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Die Welt & ich.


Von: littlesweet16
littlesweet16

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Kategorie: Tagebuch-Mein Leben

Mai 12
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Neuste Posts:
# 38 Narben entstehen nicht nur auf der Haut.
# 37 Irgendwie, irgendwo, irgendwann.
# 36 Scheiß auf dich, denn du scheißt ja auch auf mich.
# 35 ... weck mich nicht, wenn ich endlich schlaf!
# 34 I can't take it any more.
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 Die Welt & ich. 
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# 38 Narben entstehen nicht nur auf der Haut.Erstellt am 25. Mai um 4:24 
Das aller schlimmste fuer mich ist die Vorstellung, dass ich nicht gut genug fuer Stefan bin. Jetzt ist es nicht nur mehr eine Vorstellung, sondern Gewissheit. Er sagt, ich sei nicht seine Traumfrau. Er moechte mich nicht als feste Freundin, nur als gute Freundin. Ich bin zu anstrengend, enge ihn ein. Ich soll mir keine Hoffnungen machen: Wir werden niemals wieder zusammen sein. Er macht mich kaputt. Als ich es las, hatte ich die Klinge in der Hand. Diesmal war es anders. So war es noch nie. Ich drueckte die Klinge so feste in meinen Arm und schnitt von rechts nach links. Ich erschreckte mich. Es war, als waere meine Haut "aufgeplatzt". Das Blut floss binnen Millisekunden aus meinem Arm und tropfe auf die Tastatur. Ich hatte Angst, denn es hoerte gar nicht mehr auf zu bluten. Ich rannte ins Badezimmer, es tropfte ins Waschbecken. Ich konnte mir die Wunde nicht einmal ansehen. Ich kniff die Augen zu und hielt meinen Arm unter das Wasser. Das Blut lief immer weiter und weiter. Ich schnappte mir Taschentuecher. Ich legte 4 Stueck uebereinander und dennoch blutete es durch. Als ich mir die Wunde dann endlich ansah, wurde mir schwindelig und auch schlecht. Bis jetzt tut es nicht weh, obwohl es mittlerweile eine halbe Stunde her ist. Es sieht seltsam aus. Fast wie ein Auge. Links und rechts bis aufs Fleisch geoeffnet und ziemlich in der Mitte ist eine Art "Hueppel". 3,6 cm lang, 1 cm breit. Sonst waren es eher "harmlose" Schnitte oder Kratzer. In den ganzen 5 Jahren ist mir so etwas noch nie passiert. Es war, als waere ich mit meinem Koerper woanders. Mein arm reagierte sofort. Ich fing an zu zittern und Traenen schossen mir aus den Augen. Das ich weinte, kam wohl vom Schreck, denn Schmerzen hatte ich ja keine. Ich fuehle mich komisch. Es ist seltsam. Ich fuehle mich so leicht, so ausgelassen aber dennoch habe ich Angst. Sobald mein Hausarzt oeffnet werde ich hingehen. Er soll sich die Wunde ansehen, ich will wissen wie schlimm es wirklich ist.
# 37 Irgendwie, irgendwo, irgendwann.Erstellt am 21. Mai um 21:51 
Ich dachte, ich wuerde durchhalten aber am 14. Mai ist es wieder passiert. Am 15. nochmal und am 16. auch. Aufs Neue habe ich mich geschnitten. Eine Zeit lang konnte ich dem Druck standhalten, als es dann immer schlimmer wurde fand ich andere Mittel und Wege mir auf irgendeiner Weise weh zutun. Es tut weh, wenn ich andere Muetter mit ihren Kindern sehe. Wenn ich sehe wie gluecklich man eigentlich sein koennte. In unserer Familie funktoniert so etwas aber nicht und ich bin schuld. Ich habs eingesehen. Wenn alle sagen, dass ich das Problem bin muss das auch so sein. Ich wusste schon immer, dass ich bin perfekt bin aber das ich so schlimm bin habe ich nicht geahnt. Ich werde gleich ein paar Klamotten Waschen und morgen frueh werde ich mich sofort wieder von Zuhause verpissen. Ich kann und will einfach nicht mehr.
# 36 Scheiß auf dich, denn du scheißt ja auch auf mich.Erstellt am 3. Mai um 18:01 
# 36 Scheiß auf dich, denn du scheißt ja auch auf mich.
Weil meine Neffen zu Besuch sind, muss ich mein Zimmer raeumen.
Die beiden Kleinen schlafen in meinem Zimmer
und ich habe die große Ehre, die Naechte im Wohnzimmer zu
verbringen. Schoen, ich freu mich riesig und das teilte ich
meiner Mutter auch sofort mit. Ich expoldierte.
"Ich weiß wieso es so gut laeuft Zuhause, Mum.
Es laeuft so gut, weil ich eh nie da bin!"
Sie meinte, ich wuerde mir mal wieder irgendeinen Schwachsinn
in meinem Kopf zusammenspinnen. Ah, und deshalb habe ich
die letzten zwei Monate ueberall verbracht, nur nicht Zuhause.
Abgesehen von einer Woche, die ich insgesamt daheim geschlafen habe, war ich nur da,
um Geld und Klamotten zu holen. Es ist, als waere ich bloß zu
Besuch und das machte ich meiner Mutter klar. Glauben wollte sie es nicht
aber es faellt mittlerweile so ziemlich jedem auf,
dass es wirklich so ist. Wahrscheinlich werde ich mich morgen
eh wieder verpissen. Der Mitbewohner meiner Allerbesten wird
so wie es aussieht nicht da sein und deshalb wollen wir etwas
starten. Vielleicht wird mein Bester mit ein paar seiner Kumpels
vorbei kommen und das werde ich mir auf keinen Fall entgehen
lassen! Meine Mutter meinte zwar, ich darf morgen nicht wegfahren
aber spaetestens morgen frueh wird sie ankommen & fragen, um wieviel Uhr ich fahre.
# 35 ... weck mich nicht, wenn ich endlich schlaf!Erstellt am 2. Mai um 23:41 
5 Kilometer am Straßenrand, mit Knistern im Wald und schwarzem Himmel. Und wieso bin ich gelaufen? Weil niemand daran gedacht hat mich am Bahnhof abzuholen.

