Alhamdoulliah - habe ich als deutsche Muslima die Möglichkeit das Internet für das Studium mit anderen zu nutzen. Egal wo auf dieser Welt sich meine bereitwillige Lehrerin befindet. Nun habe ich eine Seite gefunden auf dem es die Aufzeichnung eines Tajweedstudiums zum Download gibt (nur für Frauen). Ladet euch die Abschnitte aufs Handy oder auf den Mp3player etc. Und fertig ist euer mobiles tajweedstudium. Die ersten Fortschritte werdet ihr schnell feststellen insha'ALLAH.
In Afghanistan von Taliban entführt und eingesperrt, berichtet eine britische Journalistin über ihre Ansichten zum Schleier und die Behandlung von Frauen im Islam:
Ich pflegte verschleierte Frauen als leise, unterdrückte Kreaturen zu betrachten – bis ich von den Taliban gefangen genommen wurde. Im September 2001, nur 15 Tage nach den Terroranschlägen in den Vereinigten Staaten, betrat ich in eine blaue vom Kopf bis zu den Füßen reichenden Burqa gehüllt, afghanischen Boden, um einen Zeitungsbericht über das Leben unter dem Unterdrückungsregime zu schreiben. Anstatt dessen wurde ich entdeckt, eingesperrt und für zehn Tage festgehalten. Ich spuckte meine Entführer an und verfuchte sie; sie nannten mich eine “böse” Frau, ließen mich aber gehen, nachdem ich versprochen hatte, den Quran zu lesen und den Islam zu studieren.
(Frei, und ich bin mir nicht sicher, wer glücklicher darüber war, dass ich befreit war – sie oder ich.) Zurück in London löste ich mein Wort ein und informierte mich über den Islam – und ich war höchst erstaunt, was ich entdeckte. Ich hatte Qurankapitel darüber erwartet, wie man seine Frau schlägt und seine Töchter unterdrückt, aber statt dessen fand ich Passagen, die die Befreiung der Frauen anpriesen. Zweieinhalb Jahre nach meiner Entführung bin ich zum Islam übergetreten, was eine Mischung aus Erstaunen, Enttäuschung und Ermutigung unter meinen Freunden und Verwandten hervorrief.
Jetzt sehe ich hier in England mit Widerwillen und Bestürzung, wie der frühere Außenminister Jack Straw den muslimischen Niqab – einen Gesichtsschleier, der nur die Augen zeigt – als eine unwillkommene Barriere der Integration bezeichnet; Premierminister Tony Blair, Autor Salman Rushdie und sogar der italienische Premierminister Romano Prodi überstürzten sich bei seiner Verteidigung.
Da ich auf beiden Seiten des Schleiers meine Erfahrungen gemacht habe, kann ich Ihnen versichern, dass die meisten männlichen Politiker und Journalisten, die die Unterdrückung der Frauen in der Islamischen Welt anprangern, nicht die geringste Ahnung haben, wovon sie eigentlich reden. Sie gehen auf die Schleier los, sprechen von Kindbräuten, Beschneidung der Frauen, Ehrenmorden und Zwangsehen; und sie machen den Islam fälschlicherweise für all dies verantwortlich – ihre Anmaßung wird nur von ihrer Ignoranz noch übertroffen.
Diese kulturellen Themen und Gebräuche haben mit dem Islam nichts zu tun. Sorgfältiges Lesen im Quran zeigt, dass den muslimischen Frauen vor 1400 Jahren bereits alle Rechte zustanden, für die die westlichen Feministinnen in den Siebzigern kämpfen mussten. Frauen werden im Islam als gleichwertig betrachtet, was ihre Religion, Ausbildung und ihren Wert betrifft, und die Gabe der Frauen, Kinder zu gebären und zu erziehen, wird als positive Eigenschaft gewertet. Wenn der Islam den Frauen so viel bietet, warum lässt dann die muslimisch bekleidete Frau diese westlichen Männer keine Ruhe finden? Warum sind sie so besessen von ihr? Selbst die Minister der britischen Regierung Gordon Brown und John Reid haben herabwürdigende Bemerkungen über den Niqab gemacht – und sie jubeln über die schottische Grenze, wo Männer Röcke tragen.
