Das Fatale daran ist, dass alleine diese Vorstellung und dieser Glaube daran, tatsächlich Verlierer entstehen lässt.
Was wäre, wenn wir aufhören zu kämpfen?
Was wäre, wenn wir Erfolge anders, also neu, definieren beginnen?
Was wäre, wenn Erfolg sich in Liebe und Freude neu definieren würde?
Gäbe es dann noch Verlierer? Wären wir dann noch Verlierer?
Müssten wir dann noch kämpfen?
Würden wir dann anders an unsere Ziele heran gehen?
Verrat, verraten, Hochverrat, Geheimnisverrat, Parteiverrat, Landesverrat, Verräter. Endlos lassen sich Worte mit Verrat bilden und doch ignorieren wir den klaren Blick auf dieses Wort.
Ein näheres Beleuchten lässt uns Sichtweisen erkennen, die uns so vermutlich noch nicht bewusst waren. Sehen wir uns dieses Wort Verrat und verraten einmal von allen Seiten näher an und erfreuen uns an den Erkenntnissen.
Das Wort Verrat ist scheinbar so alt, wie unser aktuelles, aber scheidendes Weltbild. Bereits in der Bibel wird vom Verrat Judas erzählt. Immer wieder begegnen uns in der Geschichtsschreibung Vorgänge, wo Etwas oder Jemand verraten wurde.
Was aber heißt Verrat und verraten. Werfen wir einen Blick in den Duden und in Wikipedia.
Der Duden sagt: das Verraten = Bruch eines Vertrauensverhältnisses, Zerstörung des Vertrauens durch eine Handlungsweise, mit der jemand hintergangen, getäuscht, betrogen oder Ähnliches wird, durch Preisgabe einer Person oder Sache, Worttrennung: Ver|rat
Hoch interessant, also sehen wir uns Wikipedia an, dort schreibt man: Verrat ist ein besonders schwerer Vertrauensbruch, der die angenommene Loyalität verletzt. Die Bedeutung des Wortes Verrat hat sich differenziert. Während das mittelalterliche Verständnis nicht zwischen dem Verrat einer Person und einer ideellen Sache unterschied, ist das heutige Verratsverständnis differenzierter und impliziert durchaus eine negative Konnotation. Bestehende Verratsdefinitionen erscheinen aber unzureichend und eine Verratstheorie als solche ist nur in Ansätzen ausformuliert.
Eine Person, die einen Verrat begangen hat, wird als Verräter bezeichnet. Im Einzelfall können Geheimnisse an andere Nutznießer verraten werden, oder generell kann eine Person oder Gruppe im Stich gelassen werden (vgl. die Desertion beim Militär).
Die Voraussetzungen für einen Verrat sind nach diesen Auslegungen, Geheimnisse und Loyalität, ob gegenüber einer Ideologie, Philosophie oder Personengruppe. Das heißt im Klartext, dass unser altes Weltbild genau diese Faktoren für wichtig und schützenswert einstuft, andernfalls wäre Verrat und verraten nichts Verwerfliches oder gar Sträfliches.
Was für ein Weltbild ist das, in dem das Schützen von Geheimnissen und die Loyalität gegenüber Ideologien die Grundlage für richtig und falsch definieren?
In einer Welt der Liebe und des Herzens haben Geheimnisse und sture Folgsamkeit keinen Platz. Also wird das Wort und der Begriff Verrat mit dem alten Weltbild enden. In der neuen Welt und Zeit hat es keine Bedeutung mehr.
Sind wir uns dessen in all seinen Feinheiten überhaupt bewusst? Zeits wirds!
Alles Neue, das jetzt seinen Anfang nehmen möchte, erfordert das bewusste Treffen von Entscheidungen und aufzubrechen.... Persönliche Anmerkung:
Das Beschreiten neuer Wege kann man entweder als Neubeginn ansehen oder als Aufbruch zu neuen Ufern. Sehen wir uns das Wort Aufbruch und seine Formen näher an. Wann verwenden wir das Wort aufbrechen? Wenn wir etwas "aufbrechen". Was tun wir konkret wenn wir aufbrechen? Sprengen wir die alten Formen und Verkrustungen?
Wir haben schon sehr oft gehört, wenn wir mit anderen Menschen zu einem gemeinsamen Miteinander starten wollten, dass es hiess "lasst uns aufbrechen". Damit meinten wir immer die Situation, ob das gemütliche niederlassen in einer Gaststätte oder zuhause auf dem Sofa. Dieses Aufbrechen symoblisiert sehr gut, alte Pfade, Gewohnheiten, vor allem aber Bequemlichkeit zu verlassen.
