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Trigger Linien von Rasierklingen


Von: bremerin1971
bremerin1971

Beschreibung:
Seit Juli weiß ich, dass ich das Borderline-Syndrom habe. Von jetzt auf gleich kann sich meine Stimmung so verändern. Dann kann ich nicht anders, muss mich ritzen...

Kategorie: Tagebuch-Mein Leben

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 Trigger Linien von Rasierklingen 
Eintragen im April 2010.

Eine Berg- und talfahrt der GefühleErstellt am 29. April um 13:57 
Eben noch schlecht drauf, jetzt wieder gut drauf. Doch wie lange hält das gute Gefühl an? Wie lange darf ich mich gut fühlen? Bis ich an meine Nächste innere Grenze heran geführt werde. WUMMS! Ein Trigger, und mich haut es wieder aus den Laschen, und ich ticke wieder aus. Diese Grenzen haben mit mir selbst zu tun.

Soll ich mal ein paar Beispiele nennen, wo ich austicke?

Wenn man mir vor auchen führt oder meint mir immer sagen zu müssen, dass ich behindert bin - Ja, nee is klaa. Hätte ich nicht gedacht. Habe mich schon gewundert, was dieser grün-rote Ausweis mit meinem Foto und der 60 % soll. Leider knallt mich meine freundin drauf, wenn ich was nicht so gut kann. Sollte ich ihr mal sagen, dass ich da nicht immer dran erinnert werden will/brauche, weil mich das runterzieht.

Wenn ich meinen Körper sehe/unbekleidet zeigen soll.
Nein, Ich bin nicht Heidi Klum, sehe mich wie Luise Koschinski, die Phantasie-Figur von H.-W. Olm. Und auch Cindy aus Marzahn, verkörpert von einer Mareike, ist das richtig. beide haben in ihren Rollen mehr Selbstbewusstsein als ich.
Wenn ich mich beim arzt oder sonst vor anderen entkleiden muss, ist das ein innerer K(r)ampf für mich. Beim Duschen und Baden schaue ich woanders hin, nicht auf meinem Körper. Aber Körperpflege lasse ich nicht außer Acht. Wenn ich mich mit meinen Körper nicht anfreunden, nur anfeinden kann, muss ich nicht auch noch als Stinktier durch die Gegend laufen. Wenn ich im Laden Kleidung anprobieren will, und ein Spiegel ist drin, drehe ich diesem so lange den rücken zu, bis ich angezogen bin, dann erst schaue ich. Klingt bescheuert, aber es gibt ja viele die ihren Körper hassen

Das sind mal so 2 Beispiele.

Wann geht es mir gut?

Auf Line Dance partys, beim training, beim sport (Voraussetzung: keiner Partner-Spielchen mit Anfassen, keine ballspiele da schon schmerzhafte Konfrontationen mit dem fliegenden Kugeln gehabt), Gespräche mit besonders lieben Menschen, hier jetzt die Rehaklinik, gute Musik.

Eigentlich sollte man positives irgendwie "mitnehmen" können, sollte es sich wieder ins Gedächtnis rufen können.

Aber das funktioniert bei mir nicht. Verlasse ich diese Stelle, wo das Gute passiert und kehre in meine Wohnung zurück, ist es, als hätte es nie stattgefunden. Mich holen wieder alle Negativ-Gefühle ein.

Z. B. hatte ich an einem Tag mal mein Tanzabzeichen in silber in Line Dance gemscht - und auch noch bestanden. Am nächsten Tag aber ging es mir so dreckig, dass ich mich selbst verletzt hatte, und das so, dass ich dann auch noch genäht werden musste. Eigentlich wollte ich nie eine Chirurgische Ambulanz mit in meine SVV-Aktionen einbeziehen, und es ist zum glück biher nur einmal vorgekommen. Na ja, ist halt passiert.

Ich hoffe ja, dass ich in der DBT-Gruppe (ambulant) lerne, mit Skills gegen SVV und mit meinen Gefühlen - und vor allen mit diesen - umzugehen.
Kann sein, dass...Erstellt am 27. April um 9:31 
... man mich für durchgeknallt hält.

Kann sein, dass mir welche Kommentare schreiben, um mir die Meinung zu sagen, nehme ich auch alles in Kauf. Wenn jemand schreibt. Das Leben ist ja sooo schön (piep, piep, piep, und alle haben sich ja sooo lieb), dann beziehen sie das hoffentlich auf ihr eigenes Leben, denn sie können ja nicht sagen, ob auch das Leben derer so schön ist, die einen Blog so wie ich hineinsetzen. Freut mich ja für Euch, dass ihr nicht innerlich amok laufen müsst, aber ich will hier in dem blog meinen Hass und meine Wut loswerden. Wenn hier einige mit der Art, wie ich es tue, nicht klar kommen, müssen sie es nicht lesen. Steht ja jedem frei, ob er liest oder nicht.