Als ich zum Islam konvertiert bin und begann, ein Kopftuch zu tragen, war das Echo enorm. Alles, was ich tat, war mein Haar zu bedecken – aber ich wurde auf der Stelle zu einem Bürger zweiter Klasse.
Ich wusste schon, was ich von den bekannnten Islamhassern zu hören bekommen würde, aber so viel offene Feindlichkeit von Fremden hatte ich nicht erwartet. Freie Taxen fuhren nachts an mir vorbei, mit ihren leuchtenden Schildern. Nachdem ein Taxifahrer seinen Fahrgast rechts vor mir hat aussteigen lassen, klopfte ich an sein Fenster. Er aber blickte mich wütend an und fuhr dann fort. Ein anderer sagte: “Lassen sie keine Bombe auf dem Rücksitz liegen,” und fragte: “Wo versteckt sich Bin Laden?” Ja, es ist für muslimische Frauen eine Pflicht, sich zurückhaltend zu kleiden, aber die meisten muslimischen Frauen, die ich kenne, tragen einen Hijab, der das Gesicht offen lässt, und nur einige wenige bevorzugen den Niqab. Das eine rein persönliche Überzeugung: meine Bekleidung sagt Dir, dass ich Muslim bin und erwarte, respektvoll behandelt zu werden. Im Falle eines Wall Street Bankers würde sein Geschäftsanzug zeigen, dass er ein Direktor ist, den man ernstzunehmen hat. Und besonders für Konvertierte wie mich ist die Aufmerksamkeit von Männern, die Frauen mit unangebrachtem, lüsternem Verhalten konfrontieren, nicht tolerierbar.
Ich war viele Jahre lang eine westliche Feministin, aber ich habe festgestellt, dass muslimische Feministinnen viel radikaler sind als ihre christlichen Ebenbilder. Wir hassen jene entsetzlichen Schönheitswettbewerbe und versuchten nicht zu lachen, als 2003 die Preisrichter von Miss Earth den Auftritt einer mit Bikini bekleideten Miss Afghanistan, Vida Samadzai, als einen großartigen Schritt für die Befreiung der Frauen umjubelten. Sie gaben Samadzai sogar einen besonderen Preis dafür, dass sie “den Sieg der Frauenrechte” repräsentiere. Manche muslimischen Feministinnen betrachten den Hijab und den Niqab auch als politische Symbole: in dem Sinne, dass man die westlichen Ausschweifungen wie Alkohol trinken, Gelegenheitssex und Drogenkonsum ablehnt. Was befreit mehr: anhand deiner Rocklänge oder der Größe deiner chirurgisch vergrößerten Brüste beurteilt zu werden, oder aufgrund deines Charakters und deiner Intelligenz? Im Islam wird Überlegenheit nur durch Frömmigkeit erreicht – nicht durch Schönheit, Reichtum, Macht, Rang oder Geschlecht.
Ich wusste nicht, ob ich schreien oder lachen sollte, als sich Italiens Premier Prodi letzte Woche an der Debatte beteiligte, indem er erklärte, es entspräche nicht dem “gesunden Menschenverstand”, Niqab zu tragen, weil es die gesellschaftlichen Beziehungen “schwieriger” machen würde. Wenn es so wäre, warum sind dann Telefonzellen, E-Mails, Textbotschaften und Faxgeräte im täglichen Gebrauch? Und niemand stellt das Radio aus, weil er das Gesicht des Sprechers nicht sehen kann.
