Mir war nicht wirklich bewusst, dass ich in irgendeiner Weise ein Problem habe, aber da ich im Moment wieder die gleiche Reaktion zeige wie in meinem gesamten Leben dachte ich, da stimmt was nicht. Ich laufe weg. Laufe weg vor meinen Gefühlen, vor dem, was mir zu nahe kommen könnte und vor allem vor einem Mensch, der mir zeigt, dass er mich sehr mag. Ich hab vor ein paar Jahren schonmal was über Beziehungsangst gelesen aber ich dachte immer, ich bin doch noch jung und irgendwann kommt der Richtige. Nicht, dass ich jetzt alt wäre, aber ich bin sicher in einem Alter, in dem man eine Beziehung führen kann! Ich verstehe einfach nicht, wie ich immer wieder das Gefühl kriege weg zu müssen sobald ich jemand kennenlerne, der mich mag und den ich auch mögen könnte. Jemand wirklich nettes..! Kein Arschl***, dass mich zwangsläufig verletzt (was ich vermutlich gut finde!), denn sowas hatte ich schon zu genüge. Vielleicht suche ich mir aber genau die Männer aus, auf die ich mich nicht einlassen kann/muss... Jetzt wär da jemand. Er ist nett, interessiert, eigentlich mein Typ, wahnsinnig intelligent und einfach super. Soweit die Theorie. Die Praxis sieht anders aus. Er kommt mir zu nahe. Er interessiert sich für mich. Er sagt mir, dass er mich mag. Die ersten Treffen waren ok. Aber jetzt geht es zu weit. Ich fühle mich eingeengt. Keine Ahnung wieso, denn das ist sicher nicht seine Absicht! Wieso kann ich Gefühle (oder anscheinend Gefühle) für jemanden entwickeln, der mich fallen lässt...der mich verarscht...der sich nicht für mich interessiert oder sowieso bald weg ist. Weil ich mir sicher bin, dass ich hier keine Nähe zu befürchten habe?! Eigentlich hätte ich doch genau das gerne. Jemanden, dem ich vertrauen kann und der mir vertraut. Jemand den ich liebe und der mich liebt. Warum ist es so schwer, mich darauf einzulassen? Oder übertreibe ich nur und habe einfach noch niemand gefunden, der zu mir passt?!