Beschreibung: Blicke ich auf mein Leben zurück, sehe ich als erstes eine Reihe von Dramen. Aber wenn ich genauer hinsehe, sehe ich auch viele schöne Dinge. Egal was geschehen ist, es hat sich immer alles zum Guten gewendet. Und ganz gleich, wieviele Tiefschläge ich noch erleben werde, ich werde es immer wieder schaffen, auf die Beine zu kommen. Vielleicht werde ich irgendwann einmal meinen Frieden finden...
Where do i belong ist der Titel eines Songs von Anastacia. Ich bewundere diese kleingewachsene und doch so grosse Frau. Trotz ihrer Krankheit gibt diese Frau nicht auf, sie hat Power, eine wahnsinns Stimme, eine absolut erotische Ausstrahlung und ihre Texte hätten von mir geschrieben sein können ;-)
Anfang April ist die Trennung von meinem Mann 5 Jahre her. 4 Jahre davon geschieden. in der ersten Zeit danach haben wir uns ganz gut verstanden. Besser, als in den letzten Jahren unserer Ehe. Aber dann hängten sich seine Eltern dazwischen - so, wie sie es immer gemacht haben - und dann mehr und mehr seine neue Partnerin. Seine Eltern konnten mich eh nie leiden, sie hatten ihn ja von Anfang an vor mir gewarnt. Und seine Ela...tja, eine Frau spürt eben, wenn der Mann noch an seiner Ex hängt. Und so wurde die Kluft immer größer. Erst durfte er mich nicht mehr in seinem Auto mitnehmen, wenn wir einen gemeinsamen Termin wegen unserem Sohn hatten (obwohl wir in der selben Richtung wohnen), später durfte er sich nicht mehr länger als 10 Minuten in meiner Wohnung aufhalten, wenn er den Zwerg abholen kam... Dann kam die Sache mit dem Ehegattenunterhalt. Und damit ging es bergab. Ich steckte mitten in der Umschulung, als er mir durch seinen Anwalt mitteilen ließ, dass er ab sofort keinen Unterhalt mehr zahlt, ich könne ja neben der Schule arbeiten gehen. Ich also zur ARGE hin, damit die mir die fehlende Summe auf mein ALG II zahlen. Das haben die auch gemacht, allerdings unter der Auflage, dass ich zu meiner Anwältin gehe. Es gingen Briefe hin...es gingen Briefe her...und zu guter Letzt ging die Sache vor's Gericht. In der Zwischenzeit sind der Held, mein Jüngster und ich zusammen gezogen. Den Richter hat dieser Umstand nicht die Bohne interessiert. In der Begründung hieß es, dass es sich nicht um eine gefestigte Partnerschaft handelt, vor allem, da der Held und ich in der Vergangenheit eine On-Off-Beziehung geführt haben. Außerdem hieß es in der Urteilsbegründung, dass ich durch die Umschulung ja meinen Bemühungen, meinen Lebensunterhalt selbst zu bestreiten, im vollem Umfange nachkomme. Der Herr soll also bitte weiter zahlen und zwar rückwirkend. Da war mein Ex aber definitiv nicht mit einverstanden. Bei unserem nächsten Zusammentreffen drohte er mir wild und ging in Berufung. Wieder gingen die Briefe hin und her und dann kam gestern der endgültige Bescheid: die Berufungsklage wird zurückgewiesen, der Beklagte hat weiterhin den Ehegattenunterhalt zu zahlen. Ich habe also ein zweites Mal gewonnen. Nein, eigentlich sogar 3x! Er hatte nämlich "anonym" bei der ARGE angerufen und denen erzählt, dass ich Geld zu unrecht erhalten hätte. Tja, hatte ich nicht... Was ist das Fazit der ganzen Geschichte: Weil mein Ex stets der Meinung ist, ER hätte Recht, darf er nun beide Gerichtskosten, seinen Anwalt, meine Anwälting und meinen rückständigen Unterhalt zahlen! Und was hat der Depp gemacht? Nach 27 Jahren im Betrieb einen Aufhebungsvertrag unterschrieben und ne fette Abfindung kassiert. Zukünftig wird er arbeitslos sein. Und wofür? Nur um mir eins auszuwischen. Wie blöde kann man(n) nur sein... Aber das Schlimmste ist, wir reden inzwischen nicht ein Wort mehr miteinander und der, der am meisten darunter leidet, ist unser gemeinsamer Sohn :-(
Eine gute Nachricht habe ich dennoch für meinen Ex: Er braucht nur noch bis März zahlen. Ab dann sorge ich nämlich selbst für mich. Die Umschulung hat sich gelohnt :-D