nun werde ich mich auch noch vollends von meiner sogenannten "familie" verabschieden müssen. gut, vier meiner geschwister sind mir sowieso schon lange nicht mehr wichtig, auf meine eltern kann ich auch verzichten, obwohl meine mum an alzheimer erkrankt ist (mittlerweile weiss sie nicht mal mehr meinen namen), aber dass mir nun auch noch meine eine schwester, mit der ich, zumindest oberflächig, ganz gut zurecht gekommen bin, in den rücken fällt, das schmerzt.
ich war heute bei meinen eltern, meine schwester war wie immer da. und so ganz nebenbei hat sie mir eröffnet, dass meine mutter ins heim soll. das wäre nicht das problem, denn meine mutter ist inzwischen so dement, dass die pflege absolut zerstörerisch ist, für alle beteiligten. was mir so weh tut ist, dass z.b. eine cousine darüber schon lange bescheid weiss und dass meine schwester behauptet ich hätte ihr dazu nie geraten. das stimmt nicht: hatte ihr schon vor mindestens einem halben jahr gesagt, der schritt müsse getan werden. damals hat sie mich dafür verteufelt, gemeint sowas könne man doch nicht machen auch weil dann das haus draufgehen würde und meine vater aus dem haus raus muss, das würde ihn umbringen. und heute??? keine sprache mehr davon. das tut mir so richtig weh. sie will sich an mir rächen, weil ich mich vor gut einem jahr aus der pflege meiner mutter rausgenommen habe, weil ich mit der situation, mit meinen eltern und mit der ganzen familie nicht mehr zurechtkam. nur deshalb werde ich abgestraft. da ich mich aber nicht streiten will, werde ich mich zurückziehen. ich war sowieso nur noch sprachlos, hab mir das ganze gejammere von meiner schwester angehört. ich hab für sowas keine kraft mehr. deshalb bleibt mir nur der rückzug.
warum gerade alles jetzt? nun hab ich auch noch meine familie verloren. obwohl sie mir nichts bedeutet ist es dennoch traurig. hatte doch immer noch diehoffnung, dass wir uns alle irgendwann mal besser verstehen würden.
von h. auch kein lebenszeichen. ich bin so ziemlich am ende. ich bin verletzt, enttäuscht und einfach nur noch traurig. mein leben liegt wie ein scherbenhaufen vor mir. und ich bin nicht mal fähig dieses cherben zusammenzufegen, nein ich sitze mitten drin. die scherben schneiden mir symbolisch tiefe wunden ich fühle, dass ich ausblute.
Liste der Kommentare
Von am 20. November um 2:01
Ich stöber hier gerade so rum und entdecke Deinen Eintrag! Weißt Du was? Deine Gefühle sind richtig. Ich habe das auch schon erlebt. Sich gegen die Pflege der Eltern zu entscheiden, das erfordert oftmals mehr Kraft und mehr Stärke als die Pflege selbst. Das wäre vielleicht eine Qual für Dich der Du nicht gewachsen wärst. Diese Entscheidung, für Dein Leben ist so unglaublich schwer. Du kannst nicht aus Pflichtgefühl heraus Lasten auf Deine Schultern laden, die Du nicht bewältigen kannst. Und das ist ok so! Ich wünsche Dir auf diesem Weg viel Kraft und Stärke. Traumseglerin hat, wie immer, sooo Recht! Liebe Grüße!
Von am 28. Oktober um 14:08
Familie kann man sich leider nicht raussuchen, meine Liebe, aber Freunde. halt dich ansieh, denn sie können immer wieder eine große Stütze und Hilfe sein. Ich drück dich ganz fest und wünsch dir , das du bald mal wieder von Herzen glücklich sein kannst! G.L.G.