Im Islam werde ich respektiert. Er sagt mir, dass ich das Recht auf Bildung besitze und dass es meine Pflicht ist, mir Wissen anzueignen, ohne Rücksicht darauf, ob ich alleinstehend oder verheiratet bin. Nirgends im Rahmen des Islam wird uns gesagt, dass Frauen für Männer waschen, säubern oder kochen müssen. Was die Erlaubnis für muslimische Männer angeht, ihre Frauen schlagen zu dürfen – es ist einfach nicht wahr. Islamkritiker zitieren planlos Quranverse oder Ahadith (Überlieferungen des Propheten, Frieden und Segen auf ihm ), aber normalerweise völlig aus dem Zusammenhang gerissen. Wenn ein Mann einen Finger gegen seine Frau hebt, ist es ihm nicht erlaubt, Spuren auf ihrem Körper zu hinterlassen, was der Aussage des Quran entspricht: “Schlage deine Frau nicht sinnlos.” Und nicht nur muslimische Männer müssen die Stellung und Behandlung von Frauen neu bewerten lernen: Gemäß einer Erhebung der National Domestic Violence Hotline erfahren vier Millionen amerikanische Frauen ernstzunehmende Vergewaltigungen durch einen Partner während einer Zeitspanne von zwölf Monaten. Täglich werden mehr als drei Frauen von ihren Ehegatten oder Freunden getötet – das sind seit dem 9.11. über 5500.
Gewalttätige Männer kommen nicht aus einer besonderen religiösen oder kulturellen Umgebung; laut der Erhebung der Hotline wurde weltweit eine von drei Frauen in ihrem Leben geschlagen, zum Geschlechtsverkehr gezwungen oder anderwertig missbraucht. Dies stellt ein globales Problem dar, das Religionen, Wohlstand, Klasse, Rasse und Kultur überschreitet. Aber es entspricht auch der Wahrheit, dass Männer im Westen noch immer glauben, sie wären den Frauen überlegen, auch wenn das Gegenteil behauptet wird. Sie erhalten für die gleiche Arbeit noch immer höhere Löhne – ob in der Versandabteilung oder an der Börse – und Frauen werden immer als sexualisierte Gebrauchsgegenstände betrachtet, deren Fähigkeit und Einfluss direkt anhand ihrer Erscheinung gemessen werden.
Und für diejenigen, die noch immer versuchen, zu behaupten, der Islam unterdrücke die Frauen, sollten sich die Stellungnahme des Pfarrers Pat Robertson aus dem Jahr 1992 ins Gedächtnis zurückrufen, in der er seine Ansichten über emanzipierte Frauen zum Ausdruck brachte: Feminismus ist eine “sozialistische, anti-familiäre politische Bewegung, welche die Frauen ermutigt, ihre Ehemänner zu verlassen, ihre Kinder zu töten, Hexerei zu praktizieren, den Kapitalismus zu zerstören und Lesben zu werden.” Jetzt erzählen Sie mir, wer zivilisiert ist und wer nicht.
(Yvonne Ridley ist die politische Redakteurin des Islam Channel TV in London und Co-Autorin von: “In the Hands of the Taliban: Her Extraordinary Story” [“In den Händen der Taliban: Ihre außergewöhnliche Geschichte”.])
Ein youtube Video QA http://www.youtube.com/watch?v=ahJNgo_aAgg
Blinde Wut Was motiviert Islam-Hasser im Internet?
Angriffe auf den Islam und Menschen muslimischen Glaubens im Internet nehmen zu. Sie lassen sich längst nicht mehr als Erscheinung des rechten Randes abtun. Wie reagiert man angemessen auf einen "Shitstorm"?
Naika Foroutan, Politikwissenschaftlerin an der Berliner Humboldt-Universität, sieht sich immer häufiger mit polemischer Kritik konfrontiert. Die Leiterin eines Forschungsprojektes zu europäischmuslimischen Identitätsmodellen solle sich "schämen, sich in einem Land einzumischen, welches Ihnen Bildungsmöglichkeiten erschlossen hat", schreibt eine Monika K.
aus Bielefeld. "Wenn Sie krawallig sein wollen, gehen Sie bitte dahin, wo Sie keinem Deutschen etwas zuleide tun können."