Ich bin so wuetend auf meine Schwester. Ich war bei meiner Allerbesten, als meine Schwester auf das Handy von meiner Sueßen heute Mittag anrief und fragte, ob ich zu ihr komme, um auf ihren Kleinen aufzupassen. Morgen frueh haette sie einen wichtigen Termin und das waere zu stressig geworden. Eigentlich war ich heute mit ein paar Freunden verabredet aber ich stimmte trotzdem zu. Ich rief verschiedene Leute an und fragte, ob mich irgendwer zu meiner Schwester bringen koenne aber ich fand niemanden. Um 18 Uhr rief meine Schwester dann an und meinte, ich braeuchte nicht mehr kommen, der Kleine waer morgen frueh bei unserer Mutter. Ich war so sauer. Ich erklaerte ihr die Situation und die einzige Antwort die sie hatte war: "Oh, das wusste ich doch nicht!" Ihr zickiger Unterton gefiel mir gar nicht und ich wurde sauer. Sie schlug vor unsere Mutter anzurufen, um zu fragen, ob mein Bruder mich abholt. Danach kam nichts mehr von ihr, also fuhr ich um 19:10 zum Bahnhof, auf dem Weg nach Hause. Als ich aus dem Bus ausstieg fuhr der Zug weg. Super. Eine Stunde wartete ich auf den Naechsten, als er dann kam und ich wieder ausstieg war der letzte Bus schon lange weg. Also stand ich da, ohne Handy, ohne Geld und ohne Plan. Bis 21 Uhr stand ich dort, dann reichte es mir und ich lief los. Den Weg durch den Wald kenne ich nicht, deshalb lief ich neben der Straße her. Mir schossen die Traenen in die Augen vor Wut und auch vor Angst. Ich hasse es Waldstraßen entlang zu laufen. Die Autofahrer achten nicht auf einen und rasen gehetzt an einem vorbei. Aber dann fuhr ein Auto rechts ran und eine junge Frau stieg aus. Sie und ihr Freund fragten mich wo ich wohne und weil sie eh in die Richtung mussten, nahmen sie mich mit. Ich war unsicher aber was blieb mir schon uebrig. Entweder in ein fremdes Auto steigen oder mutterseelenallein an einer dunklen Straße noch Kilometer entlang latschen. Ich stieg ein und bin verdammter froh darueber. Waere ich die letzten 4 Kilometer noch gelaufen, haette ich mich wahrscheinlich in die naechste Bushaltestelle gesetzt und gewartet, bis der Naechste um 7 Uhr kommt. Um 20 nach 10 war ich dann endlich Zuhause. Meine Mutter oeffnete die Tuer und sah mich verwundert an. Sie erklaerte mir, dass meine Schwester nur fragte, ob sie unseren Bruder anrufen wuerde. Die Situation hatte sie ihr gar nicht erklaert, gar nichts. Ich hasse diesen Tag. Ich lasse meine Freunde stehen und wofuer? Fuer so eine Scheiße! Ab jetzt werde ich nicht mehr den Babysitter spielen. Immer und immer wieder falle ich darauf rein. Ich lasse alles stehen und liegen, um mich um meine Neffen zu kuemmern, damit sie ihr Leben genießen kann. Verarschen kann ich mich auch alleine. Ich habe Streit mit meinen Freunden deswegen aber es interessiert sie ja nicht mal. Momentan kann mich so ziemlich jeder mal am Arsch lecken, ich habe keine Lust mehr.
# 34 I can't take it any more.Erstellt am 29. April um 18:04 
Seit 96 Minuten sind Maik und ich getrennt.
Ich habe schluss gemacht, obwohl ich ihn liebe.
Es macht einfach keinen Sinn.
Die Entfernung, die Eifersucht und die Streiterein.
Ich bereue es zutiefst aber was haette ich machen sollen?
Einfach weitermachen und staendig an 2ter Stelle stehen?
Nein, mit Sicherheit nicht. Es scheint ihn nicht mal besonders
zu kuemmern. Vielleicht liegt es daran, dass seine Freunde
die letzten 2 Tage immer um ihm herum springen.
Ich weiß es nicht. Ich haette nicht gedacht, dass es mich
so runterzieht. Eigentlich wollte ich es gestern schon beenden.
Ich habe ihn angerufen aber seine Freunde waren dabei und
ich wollte nicht schluss machen, wenn alle dabei sind außerdem
blieb mir irgendwie die Spucke weg, ich habe mich nicht getraut.
Deshalb habe ich sofort wieder aufgelegt.
Zurueckgerufen hat er nicht.
Ich ging in mein Zimmer, griff in die Schublade und holte sie raus.
Ich saß auf meinem Bett, sie links, Tuecher rechts.
Bevor ich ueberhaupt begriff was ich da tue war ich auch schon
fertig. Obwohl es kaum aufhoeren wollte zu bluten tat es nicht
sonderlich weh. Mein Kopf war leer. 86 Tage hielt ich durch.

# 34 I can't take it any more.

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