Was ist einer der schönsten Orte der Welt, wenn es langsam aber sicher Winter wird? Ich finde, die Küste. Deauville, der französische Badeort am Atlantik ist da einer der besonders charmanten Orte, ein Idyll. Hier kann man atmen, man kann frei sein!
Und von hier aus geht eine Botschaft nach Täbris, einer Stadt im Nordosten der Islamischen Republik Iran, mehr als 5000 Kilometer entfernt.
Der Ruf gilt Sakineh Aschtiani, der Frau, die im Iran zum Tod durch Steinigung verurteilt worden war, einem Land der Unfreiheit, der Unterdrückung, das alles verkörpert, von dem Deauville zu befreien sucht. Der Ruf geht aus von mehr als 1300 Teilnehmern des diesjährigen Women's Forums for the economy and society. Es sind Worte der Unterstützung, des Mitgefühls - auch der Verzweiflung über die Willkür gegen Frauen wie Sakineh.
Und so beginnt dieses Women's Forum, das "Davos der Frauen", das Minister, Unternehmenschefs, Direktoren und "key players" dieser Welt begrüßen und ihnen eine Bühne bieten wird damit, dass die Anwesenden im Saal aufgestanden sind, in die Hände klatschen und ihren Blick auf das Gemälde einer Frau mit Kopftuch richten: Sakineh.
"Die Todesstrafe wurde zwar ausgesetzt, aber wir haben erfahren, dass nun der Sohn und der Anwalt von Sakineh inhaftiert wurden, gemeinsam mit zwei deutschen Journalisten, mit denen sie sich getroffen haben.", erklärt Aude Zieseniss de Thuin, Direktorin und Gründerin des Forums. "Deshalb müssen wir den Druck weiter erhöhen."
Dieses Women's Forum ist ihr gewidmet, die Botschaft: Wir sind mit dir! Die Botschaft geht aber auch an die anderen. Sie lautet: Glaubt nicht, dass wir Sakineh vergessen.
Was für ein fulminanter Auftakt!
Bis später mit mehr!
Eure Shila
PS: Die Petition für die Freilassung Sakineh Aschtianis könnt Ihr hier unterzeichnen: www.freesakineh.org
Foto: Das Gemälde von Sakineh von Künstlerin Caroline de Boissieu