Die massenhafte Entrüstung im Netz, mit dem 2011 zum Anglizismus des Jahres gekürten Begriff Shitstorm angemessen rüde beim Namen genannt, lässt sich längst nicht mehr als Erscheinung des rechten Rands abtun. Über "Hassfluten im anonymen Raum. E-Mails, Leserbriefe und Kommentare an Menschen, die das Thema Islam in Deutschland streifen" wurde am Freitag im Rahmen der von Foroutan geleiteten Jungen Islam Konferenz in Berlin debattiert. Yassin Musharbash, Redakteur bei "Spiegel Online", erreichen an manchen Tagen bis zu dreitausend Online-Kommentare, die ihn unter anderem als "Erntehelfer nach Afghanistan" schicken möchten. Oft gehen die Verfasser solcher Unflätigkeiten in unverhohlen rassistische Beschimpfungen über. Es sind, so Denhart von Hartling, der sich als Sprecher der Berlin Biennale für die geplante Kunstaktion "Deutschland schafft 'es' ab" übel beschimpfen lassen musste, erstaunlich gut organisierte "Manifestationen des Hasses".
Der Befund scheint eindeutig: Eine von Abstiegsangst verunsicherte Mittelschicht ringt um die Deutungshoheit darüber, wer und was deutsch sein darf. So erklären sich auch die simplen Dichotomien der Hassmails. "Wer in Europa leben will und unbedingt einen Gott haben will", fordert der Betriebswirt Armin P., "der soll dem Islam/Koran abschwören und Christ werden. Alle anderen sollen aus Europa verschwinden." Von diffusen Bedrohungsgefühlen getrieben, ziehen sie ihre Motivation aus dem Gefühl, dass "ihnen etwas weggenommen" werde, so Özlem Topçu, Politik-Redakteurin der "Zeit". Sie wollten zeigen, "wer der Herr im Hause ist". Am meisten verstört die gelungene Integration, die zeigt, dass es sowohl deutsch als auch muslimisch gibt.
Wie aber reagiert man angemessen auf einen Shitstorm? Wie vermeidet man Überreaktion und Wegschauen? Die Fronten seien, so Musharbash, "total verhärtet". Die Autoren der Hassmails reagierten reflexhaft und "in blinder Wut" auf Reizwörter und wüssten "manchmal gar nicht, worauf genau sie so sauer sind". Veysel Özcan, Referent des Grünen-Chefs Cem Özdemir, bekennt, er lasse sich auf Gespräche, deren Ergebnis von vornherein feststehe, gar nicht mehr ein. Topçu hält dagegen, "mittelkrasse Sachen" beantworte sie auch weiterhin. Es helfe, wenn man "genauso zurückballert".
Da man bei der Shahada etwas bezeugt, ist es nicht richtig von Glaubensbekenntnis zu sprechen, weil das Bezeugen auf Wissen basiert und nicht auf Glaube oder Vermutung. Die Shahada ist ein Überzeugungsbekenntnis des Islam.
Die Shahada (Überzeugungsbekenntnis) auszusprechen öffnet einem die Tür zum Islam. Sie ist der Einstieg zum Islam, das Ticket auf dem Weg zum Islam.
Wenn man dem Islam angehören möchte, weil man von dieser Religion überzeugt ist, dann sollte man die Shahada aussprechen. Danach ist man dem Islam beigetreten und man soll nach dem Lippenbekenntnis auch Taten folgen lassen, denn Worte ohne die dazugehörigen Taten sind leere Worte, die mit der Zeit verblassen.
