Beschreibung: Seit Juli weiß ich, dass ich das Borderline-Syndrom habe. Von jetzt auf gleich kann sich meine Stimmung so verändern. Dann kann ich nicht anders, muss mich ritzen...
Ich fühl mich voll daneben. Das ist noch echt freundlich ausgedrückt. Nennen wir das Kind doch beim Namen: Mein Hass auf mich und genauso auf mein Leben wächst von Tag zu Tag. Im Internet sehe ich mir Videos über Selbstmord an. Beim Schneiden schaue ich dem Blut nach, das ins Waschbecken tropft, mein Blick fällt auf meine Pulsadern, und ich frage mich, ob da das Schneiden mehr weh tut als an meinem Unterarm. Was soll ich noch auf dieser Welt? Die stationäre Therapie kann ich deswegen nicht machen, weil ich HOHLKOPF das letzte Vorgespräch verbasselt hatte, mich in Widersprüche verwickelt hatte. Ich bin zu behindert, zu bescheuert für alles. Die Welt und ich passen einfach nicht zusammen. Ich bin ein Fremdkörper, ein Fake. Und ich bin mit den Gefühlen alleine, denn meine Therapeutin habe ich ja nicht mehr. Jeder Dienstag und auch jeder Donnerstag - besonders diese beiden Wochentage sind die hölle für mich. Da hatte ich ja immer Therapie. Hatte, jetzt habe ich nichts mehr, zumindest niemanden, die mühelos anstelle meiner Therapeutin treten könnte, sie ersetzen könnte. Das Leben war auch vorher schon Scheiße, weil ich immer Niederlagen einstecken musste und immer noch muss. Aber jetztm muss ich alles ohne sie ertragen. Ist wie eine Operation ohne Betäubung oder Vollnarkose. Ich kann das Leben einfach nicht bei vollem Bewusstsein ertragen. Wann kriege ich eine tödliche Krankheit? Das ist mein größter Wunsch.
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Von am 2. November um 3:36
s da, einsam und verlassen im Dreck, alles ist dunkel, kalt. Doch dann, ganz plötzlich wird es hell...und das Blatt schaut auf...die Sonne, sie scheint direkt zu dem Blatt, wie warm sie ist...wie angenehm. Das Blatt nimmt alle Kraft zusammen, und versucht ...zu der Sonne zu "gehen"... so wie das kleine Menschlein, das laufen lernen muss. Jeden Tag müssen wir Menschen "laufen"...und jeden Tag fallen wir um. Aber wir stehen wieder auf ...um die schönen Dinge zu sehen ...die von der Sonne angezeigt werden ...SIEH HIN ! ...KOMM...steh auf ! Es lohnt sich ! Ich sende dir einen ersten warmen Sonnenstrahl... mögen meine Zeilen dir Kraft geben, weiter zu gehen, alleine! Alles erdenklich Gute wünsche ich dir !
Von am 2. November um 3:29
Grüsse dich, ich möchte dir eine kleine Geschichte erzählen, die von einem Neugeborenen handelt. Das Geschlecht ist nicht wirklich wichtig, denn ein Mensch beginnt zu leben. Schläft sehr viel anfangs, bekommt Nahrung, ein Bettchen, eben was so in einem Säuglingsalltag abgeht. Dann kommen die ersten "Steh" Versuche...nachdem der Winzling Mensch gekrabbelt u. gerobbt die Welt erkundet hat. Hmmm...im stehen sieht man natürlich weitere neue Dinge , und man möchte sie erreichen. Man findet die Hände anderer Menschen, lässt sich "leiten" und gewinnt so weitere Einblicke. Auch werde Gegenstände benutzt, Schränke, Tische oder was eben so anfällt...als "Geh-Hilfen". Man fasst was man erhaschen kann...bis...der erste alleine-gemachte- Schritt erfolgt, und der kleine Mensch ist dann oft so erschrocken, das er auf den Hintern plumst. Der eine weint...der andere wartet auf eine Hand die ihm aufhilft...und wieder einer macht sich daran... irgendwie aufzustehn...um erneut zu "Gehn". Unzählige Male ist die Windel ein gutes Polster für Blessuren...denn , das Menschlein fällt immer mal wieder hin. So lernt der Mensch das "laufen"...hinfallen...aufstehen...so wie du, wie ich es kenne. Das LEBEN beginnt...! Der eine Mensch bekommt "viele Hände"...in vielen Variationen, das heisst, immer wieder wird er aufgefangen , um weiter zu gehn. Andere bekommen nichts. Nicht mal bei den Krabbelversuchen ! Bei den "Geh-Versuchen" werden Beine gestellt, beim Versuch aufzustehn, werden sie umgeworfen, ja gar getreten. Keine Hilfen...keine Stützen...nur kaum zu wiederstehenden Orkanen , die den Menschen wie ein Blatt hin und her wedeln lassen...! Irgendwann findet dieses "Blatt" ein Eckchen, wo es ausruhen kann...an zwei Tagen nur, aber das reicht, um auszuruhen von den vernichtenden Einflüssen der Orkane . (Menschen verursachen Orkane). Doch ganz plötzlich...das Blatt windet und wendet sich...und verpasst so sein Di und Do. - Eckchen...weg...einfach verschwunden ! Nun liegt e