Wenn wir in unserem Leben etwas ändern wollen, um neue Wege zu beschreiten, müssen wir alte Pfade verlassen und damit Gewohntes aufbrechen. Dies erfordert konkrete und bewusste Entscheidungen. Unsere Willenserklärung genügt alleine nicht, wir müssen innerlich Altes los lassen, dem Willen zur Veränderung Raum geben und das Ungewohnte mit offenen Armen empfangen.
Warum wir es nicht tun? Warum wir mit uns hadern? Warum wir nicht wirklich Altes aufbrechen? Das ist sehr einfach zu erklären. Es ist Angst, pure Angst. Wenn du all die "Ausreden" und Argumente näher beleuchtest, die dir dein Kopf sofort liefert, wenn du dich entschliesst wirklich alte Pfade zu verlassen, wirst du erkennen, dass es nur Gründe sind, dich daran zu hindern. Und worauf wir alle wunderbar reagieren, seit Jahrzehnten und Jahrtausenden, ist Angst, nackte Angst.
Angst kann soviele Gesichter annehmen, dass wir mit der Zeit aus den Augen verloren haben, dass es nur Angst und nichts sonst ist. Es liegt also an dir, ob du trotzt Angst dich entschliessen wirst, aufzubrechen. Die Zeit ist reif, die Zeitenergie ist da. Jetzt.
Wann immer ich zweifelte, wann immer ich fragend und kopfschüttelnd vor einer Situation stand, wann also immer ich in einer Situation war, die nicht dem Alltagstrott und der gewohnten Gleichmäßigkeit entsprochen hat, lagen die Lösungen greifbar nah.
Sie lagen nicht nur greifbar nah, sie waren mir immer bewusst.
Überlege einmal zurück, zu deiner letzten Situation, als es dir ähnlich erging. Lass einmal alles beiseite liegen, was du dir damals und bis heute als Erklärungen zurecht gelegt hast. Kannst du dich an die kleinen, winzigen aber klaren Antworten und Lösungen erinnern?
Wie zum Beispiel: "ich muss jetzt etwas ändern" oder "so kanns nicht weiter gehen" oder "ich bin einfach nur ein Feigling" oder "ich habe Angst" oder "ich will aber weiß nicht wie" oder "eigentlich weiß ich ja doch, was zu tun ist" oder ...
Mir ist irgendwann nach solchen Situationen aufgefallen, dass ich während so einer Situation schlichtweg eine große, umfassende, radikale Hauruck-Lösung gefordert habe. Und weil ich diese Hauruck-Lösung nicht er-/kannte oder überreicht bekam oder mir einfach nur das Problem nicht abgenommen wurde, habe ich die beste und schlüssigste Ausrede dafür gehabt, dass ich doch hilflos, machtlos und ein Opfer bin.
Und so konnte sich dann der Kopf beruhigt zurück lehnen, denn es wurde der Versuch etwas zu ändern, wirkungsvoll vereitelt. Alles bleibt wie es ist.
Nun kann ich dir aber sagen, dass es einen Ausweg gibt. Es ist vermutlich zu einfach, schließlich sind wir ja Weltmeister alles Einfache schwierig zu gestalten.
Einfach wäre einfach zu einfach ;-)
Aber was ist, wenn wir heute beginnen, in jeder künftigen Situation die kleinen, aber winzigen Antworten umzusetzen. Was ist, wenn du in der Zukunft anfängst auf diese Mini-Schritte zu achten und diese Mini-Schritte auch zu gehen?
Was ist, wenn du einfach einmal den Blick erhebst, dich in deinem Umfeld umsiehst und guckst, wer dir helfen könnte? Was ist, wenn du einfach Hilfe annehmen würdest? Was ist, wenn du den mutigen und mächtigen Schritt wagst eine Entscheidung zu treffen?
Was ist, wenn diese Entscheidung lautet: ja, ich habe Angst und ja, ich weiß nicht wie, aber ja, ich will und ich werde etwas ändern?
Ich sage dir was dann ist. Es ist dann dein erster Schritt in deine eigene Freiheit. Raus aus den alten Gleisen, hinein in eine ungewisse Zukunft.
Hin zu deinem inneren Gleichgewicht.
Ich sage dir dann: Herzlich Willkommen und schön das du da bist :-)
Warum also nicht über Folgendes nachdenken:
"...Wer das Eigentliche finden will, sollte seine Augen ebenso auf das Offenkundige richten, statt auf das scheinbar Unmögliche..."