Es ist nutzlos die Shahada ohne Überzeugung auszusprechen. Verstand und Herz müssen „live“ dabei sein, das alles muss bewusst und gewollt erfolgen. Jemand, der die Shahada zum Spaß, durch Zwang oder aus Liebe zu seinem (Ehe)Partner ausspricht ist dem Islam noch lange nicht beigetreten. Warum? Weil ein Lippenbekenntnis ohne den eigenen Willen, ohne die eigene Überzeugung und ohne die wahrhaftige Absicht dahinter überhaupt keinen Wert hat. Das alles ist dann nur sinnlos! Es soll keinen Zwang geben in Sachen des Glaubens. Deutlich unterschieden geworden ist nun der rechte Weg von (dem Weg des) Irrtum; wer darum die Mächte des Übels verwirft und an Gott glaubt, hat fürwahr eine höchst unfehlbare Stütze ergriffen die niemals nachgibt: denn Gott ist allhörend, allwissend. [Sure 2 al-Baqara (die Kuh), Vers 256] Deswegen ist es mit dem Islam überhaupt nicht vereinbar, jemandem zum Islamübertritt zu zwingen, denn er würde trotzdem kein Muslim werden, wenn man ihn zwingt. Es ist logisch, dass alles mit Zwang (im Islam) ungültig ist Ein Gelehrter der ersten Generation wurde einmal danach gefragt, ob die Shahadah -d.h. die Worte “la ilaha illa Allah”- der Schlüssel zum Paradies ist. Er antwortete:” Ja, aber jeder Schlüssel hat Zähne.” Ein Schlüssel ohne die passenden Zähne wird das Schloss nicht öffnen. Diese Zähne der Shahadah, d.h. die Bedingungen für ihre Gültigkeit , haben die Gelehrten wie folgt zusammengefasst:
1. Wissen (´Ilm) 2. Gewissheit (Yaqin) 3. Akzeptanz (Qabul) 4. Hingabe (Inqiyad) 5. Wahrhaftigkeit (Sidq) 6. Aufrichtigkeit (Ikhlas) 7. Liebe (Liebe) *8. Ablehnen von allem und jedem, das neben Allah verehrt wird (Kufr bit-Taghut)
1. Wissen
D.h. die Bedeutung der Shahadah zu kennen und mit all ihren Konsequenzen, was sie bestätigt, und was sie verneint:
“Wisse, dass kein Gott außer Allah ist …” [47:19]
“Und diejenigen, die statt Seiner anbeten, haben kein Führspracherecht, mit Ausnahme dessen, der die Wahrheit bezeugt, und sie wissen Bescheid” [43:86]
D.h. sie wissen in ihren Herzen die Bedeutung der Wörter, die sie mit dem Mund aussprechen. In Al-Sahih wird folgender Hadith berichtet:
“Wer stirbt im Wissen, dass es keinen Gott außer Allah gibt, betritt das Paradies.” [Bukhari]
Offenkundigerweise ist ein Bekenntnis wertlos, wenn man die Bedeutung der Worte, die man bezeugt, nicht kennt. Jemand, der la illaha illa Allah sagt, und dabei mit Allah Jesus gemeint hat, dessen Shahadah nützt nichts, im Gegenteil, sie ist ein deutlicher Beweis für seinen Unglauben. Deswegen ist es von essentieller Bedeutung, dass der, der die Shahadah ausspricht, sich der Bedeutung der Worte bewusst ist.
2. Gewissheit
Jemand, der die Shahadah ausspricht, muss von ihrer Wahrheit absolut überzeugt sein, ohne Zweifel oder Unsicherheit im Herzen. Die Gläubigen werden im Qur’an wie folgt beschrieben:
“Die Gläubigen sind nur diejenigen, die an Allah und seinen Gesandten glauben und dann nicht (am Glauben) zweifeln …” [49:15]
Der Prophet sagte:
“Bezeugt, dass es keinen Gott außer Allah gibt, und dass ich sein Gesandter bin, denn kein Mensch begegnet Allah mit diesen beiden Worten, ohne Zweifel daran, der vom Paradies ferngehalten wird.” [Muslim]
Und in einer anderen Version: “Niemand wird mit diesen Worten ohne den geringsten Zweifel daran zu Allah kommen, ohne dass er das Paradies sieht.”
Mit der Gewissheit über die Wahrheit der Shahadah muss die Gewissheit über die Falschheit aller anderen Wege einhergehen. Es genügt nicht, den Islam zwar als gut und richtig anzusehen, aber gleichzeitig noch andere Wege – z.B. die christliche und jüdische Religion- als möglichen Erfolg im Diesseits und Jenseits zu akzeptieren. Es besteht Einigkeit unter den Gelehrten, dass wer Zweifel am Kufr eines Ungläubigen hat,selbst als einer von ihnen zählt. Das Heilmittel gegen Zweifel ist Wissen. Feste Grundlagenkenntnisse über Qur’an und Sunna sind die beste Waffe gegen jegliche Form von Unsicherheit.