Ich weiß, dass meine Denkweisen nicht die gesündesten sind, und irgendwie muss ich mir ja irgendwie helfen. Ich beschimpfe ja nicht EUCH, sondern nur MICH.
Und was in dem vorhandenen Kommentar steht, weiß ich teils selbst, und die 2. Aussage *räusper*,... Da kann ich nur sagen, hoffe ich für dich, dass es so blleibt.

Ich muss an einen spruch denken, der mal irgendwo geschrieben stand: "Leben ist das, was man draus macht"

FALSCH: Das Leben und/oder die lieben Mitmenschen machen mit einem, was sie wollen, und gegen gewisse Dinge hilft keine Stärke, weil es hinterrücks passiert und man deswegen nicht damit rechnet.. Man kann sich seine Geschwister, seine Familie nicht aussuchen.

Man kann nicht beeinflussen, ob man für immer gesund bleibt, da kann man noch so viel Vitamine zu sich nehmen und noch so viel Sport treiben.

Ich spreche mal bewusst nicht von mir, sondern allgemein. Denn von mir habe ich hier schon genug gesprochen, fürs erste zumindest.
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*Trigger* Selbsthass-Alarm!!!Erstellt am 26. April um 10:11 
*Trigger* Selbsthass-Alarm!!!
Wuaaaah! Ich habe einen Mord-Selbsthass auf mich, dass ich mich tot wünsche. Beinahe hätte ich es geschafft, abzukratzen, aber nicht durch suizid, sondern höhere Gewalt. Warum musste ich gerettet werden? Ich hasse mein Leben doch wie verrückt.

Ich weiß von dem Tag, wo ich krank wurde nur noch, dass ich an meine therapeutin dachte, die an diesem tag Geburtstag hatte. Dann weiß cih nichts mehr, ist so, als wenn ich mich schlafen gelegt hatte, nur von einer Beatmungsmaske, die mich in Panik versetzt hatte, geträumt hatte.

6 Tage später erwachte ich - leider! - aus einem künstlichen Koma, in das ich wegen einem so starken asthmaanfall und einer ebenso schweren Lungenentzündung versetzt wurde. Es kam zu einem Atemstillstand, wonach ich beatmet und intubiert wurde. Der Witz an der Sache ist, dass mein Chef vor mir eine Lungenentzündung hatte, und ich hatte vor lauter Selbsthass mal gesagt, dass ich auch eine Lungenentzündung haben will. Als hätte mich einer erhört, wurden mir einenhalb Wochen später irgendwelche Viren oder bakterien in die Lunge geblasen, und in Nullkommanix ging es dermaßen rasant bergab, dass ich dem finsteren Sensemann nur die Hand entgegenstrecken hätte müssen. Doch den Tunnel durfte ich nicht betreten. Warum nur beinahe? Hätte der jenige, vielleicht war ich selbst das sogar, den Notarzt nicht eine Stunde später rufen können? Dann müsste ich nicht meinen selbsthass aus der Seele kotzen, ich fette, verhasste Missgeburt, ich scheiß Hackfresse, verfressene Sau, ich!!!

Ich fette Sau habe ZUGENOMMEN, werde immer fetter! Von wegen, man muss essen. Wenn ich was muss, dann entweder auf Klo oder abkratzen, wobei ich mir letzteres eher wünsche. Am liebsten würde ich mir irgendwo eine Gang (Mädchengang, Skinheads oder aggressive andere Gangs, diese provozieren, bis die mich totschlagen.

Warum durfte ich im Koma nicht in diesen viel besagten Tunnel, aus dem das helle Licht kommt und einen lockt. Warum hat mich der finstere sensemann nicht fester gehalten, warum darf das Leben mich wieder zurück holen? Der Weg in den Tod, ich hätte es doch nicht mitbekommen, hätte nichts gemerkt vom Sterben. Warum muss ich mich weiter ertragen? Scheiß-Kuh ich. Ich bitte um wiederholung dieser Erkrankung, dieses Mal noch rasanter, sodass ich keine Chance zu Überleben habe. Aber wie heißt es so schön? Unkraut vergeht nicht? Das ist nicht nur ein spruch, sondern Wahrheit.
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