“Wahrlich, nur die Wissenden unter ihnen fürchten Allah” [35:28]
3. Akzeptanz
Nach Wissen und Gewissheit über die Shahadah, müssen mit dem Herzen und der Zunge alle mit der Shahadah verbundenen Aspekte akzeptiert werden. Normalerweise sollte Akzeptanz automatisch aus den beiden vorhergehenden Punkten folgen. Bekanntes Beispiel für jemanden, der die Bedeutung der Shahadah Allahs kannte, keinerlei Zweifel daran hegte, aber die Konsequenzen trotzdem nicht akzeptierte, ist Ibliis. Die Shahadah mit all ihren Konsequenzen zu akzeptieren, bedeutet, dass man auch alles akzeptiert, was im Qur’an steht, oder von Propheten berichtet wird, ohne das Recht, davon zu wählen, was einem gefällt. Allah sagt im Qur’an:
“Glaubt ihr denn an einen Teil des Buches und leugnet einen anderen? Für diejenigen unter euch, die solches tun, gibt es keine Vergeltung als Schande in diesem Leben, und am Tage der Auferstehung werden sie der strengsten Bestrafung zugeführt werden. Und Allah ist euer tun nicht achtlos.” [2:85]
Dem Muslim ist nicht freigestellt, sich für ihn passende Dinge vom Qur’an und der Sunna auszusuchen, während er andere weniger oder überhaupt nicht wichtig hält.
“Wir hören und gehorchen, und die sind es, die Erfolg haben werden” [24:51]
4. Hingabe
Hingabe bedeutet, zu befolgen, was die Shahadah verlangt, d.h. Hingabe an Allah und Gehorsam Ihm gegenüber und Seinem Gesandten, wie Allah sagt:
“Und kehrt euch reuig zu eurem Herrn und gebt euch ihm hin, bevor die Strafe über euch kommt” [39:54]
“Und wer hat eine schönere Religion, als jener, der sich Allah hingibt, und dabei gutes Tut.” [4:125]
Zweifelsfrei hat Allah es zu einer Bedingung gemacht, dass wir die Shahadah nicht nur mit Worten bestätigen und akzeptieren, sondern auch durch Taten beweisen, nämlich durch Hingabe an Allah und Seiner Befehle. Der Prophet sagte:
“Keiner von euch ist gläubig, bis seine Begierden mit dem übereinstimmen, womit ich gekommen bin.” [aus An-Nawawis 40 Ahadith]
Und Allah sagt im Qur’an:
“Doch nein, bei deinem Herrn, sie sind nicht eher Gläubige, bis sie dich zum Richter über alles machen, was zwischen ihnen strittig ist, und dann in ihren Herzen keine Bedenken gegen deine Entscheidung finden und sich voller Ergebung fügen.” [4:65]
Die Shahadah ist nicht nur eine Sache im Herz, sie umfasst alles:Herz Zunge und Taten. Der Muslim muss im Herzen von der Shahadah überzeugt sein, sich mit der Zunge dazu bekennen und sie in Taten praktizieren.
5. Wahrhaftigkeit
Jemand, der die Shahadah ausspricht, muss auch meinen, was er sagt, d.h. die Zunge spricht nur das aus, was im Herzen ist. Allah sagt:
“Alif Lam Mim. Meinen die Menschen, sie würden in Ruhe gelassen werden, wenn sie bloß sagten: wir glauben, und meinen sie, sie würden nicht auf die Probe gestellt. Und Wir stellen doch die auf die Probe, die vor ihnen waren. Also wird Allah gewiss die erkennen, die wahrhaftig sind, und gewiss wird Er die Lügner erkennen.” [29:1-3]
In beiden Sahih-Büchern wird berichtet, dass der Prophet sagte:
“Es gibt niemanden, der bezeugt, dass es keinen Gott gibt außer Allah, und dass Muhammad der Gesandte Allahs ist, wahrhaftig vom Herzen her, ohne dass Allah im vor dem Feuer beschützt.” [Bukhari und Muslim]
Das Gegenteil von Wahrhaftigkeit ist Heuchelei. Ein Heuchler ist der, der die Shahadah mit der Zunge spricht, aber im Herzen Kufr verbirgt. Allah sagt:
“Und manche Menschen sagen; Wir glauben an Allah und den Jüngsten Tag, doch sie sind keine Gläubigen, Sie versuchen, Allah und die Gläubigen zu betrügen, und doch betrügen sie nur sich selbst, ohne dass sie dies empfinden.” [2:8-9]
6. Aufrichtigkeit
Jemand, der die Shahadah ausspricht, muss dabei ausschließlich das Wohlgefallen und die Zufriedenheit Allahs erstreben. Allah sagt im Qur’an:
“Und doch war ihnen nicht anderes befohlen worden, als Allah im lauteren Glauben (mit Ikhlas-Aufrichtigkeit) zu dienen.” [98:5]
In einem Hadith in Al-Sahih sagte der Prophet :
“Die, die am meisten meiner Fürsprache würdig sind, sind die, die la illaha illa Allah aufrichtig vom Herzen sagen.” Und weiter sagte er: “Jahannam ist verboten für diejenigen, die la illaha illa Allah sagen, und dabei nur das Angesicht Allahs begehren.” [Muslim]
7. Liebe
D.h. dass man Allah und seine Religion (folglich auch Gebote und Verbote) , die Shahadah und das, wofür sie steht, und die Leute, die daran glauben und danach handeln, liebt. Jemand, der irgendeinen Aspekt vom Islam verabscheut, oder sich darüber lustig macht, hat den Islam schon verlassen. Ebenso diejenigen, die irgendetwas im Dunya mehr lieben als Allah. Er sagt im Qur’an:
“Und unter den Menschen gibt es einige, die sich außer Allah ihresgleichen nehmen – sie lieben sie, wie man nur Allah lieben soll. Die aber, die glauben, lieben Allah noch mehr.” [2:165]
Ein Zeichen dafür, dass jemand Allah liebt, ist, dass er dem Priorität gibt, was Allah liebt, auch wenn es gegen den eigenen Willen geht, und dass er hasst, was Allah hasst, auch wenn er eigentlich im Inneren danach verlangt. Seine Freunde sind die Freunde von Allah und seinem Gesandten, und seine Feinde sind die Feinde von Allah und seinem Gesandten. Der Prophet sagte:
“Wer drei Merkmale hat, wird die Süße des Iman schmecken; Ihm sind Allah und sein Gesandter lieber als andere, er liebt andere Menschen nur um Allahs willen und er hasst zum Unglauben zurückzukehren, so wie er es hasst, ins Feuer geworfen zu werden.” [Tabarani]
(Sheikh Muhammad bin Saleh Al-Utheimin-aus die Glaubenslehre der Sunnitischen Gemeinde)
*Eine weitere Gelehrtenmeinung besagt, dass das Glaubensbekenntnis eine weitere (achte) Bedingung hat:
8. Ablehnen von allem und jedem, das neben Allah verehrt wird (Kufr bit-Taghut)
Ablehnung von allem dem neben Allah gedient wird: Die Bedeutung von dieser Voraussetzung ist, dass man darüber im Klaren sein muss und sich selbst distanziert von allen Handlungen des Gottesdienstes neben dem Gottesdienst zu Allah. Und er muss mit Gewissheit anerkennen das alle Handlungen des Gottesdienstes, welche nicht einzig und allein für Allah verrichtet werden, ungültig/falsch und zurückzuweisen sind.
“Wer nun den Taghut (falsche Gottheiten und Systeme) gegenüber Kufr betreibt und den Iman an Allah verinnerlicht, der hat gewiß den sichersten Halt ergriffen, bei dem es kein Zerreißen gibt. Und Allah ist Allhörend, Allwissend.” [2:256] (Majmu´ Al-Fatawa – Band 1, Seite 231) Anmerkung von uns: Aber bei Nummer 8 muss man vorsichtig sein, man darf nicht einfach jeden und alles sofort zum Kafir erklären.Aber es ist uns gesagt worden wer ein Kafir ist…daher ein Thema fuer Fortgeschrittene